A8-Albaufstieg bei Mühlhausen: Flächen an der Autobahn werden zu Streuobstwiesen

Von links sind Detlev Heinzmann (ObstArche), August Kottmann (ObstArche), Jürgen Böhringer (ObstArche), Christine Baur-Fewson (Autobahn GmbH) und Richard Rau (Autobahn GmbH) zu sehen.
Autobahn GmbH Niederlassung Südwest- An der A8 bei Mühlhausen entstehen 4,4 Hektar Streuobstwiesen.
- 1000 Obstbäume, davon 750 seltene Sorten, werden gepflanzt.
- Kooperation zwischen Autobahn GmbH und Die Schwäbische ObstArche.
- Alter A8-Radweg wird mit Obstbäumen gesäumt.
- Projekt fördert Landschafts- und Umweltschutz.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Zusammenhang mit dem A8-Albaufstieg bei Mühlhausen und Hohenstadt wird es auch Streuobstwiesen geben. Wie die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest mitteilt, entstehen auf der Gemarkung Gruibingen auf neun autobahneigenen Flächen rund 4,4 Hektar Streuobstwiesen. Diese seien seit jeher landschaftsprägend für die Region.
Grundlage für das ökologische Projekt ist laut Mitteilung die gesetzliche Vorgabe, Ausgleiche für die beim Bau erforderlichen Eingriffe in Natur und Landschaft zu schaffen. Ermöglicht wurde das Vorhaben durch die Kooperation der Autobahn GmbH Niederlassung Südwest mit der Interessengemeinschaft Die Schwäbische ObstArche Fils-Alb.
Rund 1000 Obstbäume vorgesehen
Als Teil der Albaufstieg-Ausgleichsmaßnahmen werden nach Angaben der Autobahn GmbH insgesamt 1000 Obstbäume gepflanzt. Knapp 400 seien bereits gepflanzt, 600 weitere sollen in den kommenden Jahren folgen. Auf der alten A8-Aichelberg-Trasse unterhalb des Boßlers entsteht ein Teil des Europäischen Fernradweges. Dort soll in Zukunft eine Halb-Allee aus Obstbäumen den Radweg säumen. Er wird einmal in den neuen Landesradweg übergehen, der auf der alten A8-Richtungsfahrbahn hinab nach Stuttgart geplant ist - so schließt sich der Kreis, heißt es in der Mitteilung weiter.
Christine Baur-Fewson, Direktorin der Autobahn GmbH Niederlassung Südwest, sagt, dass die Organisation immer bestrebt sei, „die bestmögliche Vereinbarung von Verkehr, Landschafts- und Umweltschutz zu finden. Diese Ausgleichsmaßnahme zeigt, dass das mit außergewöhnlichen Projekten hervorragend gelingen kann“. Jürgen Böhringer, der Initiator der Interessengemeinschaft „Die Schwäbische ObstArche Fils-Alb“, berichtet, dass durch die Kooperation uns ermöglicht, auf Ausgleichsflächen rund 1000 Bäume mit etwa 750 alten und seltenen Obstsorten anzupflanzen.“
Weitere Infos zur Kooperation und zur Interessengemeinschaft
Das Vorhaben wird durch die Kooperation der Autobahn GmbH Niederlassung Südwest mit der Interessengemeinschaft Die Schwäbische ObstArche Fils-Alb möglich. Diese setzt sich für den Erhalt und die Förderung des einzigartigen Öko- und Wirtschaftssystems „Streuobstwiese“ ein. Dafür werden verschiedenste Apfel-, Birnen- und Steinobstsorten in der eigenen Baumschule aufgezogen. 750 unterschiedliche, überwiegend historische und seltene Obstsorten werden entlang der Autobahn ihren Standort finden. Der Luikenapfel, im 19. Jahrhundert im Württembergischen die vorrangige Sorte, hat dabei einen besonderen Stellenwert.
Die Interessengemeinschaft Obstarche, die noch in diesem Jahr in eine Stiftung überführt werden soll, legt laut Mitteilung nicht nur Wert auf den Erhalt der Obstsortenvielfalt, sondern auch auf die Vermarktung von Streuobstprodukten. Die Arbeiten auf den Obstwiesen werden mit derzeit rund 30 ehrenamtlichen Helfern jeden Alters und verschiedenster Herkunft als sozial-integratives Projekt organisiert.

