Biogasanlage Türkheim
: Gestank in Türkheim: OB Ceffalia fordert endlich Abhilfe

Seit Jahren beschweren sich Bürger aus Türkheim über die Geruchsbelästigung durch die Biogasanlage im Gewerbepark Türkheim. Der Geislinger Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia hat genug davon und fordert das Regierungspräsidium Stuttgart und den Betreiber zum Handeln auf.
Von
Kathrin Bulling
Geislingen
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Geruchsbelästigung durch Biogasanlage im Gewerbepark Schwäbische Alb in Türkheim.

In Türkheim leiden die Bürger seit vielen Jahren unter Gestank aus der Biogasanlage im Gewerbepark. Geislingens OB Ignazio Ceffalia will das nicht länger hinnehmen und fordert das Regierungspräsidium und den Betreiber zum Handeln auf.

Rainer Lauschke
  • OB Ignazio Ceffalia drängt auf Abhilfe gegen Gestank aus der Biogasanlage in Türkheim.
  • Seit Jahren Beschwerden über modrige, säuerliche, vergorene Gerüche im Gewerbepark.
  • 2018 identifizierte eine Rasterbegehung die Anlage als Hauptverursacherin mit Überschreitungen.
  • Änderungsgenehmigung für Verbesserungen liegt seit September 2024 vor – Frist endet demnächst.
  • Stadt erwartet zügige Umsetzung und bittet, Geruchsereignisse mit Datum und Uhrzeit zu melden.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die Klagen gibt es seit etlichen Jahren: Immer wieder beschweren sich die Bewohner im Geislinger Stadtbezirk Türkheim über unangenehme Gerüche aus der Biogasanlage im Gewerbepark. Es stinke modrig, säuerlich, vergoren. Im Jahr 2020 ließ das Regierungspräsidium Stuttgart verlauten, dass geprüft werde, mit welchen Mitteln das Problem gelöst werden kann - doch auch zwei Jahre später war diese Prüfung noch nicht abgeschlossen. Und die Geruchsbelästigung hält nach wie vor an, wie die Stadt Geislingen in einer am 12.8.2026 verschickten Pressemitteilung schreibt.

Stadt spricht von zahlreichen Beschwerden seit vielen Wochen

Es gebe weiterhin erhebliche Beschwerden der Bewohner sowie der Beschäftigten im Gewerbepark wegen anhaltender Geruchsbelastungen. Die Stadtverwaltung spricht von zahlreichen Beschwerden seit vielen Wochen. Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia habe sich nun persönlich an das Regierungspräsidium Stuttgart und an die Geschäftsführung des Anlagenbetreibers gewandt. „Die Menschen in Türkheim leben seit vielen Jahren mit dieser Situation. Wenn Bürgerinnen und Bürger gerade während sommerlicher Temperaturen ihre Fenster nachts geschlossen halten oder ihre Gärten nur eingeschränkt nutzen können, weil die Geruchsbelastung zu stark ist, dann müssen wir diese Sorgen sehr ernst nehmen“, erklärt der OB. „Ich stehe hier klar an der Seite der Türkheimerinnen und Türkheimer. Sie dürfen erwarten, dass nach so vielen Jahren endlich eine spürbare und nachhaltige Verbesserung erreicht wird.“

Die Geruchsproblematik ist bereits seit vielen Jahren bekannt. Eine im Jahr 2018 durchgeführte Rasterbegehung hatte die Biogasanlage als wesentliche Verursacherin der Geruchsbelastungen identifiziert und Überschreitungen der zulässigen Geruchsstundenhäufigkeiten im Gewerbepark festgestellt. Für Verbesserungsmaßnahmen an der Anlage liege seit September 2024 eine immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung vor, schreibt die Stadt in ihrer Mitteilung. Nach den darin enthaltenen Vorgaben sei das Vorhaben innerhalb einer Frist umzusetzen, die demnächst ende.

Angesichts dieses nahenden Termins habe Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia nun sowohl gegenüber dem Regierungspräsidium Stuttgart als zuständiger Behörde als auch gegenüber dem Betreiber deutlich gemacht, dass die Stadt eine zügige Umsetzung der notwendigen Maßnahmen erwartet. „Mir geht es ausdrücklich darum, jetzt eine Lösung zu erreichen“, betont der OB. „Es hilft den Menschen in Türkheim nicht, wenn wir uns gegenseitig Schuldzuweisungen machen. Entscheidend ist, dass die vorgesehenen technischen Verbesserungen umgesetzt werden und am Ende auch tatsächlich zu einer deutlichen Reduzierung der Geruchsbelastung führen.“

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Er erwarte, so der OB, dass die Interessen der betroffenen Bevölkerung bei den weiteren Entscheidungen konsequent berücksichtigt werden. „Wir haben Verständnis dafür, dass technische und genehmigungsrechtliche Verfahren komplex sein können. Nach der langen Vorgeschichte ist aber ebenso verständlich, dass die Geduld vieler Türkheimerinnen und Türkheimer erschöpft ist.“ Er werde deshalb „weiter nachdrücklich darauf drängen, dass jetzt gehandelt wird. Für mich zählt am Ende nicht die Ankündigung einer Verbesserung, sondern dass die Menschen diese Verbesserung vor Ort tatsächlich wahrnehmen“.

Die Stadtverwaltung bittet die betroffenen Bürgerinnen und Bürger weiterhin darum, konkrete Geruchsereignisse möglichst mit Datum und Uhrzeit zu melden. Diese Meldungen würden dokumentiert und an die zuständigen Stellen weitergegeben. „Die Türkheimerinnen und Türkheimer können sich darauf verlassen, dass ihre Stadt hinter ihnen steht. Ich werde das Thema persönlich weiterverfolgen und gegenüber allen Beteiligten auf eine schnelle und dauerhafte Lösung drängen“, sagt der Oberbürgermeister abschließend.