Betrugsversuche im Raum Geislingen
: Mobilfunkladen warnt vor Drückerkolonne

Eine Drückerkolonne bringt Menschen im Raum Geislingen dazu, Verträge an der Haustür abzuschließen – dabei glauben die, dass ihr Kabelanschluss angeblich im Auftrag von Vodafone geprüft wird.
Von
Rebecca Hummler
Geislingen
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Das kann schnell ins Geld gehen; falsch unterschriebene Verträge, die Betroffenen an der Haustür untergejubelt werden (Symbolbild).

Christin Klose/dpa

In Geislingen, Deggingen und Amstetten sind offenbar Drückerkolonnen unterwegs, die vorgeben, Kabelanschlüsse von Vodafone-Kunden prüfen zu wollen. Dies berichtet der Geislinger Vodafone-Shop auf Facebook und warnt vor den Betrügern.

Denn in dem Shop in Geislingen seien in den vergangenen Wochen immer wieder Personen mit Verträgen aufgetaucht, die diese gar nicht haben wollten, wie die GZ auf Nachfrage erfahren hat.

Die Kolonne zeige Zettel zur Terminvereinbarung vor, um die Kabelanschlüsse in den Häusern zu prüfen. Diese sollen die Betroffenen auf einem Tablet unterschreiben. Der Mobilfunkladen erklärt weiter: „Dadurch kam dann aber ein neuer Vertrag zustande, von dem die Bewohner natürlich nichts wussten.“ Diese Vorgehensweise werde von Vodafone nicht unterstützt.

Vodafone Shop: Widerrufsfrist beachten

Was können Betroffene tun? Auf GZ-Anfrage heißt es vonseiten des Vodafone-Shops, es sei zunächst wichtig zu prüfen, was man unterschreibt. Man könne sich auch im Laden vorab beraten lassen. Der Vodafone-Shop könne keine Reklamationen bearbeiten, aber bei der Widerrufsfrist weiterhelfen und die Beschwerde an Vodafone weiterleiten. In diesen Fällen schaue man sich an, was vereinbart worden ist und wie hoch die tatsächlichen Kosten sind. Wichtig sei, schnell zu reagieren und die Widerrufsfrist von 14 Tagen einzuhalten.

In den vergangenen Tagen habe es mehrere Betroffene gegeben. Seit Anfang des Jahres hätten immer wieder Betroffene den Geislinger Vodafone-Shop aufgesucht, denen man nicht mehr hätte weiterhelfen können, da besagte Frist bereits verstrichen gewesen war. In diesem Fall müssten die Betroffenen sich bei der Hotline des entsprechenden Anbieters melden.