Brand bei Geislinger Autohändler: Autohaus-Mitarbeiter nach Brand gestorben

Beim Brand des Autohauses Rothe in Geislingen wurde am Freitagabend ein Mann schwerstverletzt.
Alen PahicUm 17.55 Uhr hat am Freitagabend ein Zeuge über Notruf die Polizei informiert, dass es am Geislinger Autohaus Rothe am Karlstollen brennen würde . Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, loderten bereits mehrere Meter hohe Flammen aus einem Gebäude. Die Feuerwehren aus Geislingen, Kuchen, Gingen, Böhmenkirch und Göppingen bekämpften den Brand mit einem Großaufgebot. Nach Mitteilung der Polizei waren mehr als 100 Feuerwehrleute, das DRK, mehrere Notfallseelsorger und ein Rettungshubschrauber neben der Polizei Geislingen und dem Kriminaldauerdienst des Polizeipräsidiums Ulm im Einsatz. Ein 58-jähriger Arbeiter erlitt dabei so schwere Brandverletzungen, dass er am Sonntagfrüh in einem Krankenhaus verstarb. Der Sachschaden wird von den Einsatzkräften auf etwa eine Million Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Die Feuerwehr wurde von der Leitstelle Göppingen mit der höchsten Alarmstufe „Brand 4“ alarmiert, teilt der Geislinger Feuerwehrkommandant Jörg Wagner mit. Das bedeutete, dass noch weitere Einsatzkräfte alarmiert wurden. Vor Ort stellten der Einsatzleiter eine sehr starke Rauchentwicklung und Flammen im Hinterhof der Autowerkstatt fest. Der Brand hatte sich in der Autowerkstatt ausgebreitet und drohte auf weitere Fahrzeuge innerhalb der Werkstatt und ein Reifenlager überzugreifen. Vor Ort befindliche Personen, die das Gebäude noch rechtzeitig verlassen konnten, teilten mit, dass sich keine Personen im Gefahrenbereich mehr aufhielten, beschreibt Wagner die Situation. Deshalb ordnete er die Alarmierung von weiteren Einsatzkräften – etwa der Feuerwehr Kuchen und der Abrollbehälter Atemschutz der Feuerwehr Göppingen - sowie die Führungsunterstützungsgruppe an.
Maßnahmen der Feuerwehr
Unter Atemschutz drangen Feuerwehrleute mit zwei Löschrohren umgehend zur Brandbekämpfung in das Innere der Werkstatt ein. Des Weiteren wurde über die Drehleiter die Bekämpfung des Brandes im Dachbereich vorgenommen. Zusätzlich wurde laut Wagner auch ein Löschrohr im Hinterhof eingesetzt. Um 19.45 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten nahmen einige Zeit in Anspruch, es musste der betroffene Dachbereich geöffnet werden, um sicherzugehen, dass sich dort keine Glutnester mehr befanden. Auch wurden zwei Metallfässer mit unbekannter Flüssigkeiten durch den Brand sehr stark erhitzt und mussten gekühlt werden.
Um 21.25 verließ am Freitagabend die Feuerwehr die Einsatzstelle. Ein Mitglied der Feuerwehr wurde bei der Brandbekämpfung leicht verletzt. Insgesamt waren 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren mit 18 Einsatzfahrzeugen vor Ort. Hinzu kamen 13 Polizisten und neun Sanitäter des Rettungsdienstes.
