B10 zwischen Geislingen und Amstetten
: Radweg kann die nächsten fünf Wochen wieder befahren werden

Die Sanierung der B10 schreitet voran. In diesem Zuge wird der Radweg zwischen der Straubmühle und der Einmündung der Kreisstraße wieder freigegeben - vorübergehend.
Von
Ruben Wolff
Geislingen/Amstetten
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Ein Stück des neuen Radwegs ist steiler als die Bergankunft Alpe d‘Huez der Tour der France. Doch alle anderen möglichen Trassen hätten zu starken Eingriffen in die Landschaft geführt, so die Verantwortlichen.  

Steiler Radweg Geislingen-Amstetten

Radfahrer dürfen zwischen der Straubmühle und der Einmündung der Kreistraße wieder unterwegs sein - allerdings müssen sie an einer Stelle schieben (Archivfoto).

Markus Sontheimer
  • B10-Sanierung läuft: Der Radweg Straubmühle–Einmündung K1440 ist vorübergehend offen.
  • Freigabe gilt fünf Wochen, doch im provisorischen Tunnel ist nur Schieben erlaubt.
  • Gründe: Stützmauer wurde mit rund 150 Ankern gesichert und mit Spritzbeton versehen.
  • Oberhalb entsteht die Stützkonstruktion – Randbalken auf Mikropfähle wird betoniert.
  • Danach folgt eine erneute Sperrung: zweite Spritzbetonschicht, Entwässerung und Sickerung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit dem 7. April laufen bereits die Sanierungsarbeiten auf der Geislinger Steige. Verantwortlich ist dafür das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS), im Blickpunkt steht derzeit der zweite Bauabschnitt. Wie berichtet, investiert der Bund dafür 8,7 Millionen Euro. Mittlerweile sind die Vorarbeiten, die zur Sicherung der Stützmauer des unterhalb der Fahrbahn verlaufenden Radweges nötig sind, abgeschlossen.

Wie das RPS jetzt in einer Pressemitteilung verkündet, ist deswegen der Radweg zwischen der Straubmühle und der Einmündung der K1440 in Richtung Wittingen wieder für den Verkehr freigegeben - wenn auch nur vorübergehend. Insgesamt darf man dort die nächsten fünf Wochen lang fahren. „Die marode Natursteinmauer wurde mit knapp 150 Ankern auf der Bergseite 4,60 Meter tief in den Felsen verankert. Zum Schutz gegen oberflächliche Ausbrüche und herabfallende Steine wurde auf der Vorderseite der Mauer eine erste Spritzbetonschicht aufgetragen“, berichtet das RPS.

Im Tunnel darf man das Rad nur schieben

Oberhalb des Radwegs werde derzeit die Stützkonstruktion hergestellt, mit der die neue Fahrbahn gesichert werden soll. Dafür betoniere man einen Randbalken, der auf Mikropfähle gesetzt werde. Während dieser Arbeiten könne deswegen der Radweg vorübergehend freigegeben werden. Dazu erklärt das RPS außerdem, dass im betroffenen Abschnitt ein provisorischer Tunnel aus Gerüstteilen aufgebaut worden sei, um die Fahrer und Fahrerinnen vor möglichen herabfallenden Teilen zu schützen. Was dabei noch zu bedenken ist: „Aus Sicherheitsgründen dürfen die Radfahrerinnen und Radfahrer den zirka 150 Meter langen Schutztunnel nur schiebend passieren.“ Wenn die Konstruktion hergestellt ist, mit der die Fahrbahn oberhalb des Radwegs geschützt wird, müsse dieser erneut gesperrt werden. Die dafür nötigen Arbeiten zur Sicherung der Natursteinwand könnten nur von dort aus durchgeführt werden.

Knapp 100 Entwässerungsröhrchen

Um die Stabilität der Natursteinmauer zu wahren, sei eine sogenannte zweite Bewehrungslage mit einer zweiten Spritzbetonschicht notwendig. Gleichzeitig soll die Verbindung zur oben liegenden Stützkonstruktion hergestellt werden. „Um Wasserdruck hinter der Spritzbetonschale zu vermeiden, werden knapp 100 Entwässerungsröhrchen in die Schale eingebohrt. Abschließend wird unter der Wand eine Sickerung im Bankett des Radweges eingebaut, sodass das anfallende Sickerwasser schadlos abgeführt wird“, informiert das RPS abschließend.