Vorfall am Bahnhof Gingen
: Kinder bauen Schneemann auf Gleisen

Ein Zugführer hat am Donnerstagabend in Gingen eine Schnellbremsung eingeleitet, weil er ein Hindernis überfahren hatte. Kurz darauf stellte die Polizei fest: Es handelte sich um einen Schneemann.
Von
Ruben Wolff
Gingen
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Regionalexpress an Bahnübergang: ARCHIV - 03.05.2011, Brandenburg, Jacobsdorf: Ein Zug fährt an einem geschlossenem Bahnübergang vorbei. (zu dpa: «Mann überquert Bahnübergang: Regionalverkehr beeinträchtigt») Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Kinder spielten am Dienstag ein lebensgefährliches Spiel in Gingen (Symbolfoto).

Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
  • Zugführer in Gingen bremst wegen eines Schneemanns, gebaut von Kindern auf Gleisen.
  • Polizei sucht Zeugen, die Kinder beim Bau des Schneemanns gesehen haben.
  • Gleisabschnitt war während der Ermittlungen gesperrt, Zug blieb unbeschädigt.
  • Polizei warnt vor lebensgefährlichen Aufenthalten im Gleisbereich.
  • Ermittlungen wegen gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr laufen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nachdem der Zugführer beim Bahnhof in Gingen die Schnellbremsung eingeleitet hatte, rief er gegen 21.15 Uhr die Bundespolizei-Inspektion in Stuttgart an. Kurz darauf entdeckten die Beamten der Bundes- und Landespolizei große Schneekugeln, die rund um die Gleise lagen.

Polizei sucht Zeugen, der Kinder gesehen haben soll

Die Polizei hat später über Umwege erfahren, dass es einen Zeugen geben soll, der gesehen hat, dass Kinder auf den Gleisen einen Schneemann gebaut hatten. Direkten Kontakt gab es zu dem Zeugen aber bislang keinen, wie ein Polizeisprecher auf GZ-Nachfrage berichtet. Die Beamten erhoffen sich, dass sich dieser Zeuge - oder auch mögliche andere - umgehend melden, Telefon (0711) 870 350. Bislang ist unklar, um wie viel Kinder es sich handelte oder was für Kleidung sie trugen. Fest steht: Als die Polizei am Tatort angekommen war, fehlte von ihnen jede Spur.

Keine Schäden am Zug

Durch den Aufprall kam es zu keinem Schaden an dem Zug, doch während die Polizei ihre Arbeit verrichtete, musste der Gleisabschnitt für den Bahnverkehr gesperrt werden. Die Bundespolizeiinspektion ermittelt wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Kinder befanden sich in Lebensgefahr

In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Züge nähern sich fast lautlos und werden je nach Windrichtung sehr spät gesehen.