Trauriger Fund in Murrhardt
: Wildernder Hund reißt Rehe

Mehrere Rehe wurden im Murrhardter Teilort Siegelsberg getötet. Dem Jagdpächter blieb nichts anderes übrig, als die Überreste zu entsorgen. Wie können solche Vorfälle vermieden werden? Die Stadtverwaltung Murrhardt gibt Auskunft und bittet um Mithilfe.
Von
swp
Gaildorf
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Reh

Rehe sind scheu und reagieren auf Störungen in ihrem Habitat sehr sensibel.

dpa
  • In Siegelsberg bei Murrhardt riss ein wildernder Hund im Gewann Fuchsloch mehrere Rehe.
  • Der Jagdpächter entsorgte die Überreste – die Stadt meldet keinen Einzelfall.
  • Stadtverwaltung bittet um Hinweise: Polizeiposten 07192/5313 oder Stadtkämmerei 07192/213333.
  • Hauptsetzzeit im Mai und Juni: Kitze liegen im hohen Gras und sind besonders gefährdet.
  • Appell der Stadt: Hunde anleinen, auf den Wegen bleiben und Jungtiere nicht anfassen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein wildernder Hund hat in den vergangenen Wochen im Murrhardter Teilort Siegelsberg im Gewann Fuchsloch oberhalb des Neubaugebiets mehrere Rehe gerissen. Das meldet die Stadtverwaltung Murrhardt. „Dem dortigen Jagdpächter blieb letztlich nichts anderes übrig, als die traurigen Überreste zu entsorgen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Laut Stadtverwaltung Murrhardt handelt es sich dabei um keinen Einzelfall. Immer wieder komme es auf Murrhardter Gemarkung zu Rissen von wildernden Hunden. Spaziergänger und Radfahrer werden deshalb um Mithilfe gebeten. Sollte jemand einen freilaufenden Hund ohne Aufsicht sehen oder sonstige Hinweise geben können, wird gebeten, sich mit dem Polizeiposten Murrhardt unter der Telefonnummer 0 71 92 / 53 13 oder mit der Stadtkämmerei (Telefon 0 71 92 / 21 33 33) in Verbindung zu setzen. Sämtliche Auskünfte werden vertraulich behandelt.

Sensible Phase

Die Hauptsetzzeit beim Rehwild liegt in den Monaten Mai und Juni, wobei der Schwerpunkt auf der zweiten Maihälfte liegt. Die weiblichen Rehe setzen ihre Kitze meist in hohem Gras ab. Hier bedeuten umherstreunende und nicht angeleinte Hunde eine große Gefahr für Kitz und Ricke. Vielen ist nicht bewusst, wie leicht der Rehwild-Nachwuchs gefährdet wird: Oft reicht schon ein Schritt ins hohe Gras, ein frei laufender Hund oder eine kurze Fahrt mit dem Rad querfeldein. „Für die Jungtiere bedeuten solche Begegnungen Angst, Stress und im schlimmsten Fall schwere Verletzungen oder den Tod“, schreibt die Stadtverwaltung.

Deshalb wird vor allem in der Brut- und Setzzeit um besondere Rücksichtnahme gebeten. Dazu gehört sowohl, zu Fuß wie mit dem Rad auf den Wegen zu bleiben, als auch, Hunde an der Leine zu führen. Wer ein Jungtier entdeckt, sollte sich leise zurückziehen. Ein achtsamer Umgang mit der Natur beginnt bei jedem Einzelnen. Daher appelliert die Stadtverwaltung: „Bitte nehmen Sie Rücksicht und die Hunde an die Leine. Bleiben Sie auf den Wegen und fassen Sie Jungtiere nicht an.“