Weihnachten Gaildorf
: „Wunschbaum 2.0“: Der Platz unterm Christbaum muss nicht leer bleiben

Kontaktlos schenken in Corona-Zeiten: Die Aktion „Wunschbaum 2.0“ von Diakonie und Jugendwerk Gaildorf hat Bedürftige und heimische Geschäfte im Blick.
Von
Petra Zott
Gaildorf
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  • Damit auch Menschen mit wenig Geld einen Weihnachtswunsch erfüllt bekommen: Unser Bild stammt von einer früheren Wunschbaumaktion in Gaildorf. Dieses Jahr wird durch die Corona-Pandemie einiges anders sein.

    Damit auch Menschen mit wenig Geld einen Weihnachtswunsch erfüllt bekommen: Unser Bild stammt von einer früheren Wunschbaumaktion in Gaildorf. Dieses Jahr wird durch die Corona-Pandemie einiges anders sein.

    Archiv/Thomas Wagner
  • Das Spendenschwein in Janas Tabaklädle steht bereit und kann ab sofort von spendenwilligen Menschen gefüllt werden. ⇥

    Das Spendenschwein in Janas Tabaklädle steht bereit und kann ab sofort von spendenwilligen Menschen gefüllt werden. ⇥

    Petra Zott
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Keine Wunschbaumaktion 2020 in Corona-Zeiten? Damit wollten sich das Evangelische Jugendwerk Gaildorf und der Diakonieverband als Veranstalter der Wunschbaumaktion für Bedürftige nicht abfinden. Ergebnis: Heuer gibt es einen „Wunschbaum 2.0“, mit dem man auch kontaktlos anderen eine Freude machen kann. Und das gleich doppelt.

Die Idee: Anstatt Geschenke zu sammeln und zu verteilen – was ja viele Menschen in Kontakt miteinander brächte –, bitten die Veranstalter in diesem Jahr um Geldspenden.

Auch den Handel unterstützen

Wer anderen etwas Gutes tun möchte, kann entweder einen Betrag überweisen oder er kann bei „Janas Tabaklädle“ einen Umschlag mit Geld ins große Spendenschwein werfen, ersatzweise beim Jugendwerk oder beim Diakonieverband in den Briefkasten. Das geht ab sofort bis zum 3. Dezember. Dann wird Kassensturz gemacht.

Bis dahin können Menschen mit wenig Geld – also zum Beispiel Familien mit geringem Einkommen, Rentner oder Arbeitslose – Wünsche äußern, die beim Diakonieverband gesammelt werden. Jeder Haushalt muss sich auf einen gemeinsamen Wunsch einigen, gewünscht werden können zum Beispiel Gutscheine für Lebensmittel, Bekleidung, einen Friseur- oder Cafébesuch, für Schreib- oder Spielwaren und vieles mehr.

Diese Gutscheine sollen so weit wie möglich bei Händlern vor Ort gekauft werden, um auch Gaildorfer Geschäftsleute in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Viele Ladenbesitzer sind froh um diese Aktion und haben bereits ihre Teilnahme signalisiert. Wie hoch dotiert die Gutscheine sind, wird von den Spenden abhängen, die für die Aktion zusammenkommen.

Mit guten Wünschen

Mit etwa 150 Wünschen von Alleinstehenden, Paaren und Familien rechnen die Veranstalter. Bis Mitte Dezember sollen die Gutscheine per Post bei den Menschen sein, so dass diese sich vor Weihnachten noch eine Freude machen können.

Damit nun die Beschenkten nicht nur den „nackten“ Gutschein erhalten, haben die Veranstalter eine weitere Idee: Sie sammeln selbst gestaltete, gemalte oder geschriebene Weihnachtskarten mit guten Wünschen, die dann den Briefen beigelegt werden können. Diese Weihnachtskarten kann man ebenfalls in Janas Tabaklädle abgeben oder beim Jugendwerk oder Diakonieverband in den Briefkasten werfen.

Die Stadt ist mit im Boot

Auch die Stadt Gaildorf unterstützt die Aktion mit einem Geldbetrag. Bürgermeister Frank Zimmermann zögerte nicht lange: „Das ist selbstverständlich. Wir freuen uns sehr, dass auch in den schwierigen Zeiten die Aktion Wunschbaum veranstaltet wird und in diesem Jahr der Platz unterm Weihnachtsbaum nicht leer bleiben muss.“ Er hoffe auf eine rege Beteiligung der Gaildorferinnen und Gaildorfer, so Rathauschef Zimmermann, „damit 2020 ein fröhliches und besinnliches Weihnachtsfest für alle stattfinden kann“.

Info

Spenden sollten mit dem Stichwort „Wunschbaum 2.0“ auf das Konto des Evangelischen Jugendwerks Gaildorf – IBAN DE20 6225 0030 0006 4040 88 – überwiesen werden. Die Spenden sind steuerlich absetzbar. Bis 100 Euro reicht der Einzahlungsbeleg, darüber gibt es auf Wunsch eine Spendenbescheinigung.