Bildung in Geislingen
: Sonderpädagogisches Bildungsangebot wird erweitert

Die Bodelschwingh-Schule in Geislingen darf einen neuen Förderschwerpunkt einrichten für körperliche und motorische Entwicklung. Los geht es ab dem nächsten Schuljahr.
Von
Ruben Wolff
Geislingen/Deggingen
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Auch in Deggingen werden Schülerinnen und Schüler der Bodelschwingh-Schule unterrichtet.

Auch in Deggingen werden Schülerinnen und Schüler der Bodelschwingh-Schule unterrichtet.

Landratsamt Göppingen
  • Die Bodelschwingh-Schule in Geislingen erhält einen neuen Förderschwerpunkt für körperliche und motorische Entwicklung ab Schuljahr 2025/2026.
  • Das neue Schulgebäude im Zillerstall wird auf die Bedürfnisse dieses Förderschwerpunkts ausgerichtet.
  • Schüler werden bereits seit 2023/2024 in Deggingen unterrichtet.
  • Deggingen bleibt ein Standort neben dem Neubau in Geislingen.
  • Das Angebot soll wohnortnah und individuell sein.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es sei ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung des sonderpädagogischen Angebots in der Region, hebt das Landratsamt in einer aktuellen Pressemitteilung hervor: Die Bodelschwingh-Schule in Geislingen darf den neuen Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung (KMENT) ab dem neuen Schuljahr 2025/2026 einrichten. Wie berichtet, wird das neue Bildungsangebot zusätzlich zum bereits fest etablierten Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung (GENT) zum Lehrplan gehören.

Vorbereitet war man bereits in Geislingen auf die Nachricht. Vor wenigen Tagen hatte Karin Lehle, kommissarische Leiterin der Geislinger Bodelschwingh-Schule, gegenüber der GZ die große Bedeutung der körperlichen und motorischen Entwicklung hervorgehoben. Das neue Schulgebäude, das im Zillerstall gebaut wird, wird auf die Bedürfnisse des neuen Förderschwerpunktes ausgerichtet. Lehle freut sich auf die neuen Fachräume für die Betreuung der Kinder. Als besonders wichtig hatte sie gegenüber der GZ den Snoezelen-Raum, die Psychomotorik-Räume und Bewegungsbildungs-Räume hervorgehoben. Wie berichtet, hatte der Kreistag den Neubau beschlossen, da die bauliche Substanz der heutigen Schule am Tegelberg der sonderpädagogischen Förderung nicht mehr gerecht werde. Eine nachhaltige Entwicklung sei so nicht mehr möglich.

In Deggingen schon heute Realität

KMENT ist aber nicht nur ein Bildungsangebot für die Zukunft in der neuen 30-Millionen-Euro-teuren Bodelschwingh-Schule, die im Spätsommer 2026 fertiggestellt sein soll. Denn Mädchen und Jungen werden im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung bereits seit dem Schuljahr 2023/2024 unterrichtet im Interim in Deggingen, dies in Kooperation mit der Bodelschwingh-Schule in Göppingen. Nun heißt es in der aktuellen Pressemitteilung: "Zunächst bot der Standort Deggingen Raum für jeweils eine Klasse aus Geislingen sowie eine Klasse aus Göppingen, welche eng miteinander kooperierten. Durch die weiterhin bestehende kollegiale Zusammenarbeit mit der Bodelschwingh-Schule Göppingen kann ein guter Übergang für die Schülerinnen und Schüler gewährleistet werden." Die Schule in Deggingen ist räumlich und personell so ausgestattet, um beide Förderschwerpunkte zu verwirklichen. Unabhängig vom Neubau in Geislingen "bleibt der Standort in Deggingen auch erhalten", sagt Karin Hoffmann vom Amt für Schulen und Bildung im Gespräch mit der GZ.

Wohnortnahes Bildungsangebot

Die Bildungsangebote sollen sich sich an den individuellen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler orientieren. So wolle man die persönlichen Potenziale der Kinder und Jugendlichen entfalten, damit sie möglichst selbstständig, unabhängig und selbstbestimmt sein können. Für Familien von Kindern mit körperlich-motorischen Beeinträchtigungen im Einzugsgebiet der Bodelschwingh-Schule in Geislingen ermögliche der neu eingerichtete Förderschwerpunkt ein wohnortnahes Bildungsangebot, heißt es in der Pressemitteilung. Die Erweiterung trage zum Ausbau der Bildungslandschaft in der Region Geislingen und im Oberen Filstal bei und eröffne den Kindern und ihren Familien neue wohnortnahe Möglichkeiten.

Blick auf die große Baugrube des Neubaus der Bodelschwingh-Schule in Geislingen.

Blick auf die große Baugrube des Neubaus der Bodelschwingh-Schule in Geislingen.

Rainer Lauschke