Brand in der Michelberghalle
: Erste Entwarnung bei Schadstoffbelastung

Ein Gutachter hat laut der Geislinger Stadtverwaltung keine bedenkliche Schadstoffbelastung an ersten Proben in der derzeit geschlossenen Halle festgestellt.
Von
Kathrin Bulling
Geislingen/Steige
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Rätselfoto, Such- und Lösungsbild. Das Lösungsbild zeigt die Michelberghalle in Geislingen. Welche als Vereins- und Schulsporthalle genutzt wird. Das Suchbild zeigt ein Pyramidenförmiges Glasdach auf der an die Michelberghalle angegliederten Cafeteria.

Die Geislinger Michelberghalle wird derzeit noch auf Schadstoffe untersucht – die ersten Ergebnisse machen der Stadtverwaltung Hoffnung.

Rainer Lauschke

Nach dem Brand in der Michelberghalle Ende Juni kann Geislingens Oberbürgermeister Frank Dehmer in Teilen Entwarnung geben: Erste Schadstoffuntersuchungen hätten ergeben, dass in den getesteten Bereichen keine bedenkliche Schadstoffbelastung vorliege, heißt es in einer am Freitagabend (12. Juli 2024) versandten Pressemitteilung der Stadtverwaltung.

Die starke Rauchentwicklung bei dem Brand habe zu einer potenziell gesundheitsgefährdenden Kontamination der gesamten Halle, aller Kabinen und Räume geführt, weshalb die Halle gesperrt werden musste. Ein Sachverständiger habe nun erste Proben aus den Geräteräumen sowie zwei Umkleidekabinen auf sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) getestet, die möglicherweise durch die Verbrennung von Kunststoff freigesetzt wurden. Dabei handelt es sich um Schadstoffe, die Krebs erzeugen können. Dehmer: „Gott sei Dank liegt – zumindest für die jetzt getesteten Bereiche – keine bedenkliche Schadstoffbelastung vor, sprich diese Räume, beziehungsweise die darin befindlichen Gegenstände können wieder genutzt werden.“

Um nötige weitere Proben entnehmen zu können, brauche man einen Hubsteiger, heißt es in der Mitteilung weiter. Bis nächste Woche denke man, auch diese Ergebnisse zu haben. Daraus werde sich ergeben, welche Maßnahmen noch notwendig seien und wie lange die Umsetzung voraussichtlich dauern werde, bis die Halle wieder vollumfänglich genutzt werden könne. Dehmer hofft laut der Mitteilung zusammen mit den Vereinen, dass auch hier die Ergebnisse besser ausfallen werden als zunächst befürchtet.

Hoffnung, dass Halle nach Sommerferien wieder genutzt werden kann

Am Donnerstagabend habe man die Vereine informiert, dass sie nun zumindest wieder an die Geräte kommen und diese außerhalb der Halle nutzen dürften. Den Fußballern stünden zudem wieder zwei Umkleidekabinen zur Verfügung, die über seinen separaten Eingang erreichbar seien, der nicht durch die Halle führe. Auch die Schulen seien darüber sowie über die weitere Vorgehensweise informiert worden.

Für den Fall, dass die Halle über die Sommerferien hinaus nicht nutzbar sein werde, hätten Vereine und Stadt bereits erste Überlegungen getroffen und nach Alternativen Ausschau gehalten. Man hoffe, dass diese Szenarien nicht notwendig werden, „denn dies würde erhebliche Belastungen bedeuten“. Die Polizei verdächtigt nach jüngsten Angaben vier Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 14 Jahren, den Brand gelegt zu haben.