B10 Geislingen
: Nächste Etappe für den Weiterbau erreicht

Das Land hat die Entwurfsunterlagen zum Weiterbau der B10 zwischen Gingen-Ost und Geislingen-Ost genehmigt. Nun hofft man in Geislingen und im Oberen Filstal, dass der Gesehenvermerk bald kommt, dieser ist wichtig für die weitere Planung. Das Land macht jetzt Hoffnung.
Von
Ruben Wolff
Geislingen/Gingen
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Der Übergang der B10 alt in die B10 neu bei Gingen.

Der Übergang der B10 alt in die B10 neu bei Gingen.

Markus Sontheimer
  • Genehmigung der Entwurfsunterlagen zum Weiterbau der B10 zwischen Gingen-Ost und Geislingen-Ost.
  • Gesehenvermerk im Frühjahr erwartet, wichtig für weitere Planung und haushaltsrechtliche Genehmigung.
  • Neubau soll acht Kilometer lang sein, geschätzte Kosten: 374 Millionen Euro.
  • Verkehrsminister Hermann betont Entlastung für Geislingen und Kuchen durch Neubau.
  • Baubeginn noch unklar, umweltfachliche Untersuchungen notwendig.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit vielen Jahren hoffen die Menschen in Geislingen und im Oberen Filstal auf den Gesehenvermerk zum Neubau der B10 zwischen Geislingen-Ost und Gingen-Ost. Kommen könnte er offenbar im Frühjahr, wie das Landesverkehrsministerium am heutigen Montag, 20. Januar, mitteilt. Der Gesehenvermerk ist deswegen so wichtig, weil er die Voraussetzung für die weiteren Planungsschritte und das Planfeststellungsverfahren ist. Bei diesem handelt es sich um die haushaltsrechtliche Genehmigung des Bundes.

Schon im November wurde bekannt, dass Unterlagen fertig sind

Ein nächster Schritt dorthin ist gemacht, denn das Land hat inzwischen die Entwurfsunterlagen zum B10-Neubau genehmigt und diese dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) vorgelegt. Bereits im November hatte die GZ berichtet, dass die Entwürfe fertig sind und dass das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) diese dem Land übergeben hatte. Der Geislinger Peter Maichle, der bereits seit Jahrzehnten mit der Bürgeraktion B10 neu dafür kämpft, hatte dies Ende November als einen "entscheidenden Tag" bezeichnet. Bekanntermaßen wird über den Bau der Straße bereits seit den 1950er Jahren nachgedacht.

In der Pressemitteilung wird Verkehrsminister Winfried Hermann mit den Worten zitiert: „Die Erhaltung und Sanierung bestehender Straßen und Brücken haben für das Land die höchste Priorität. Doch auch die Umsetzung einzelner weniger wichtiger Straßenneubauvorhaben – wie die B10 zwischen Gingen und Geislingen – behalten wir weiter im Blick. Die Ortslagen von Geislingen und Kuchen sind sehr stark vom Durchgangsverkehr belastet." Mit dem Neubau sollen diese deutlich entlastet werden, ein Umstand, auf den viele Menschen im Kreis Göppingen hoffen und deswegen auch schon so lange auf den Weiterbau drängen.

Wann kommt der Baubeginn?

Voraussagen über den Baubeginn trifft das Landesverkehrsministerium in der Pressemitteilung aber noch nicht. Die Neubaustrecke soll eine Länge von rund acht Kilometern haben, die Kosten werden derzeit auf 374 Millionen Euro geschätzt. Die Entwurfsunterlagen seien umfangreich, teilt das Land mit, und seien vom Regierungspräsidium Stuttgart in enger Abstimmung mit dem Landesverkehrsministerium aufgestellt worden. Bedacht würden dabei auch umweltfachliche Untersuchungen. Diese seien aufgrund des naturschutzfachlich äußerst anspruchsvollen Planungsgebietes notwendig.