A8 Ausbau
: Zorn und Frust wegen drohenden Verzögerungen beim neuen Albaufstieg

Die Finanzlücke hat womöglich gravierende Folgen für den neuen Albaufstieg zwischen Mühlhausen und Hohenstadt. Als Reaktion haben mehrere Gemeinden eine Online-Petition gestartet.
Von
GZ
Mühlhausen
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Autobahn A 8 - Auffahrt Mühlhausen, Fahrtrichtung München

Rund 900 Millionen Euro soll der neue Albaufstieg kosten. Planfeststellungsbeschluss und Baurecht sind vorhanden.

Markus Sontheimer
  • Finanzlücke gefährdet A8-Ausbau zwischen Mühlhausen und Hohenstadt – Kosten: ca. 900 Mio. Euro.
  • Rechtsgültiges Baurecht seit 2025, doch Streit um Finanzierung blockiert Fortschritt.
  • Region klagt über Staus, wirtschaftliche Schäden und hohe Belastung für Anwohner.
  • Gemeinden starten Online-Petition für sofortigen Ausbau – www.onlinepetition.de/zmnhs.
  • Gemeindeverwaltungsverband „Oberes Filstal“ setzt sich geschlossen für das Projekt ein.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Herbst 2027 sollten die Bagger anrollen. Zum Ausbau der A8 zwischen Mühlhausen und Hohenstadt. Doch ein milliardenschweres Finanzloch, das das Bundesverkehrsministerium kürzlich verkündet hat, könnte das Vorhaben gefährden. Die Gemeindeverwaltung Mühlhausen hat nun darauf reagiert.

Die Bundesautobahn A8 zwischen Karlsruhe und Salzburg ist die zentrale West-Ost-Achse für Güter- und Reiseverkehr, teilt die Gemeindeverwaltung mit. Doch der Abschnitt zwischen Mühlhausen und Hohenstadt, der sogenannte Albaufstieg, bleibe seit Jahrzehnten ein unerträgliches Nadelöhr. Ständige Staus, erhebliche Verzögerungen und die daraus resultierenden, massiven wirtschaftlichen Schäden sowie die enorme Belastung für die Bürgerschaft und die Anliegerkommunen seien eine tägliche Realität.

Der Verwaltung zufolge handelt es sich nicht um ein kurzfristiges Problem. Sondern um die Erneuerung des Albaufstiegs, der seit Jahrzehnten geplant wird. Nach unzähligen Sondierungen und Planungen liege seit Anfang 2025 endlich das rechtsgültige Baurecht vor. Das sei ein Erfolg der Beharrlichkeit, der Hoffnung machte, dass die jahrelange Hängepartie ein Ende hat.

Stillstand trotz Baurecht

Die aktuelle Situation: Stillstand trotz Baurecht. Umso zorniger und enttäuschter müsse die Verwaltung zur Kenntnis nehmen, dass, obwohl der Bund als Straßenbauträger die erforderlichen Finanzmittel zur Verfügung stellen müsste, ein Streit um die Finanzierung zwischen den Regierungsparteien auf Bundesebene entbrannt ist.

Die Menschen in der Region dürfen nicht länger hingehalten werden, betont die Mühlhäuser Verwaltung. Der Albaufstieg sei kein „Nice-to-have“-Projekt, sondern eine überfällige Notwendigkeit für die Leistungsfähigkeit, die Sicherheit und die Entlastung einer der wichtigsten Verkehrsachsen Europas. Das Baurecht ist erteilt – jetzt müsse der Bund seiner Verantwortung gerecht werden und Baugeld bereitstellen.

Online-Petition gestartet

Damit stehe die Gemeinde Mühlhausen im Täle nicht alleine. Gemeinsam mit den betroffenen Kommunen aus der Raumschaft sei sie auf vielen Ebenen aktiv, werde sich so gemeinschaftlich Gehör verschaffen. Die Zeit der Geduld sei vorbei. Die Verwaltung wisse auch die Bürgerschaft hinter sich und werde auch weiterhin auf sich aufmerksam machen.

Die Bürgermeister des Gemeindeverwaltungsverbandes „Oberes Filstal“ haben eine Online-Petition gestartet. Damit wollen sie laut Mitteilung ihrer Forderung nach einem unverzüglichen Ausbau Nachdruck verleihen. Wer daran teilnehmen möchte, kann dies unter www.onlinepetition.de/zmnhs. Dem Gemeindeverwaltungsverband „Oberes Filstal“ gehören die Stadt Wiesensteig sowie die Gemeinden Gruibingen, Hohenstadt, Drackenstein und Mühlhausen im Täle an.