Albaufstieg: Bündnis ruft zu schnellerem A8-Ausbau auf

Wenn auf dem A8-Albaufstieg – das Foto zeigt den Drackensteiner Hang – der Verkehr stockt oder die Autobahn gar gesperrt ist, rollt der Ausweich- und Umleitungsverkehr durch die umliegenden Kommunen.
Marijan Murat/dpa- Bürgerbündnis fordert schnellen Ausbau der A8 am Albaufstieg; Kundgebung am 23.11. in Gruibingen.
- Mit dabei: Landtagsabgeordnete Nicole Razavi (CDU) und Bundestagsabgeordneter Hermann Färber (CDU).
- Initiatoren warnen vor Verzögerung und möglichem Scheitern des Projekts.
- Sechsspuriger Ausbau soll Staus und Verkehrsbelastung mindern.
- Ziele: Planfeststellungsbeschluss und Finanzierung sichern.
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„Die Zeit drängt – wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir für einen schnellen Ausbau der A8 am Albaufstieg sind“, erläutern die Organisatoren der Kundgebung „A8-Ausbau jetzt!“ in einer Pressemitteilung. Deshalb fordern sie zu einer öffentliche Kundgebung am Samstag (23.11.) ab 11 Uhr vor dem Gruibinger Rathaus auf. Mit dabei seien neben den Vertreterinnen und Vertretern der besonders betroffenen Kommunen Gruibingen und Wiesensteig auch die Landtagsabgeordnete Nicole Razavi (CDU) und der Bundestagsabgeordnete Hermann Färber (CDU) sein. Initiatoren sind Dieter Braun, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Wiesensteig, die Wiesensteiger Stadträtin Renate Rothfuß und der Gruibinger Gemeinderat Hans-Dieter Bötzel.
Die Zeit dränge für einen schnellen Ausbau, denn wie bei einer Informationsveranstaltung im August erläutert, drohen Ende des Jahres Umweltgutachten zu verfallen, so die Pressemitteilung weiter. Dies würde nicht nur eine weitere Verzögerung bedeuten, sondern schlimmstenfalls sogar das Scheitern des Vorhabens, denn der aktuelle Bundesverkehrswegeplan gelte nur bis 2030. Ob dann noch ausreichend Finanzmittel des Bundes zur Verfügung stünden, sei fraglich.
Initiatoren sind Dauerbelastung leid
„Wir brauchen endlich den Planfeststellungsbeschluss“, verdeutlichen die Initiatoren. „Mehr als 30 Jahre Planung müssen endlich einen Abschluss finden“, fordern sie. Sie seien die Dauerbelastung durch Verkehr, Lärm und Umweltbelastung leid: „Die unzumutbare und weiter steigende Verkehrsbelastung mit prognostizierten rund 80.000 Fahrzeugen pro Tag, davon 30 Prozent Schwerlastverkehr, schränkt unsere Lebensqualität mehr als ein.“ Staus, Ausweichverkehr und verstopfte Straßen gehörten zum Alltag für die Anwohner und beeinflussten die Kommunen negativ. „Damit muss Schluss sein, wir brauchen eine Perspektive! Wir wollen nicht mehr länger Fremden gegenüber erklären, dass wir von dort kommen, wo immer Stau ist.“ Der sechsspurige Bau der geplanten Neubautrasse habe überregionale Bedeutung und sei das letzte Nadelöhr zwischen München und Stuttgart, das es zu schließen gelte.
„Die Planung muss abgeschlossen werden, damit das Regierungspräsidium Stuttgart genehmigen und die Finanzierung zügig geklärt werden kann“, fordern die Initiatoren in der Pressemitteilung. Ziel der Kundgebung in Gruibingen sei es, ein gemeinsames Zeichen für den Ausbau der A8 und einen schnellen Abschluss der Planung zu setzen. Zugleich solle die Kundgebung Landrat Edgar Wolff und den Bürgermeistern der A8-Anliegerkommunen Rückenwind für ihren kommende Woche anstehenden Termin beim Regierungspräsidium geben.
