Albwerk Geislingen: Unternehmen ist „robust und zukunftsfähig“

Eine Eigenkapitalquote von 44 Prozent, ein Konzernjahresüberschuss von 18,8 Millionen Euro und eine Dividende in Höhe von 12 Prozent – das sind Zahlen, die bei der Generalversammlung des Albwerks in der Geislinger Jahnhalle präsentiert wurden.
Albwerk- Albwerk erzielt 2024 einen Jahresüberschuss von 18,8 Mio. Euro und schüttet 12 % Dividende aus.
- Windkraft-Ausbau geplant: bis zu 330 MW auf der Schwäbischen Alb, u. a. Projekte in Drackenstein.
- 2024 erzeugten 10.240 Anlagen 330,9 Mio. kWh Strom, 83 % des Bedarfs regional gedeckt.
- Investitionen von 14 Mio. Euro in Netzausbau 2024; für 2025 sind 25 Mio. Euro geplant.
- AEW erhöht Aktienanteil an EGT AG auf 62,3 % und stärkt regionale Wettbewerbsfähigkeit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Exakt 191 Mitglieder haben jüngst die Generalversammlung des Alb-Elektrizitätswerks (AEW) in der Geislinger Jahnhalle in Geislingen besucht. Wie das AEW berichtet, trugen dabei die beiden Albwerk-Vorsitzenden, Jens Buchholz und Ralf Wuchenauer, den Verlauf des Geschäftsjahres 2024 und den Jahresabschluss vor.
Vorstandsvorsitzende sprechen von „stabilem operativem Ergebnis“
Demnach erweise sich das Albwerk dank seiner breiten Aufstellung „als robust und zukunftsfähig“, berichtete Buchholz. Mehr als 20 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften an verschiedenen Standorten in Baden-Württemberg würden die regionale Präsenz erhöhen und ermöglichten es, flexibel auf Veränderungen im Energiemarkt zu reagieren. Das zeige sich auch im stabilen operativen Ergebnis des Albwerk-Konzerns. Das Albwerk sei nicht nur wirtschaftlich stabil aufgestellt, sondern mit rund 340 Mitarbeitenden allein im Raum Geislingen auch ein bedeutender Arbeitgeber und ein wichtiger Motor für die regionale Wirtschaftskraft.
Um unter den zunehmend komplexer, dynamischer und unsicherer werdenden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als Unternehmensgruppe zukunftsfähig zu bleiben, sei stetige Weiterentwicklung von innen heraus erforderlich, so Buchholz. Die Albwerk-Gruppe verfolge daher konsequent das Ziel, ihre Kräfte zu bündeln und über Gesellschaftsgrenzen hinweg enger zusammenzuarbeiten.
Ein bedeutender Meilenstein sei laut Buchholz 2024 die Erhöhung der Aktienbeteiligung an der EGT AG von 33,3 auf 62,3 Prozent gewesen. Dieser Schritt habe den Weg für tiefergehende Synergien geebnet und die gemeinsame Wettbewerbsfähigkeit gestärkt. Mit Blick auf die kommenden Jahre gelte es nun, die vorhandenen Potenziale entlang der Wertschöpfungskette noch intensiver zu heben.
Im Mittelpunkt der Weiterentwicklung stünden abgestimmte Prozesse, geteilter Wissensaufbau und vernetztes Denken. So sollen künftig die gemeinsame Beschaffung von Energie und Dienstleistungen, abgestimmte IT-Systeme sowie Arbeiten über Gesellschaftsgrenzen hinweg die Wettbewerbsfähigkeit stärken und langfristig Arbeitsplätze in der Region sichern.
Windkraft gewinnt an Fahrt
Diese strategische Ausrichtung bilde das stabile Fundament, um die Herausforderungen der Energiewende entschlossen zu meistern, erklärte Vorstandsmitglied Ralf Wuchenauer im Anschluss. „Die konkrete Umsetzung der Energiewende vor Ort erfordert regionale Stärke – durch den Ausbau neuer Erzeugungsanlagen und leistungsfähige Netze.“ Dass die Energiewende in der Region vorangehe, zeigen die Zahlen: 2024 produzierten 10.240 Erzeugungsanlagen im Albwerk-Verteilnetz insgesamt 330,9 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom. Hinzu kommen 110 Millionen kWh von 25 Windkraftanlagen, die direkt in das Hochspannungsnetz einspeisen. Das entspricht rechnerisch über 83 Prozent des Bedarfs; deutschlandweit lag die Quote im vergangenen Jahr bei nur 55 Prozent.
Ein Schwerpunkt liegt aktuell auf dem Ausbau der Windenergie, berichtete Wuchenauer. Das Albwerk plant, sich an mehreren Standorten auf der Schwäbischen Alb zu engagieren – mit einem Zubaupotenzial von bis zu 330 Megawatt (MW). Konkrete Projekte sind bereits in Arbeit: Im Windpark Drackenstein sollen zwei weitere Windkraftanlagen entstehen, in Schnittlingen sind zwei bis drei moderne Anlagen mit je 7 MW in Planung und bei Schalkstetten könnten bis zu zehn neue Windräder gebaut werden.
Der Fortschritt der Energiewende in der Region sei auch den umfangreichen Investitionen des Albwerks in die Netzinfrastruktur geschuldet, resümierte Wuchenauer. Allein 2024 flossen über 14 Millionen Euro in Netzausbau und -verstärkung. Für das kommende Jahr sind Investitionen in Höhe von rund 25 Millionen Euro geplant.
Die Bilanz des Albwerk-Konzerns weist für 2024 eine Bilanzsumme von 469,3 Millionen Euro aus. Der Anteil des Eigenkapitals liegt bei 44 Prozent der Bilanzsumme. Insgesamt erwirtschaftete der Albwerk-Konzern Umsatzerlöse von 606,4 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern liegt bei 25,9 Millionen Euro. Der Konzernjahresüberschuss beträgt 18,8 Millionen Euro. An die Mitglieder der Genossenschaft wird eine Dividende von 12 Prozent ausgeschüttet.
Personalwechsel im Aufsichtsrat
Im Rahmen der Generalversammlung bestätigten die AEW-Mitglieder Matthias Nägele als auch Martin Stölzle im Amt. Zusätzlich wurden Christoph Jung, Bürgermeister von Nellingen, und Ignazio Ceffalia, Oberbürgermeister von Geislingen, in den Aufsichtsrat gewählt.

