Weihnachten in Gaildorf: Wunschbaumaktion startet wieder

Der Wunschbaum steht während des Weihnachtsmarktes am Samstag im Treff des evangelischen Jugendwerks neben der Stadtkirche. Dort konnten die ersten Wünsche abgehängt werden. Ab dem 2. Dezember steht er im City-Kiosk in der Karlstraße.
privat- Wunschbaumaktion in Gaildorf und Obersontheim startet wieder am 2. Dezember.
- Bedürftige äußern Wünsche, die anonym an Bäumen hängen, z.B. Kleidung, Spielsachen, Gutscheine.
- Geschenke werden bis 13. Dezember gesammelt, Ausgabe am 19. Dezember (Gaildorf) und 17. Dezember (Obersontheim).
- Geldspenden sind erwünscht, um unerfüllte Kinderwünsche zu realisieren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bunte Kugeln statt gelber „Fähnchen“ – der Gaildorfer Wunschbaum von evangelischem Jugendwerk und Diakonieverband Schwäbisch Hall hat sich ein „upgrade“ verpasst. Am Wochenende kann man sich auf den Weihnachtsmärkten in Obersontheim und Gaildorf die ersten Wünsche vom Baum „pflücken“. Ab dem 2. Dezember und bis zum 13. Dezember in Gaildorf stehen der Baum im „City-Kiosk“ in der Karlstraße. Ein weiterer Baum ist im gleichen Zeitraum im Rathaus-Foyer in Obersontheim zu finden.
Rund 60 Wünsche hängen am Obersontheimer Baum, am Gaildorfer rund 260. Wünsche äußern durften bedürftige Menschen aus dem Limpurger Land sowie aus dem Bühler- und Fischachtal. Es sind Familien mit kleinem Einkommen, Rentnerinnen und Rentner, Arbeitslose und Flüchtlinge. Viele kaufen im „Treffpunkt Kauf und Rat“ ein, viele sind Klienten der Sozialarbeiterinnen des Diakonieverbandes. Wie schon im vergangenen Jahr durfte jedes Kind bis 18 Jahre einen ganz persönlichen Wunsch notieren, bei den Erwachsenen jeder Haushalt gemeinsam. Diese Wünsche wurden anonymisiert auf die Kugeln gedruckt und hängen nun an den beiden Bäumen. Auch in Blaufelden, Crailsheim und Schwäbisch Hall findet diese Aktion in Zusammenarbeit von Diakonieverband und den örtlichen Jugendwerken statt.
Geld ist in vielen Haushalten knapp
Dass das Geld knapp ist und Weihnachten deutlich schmaler ausfällt, ist leider in vielen Haushalten im Limpurger Land Realität, so die Veranstalter. Gerade für Menschen mit kleinem Einkommen oder einer kleinen Rente, und für Menschen, die Sozialleistungen beziehen, ist Weihnachten eine schwierige Zeit. Die Wunschbaumaktion von Jugendwerk und Diakonieverband soll Freude bringen: bei den Beschenkten sowieso, aber auch bei den Menschen, die jedes Jahr viel Liebe ins Besorgen und Verpacken der Geschenke stecken.
Barbiepuppe und ferngesteuertes Auto, Malsachen und ein Basketball, und ganz oft einfach der Wunsch nach „etwas zum Anziehen“ oder warmen Winterschuhen – gerade bei den Kindern ist die Bandbreite der Wünsche wieder groß. Auch der Wunsch nach einem gebrauchten Fahrrad findet sich immer wieder – ein Wunsch, den Familien mit kleinem Einkommen selbst nicht erfüllen können. Für viele Rentnerinnen und Rentner sowie Alleinerziehende ist das Geschenk vom Wunschbaum das einzige, das sie an Weihnachten bekommen. Sie wünschen sich oft praktische Dinge: ein Elektrogerät etwa, das ersetzt werden muss, ein Lebensmittelgutschein oder ein Schuh- oder Bekleidungsgutschein. Gewünscht werden aber auch die „kleinen Extras“ für die es sonst nicht reicht: einen Friseurbesuch, einen Cafébesuch, eine Kuscheldecke.
Keine gebrauchte Kleidung verschenken
Eine Bitte haben die Veranstalter: wird ein Elektro- oder Haushaltsgerät gewünscht, darf es gerne auch gebraucht sein, sollte aber auf jeden Fall sicher, funktionstüchtig und vor allem neuwertig sein. Als Faustregel sollte gelten: nur das Verschenken, was man selbst auch noch geschenkt haben möchte. Kleidung sollte auf jeden Fall neu sein. Viele der Beschenkten können sich oft das ganze Jahr über nur Second-Hand-Kleidung leisten. Deshalb freuen sie sich ganz besonders zu Weihnachten über etwas Neues. Wer nicht sicher ist, ob das Gewünschte passt, der darf gerne auch einen Gutschein dafür verschenken.
Wer jemandem einen Wunsch erfüllen möchte, nimmt je nach Budget und Vorlieben eine oder mehrere Karten vom Baum, besorgt das Geschenk und gibt es bis zum 13. Dezember im Evangelischen Jugendwerk ab. Geöffnet ist dort in dieser Zeit Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr. Am 19. Dezember ist dann große Bescherung aus dem „Weihnachtsfenster“ im Jugendwerk heraus – sozusagen „Weihnachten to go“. Damit nicht alle gleichzeitig kommen, hat jede Familie eine Abholzeit zugeteilt bekommen. In Obersontheim steht der Baum ebenfalls bis 13. Dezember, Ausgabe ist dort am Dienstag, 17. Dezember.
Auch Geldspenden sind erwünscht
Wer es nicht rechtzeitig zum Baum schafft, der darf auch gerne spenden – von diesem Geld werden vorrangig Kinderwünsche erfüllt, die zum Ende der Aktion noch am Baum hängen. Spendenkonto: IBAN: DE38 6225 0030 0005 1411 15 bei der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim, Kontoinhaber: Diakonieverband Schwäbisch Hall sowie IBAN DE20 6225 0030 0006 4040 88 bei der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim, Kontoinhaber: Evangelisches Jugendwerk Gaildorf. Stichwort jeweils: „Wunschbaum Gaildorf“. Geld, das nach Ende der Aktion noch übrig ist, fließt in die „Notsorge“ des Diakonieverbandes und kommt damit auch Menschen aus dem Limpurger Land zugute, die im Lauf des Jahres in eine finanzielle Notlage geraten.