Schüleraustausch in Gaildorf
: „Es lebe die deutsch-französische Freundschaft“

Bereits zum 40. Mal empfängt das Schenk-von-Limpurg-Gymnasium Schüler aus Frankreich. Dabei wird eine Fremdsprache lebendig und greifbar gemacht.
Von
Jonas Krauthansl
Gaildorf/Mirebeau-sur-Bèze
Jetzt in der App anhören
Schenk-von-Limpurg-Gymnasium Gaildorf Schüleraustausch Frankreich 2025

Freudige Gesichter, aber auch ein paar Tränen gab es kurz vor der Heimreise der Franzosen nach Mirebeau-sur-Bèze bei Dijon.

Jonas Krauthansl
  • Das Schenk-von-Limpurg-Gymnasium empfängt zum 40. Mal Schüler aus Frankreich.
  • Der Austausch endete am Freitag, 16. Mai 2025, nach fünf Tagen.
  • 28 französische Schüler und ihre Gastfamilien erlebten gemeinsame Aktivitäten und Unterricht.
  • Große Unterschiede zwischen deutschen und französischen Schulen wurden bemerkt.
  • Freundschaften und ein Pärchen entstanden, Abschied war emotional.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Der Austausch hat mir sehr gefallen. Meine Gastfamilie war sehr nett. Das Essen war sehr gut“, sagt ein Schüler des Collège Arthur Rimbaud mit französischem Akzent. „Es ist eine tolle Erfahrung. Es lebe die deutsch-französische Freundschaft“, meint eine andere Schülerin zum Abschied. Vergangenen Freitag, 16. Mai 2025, endete der fünftägige Frankreichaustausch des Gaildorfer Schenk-von-Limpurg-Gymnasiums (SvLG) mit der Partnerschule aus der Gemeinde Mirebeau-sur-Bèze bei Dijon. Noch einmal kamen die 28 Austauschschüler mit ihren Gastfamilien zusammen und blickten auf die zurückliegenden Tage zurück.

Unterschiedliche Sprache und Schule

Am Montag, 12. Mai, waren die Franzosen nach der achtstündigen Busfahrt in der Schenkenstadt begrüßt geworden. Es folgten Schwarzlicht-Minigolf in Schwäbisch Gmünd, eine Führung in der Kunsthalle Würth, ein Stadtsuchspiel in Schwäbisch Hall sowie ein Tagesausflug nach Stuttgart inklusive Besuch der Wilhelma. Auch in den Unterricht am deutschen Gymnasium durften die Jugendlichen schnuppern.

Dabei sind ihnen vermutlich einige gewaltige Unterschiede aufgefallen. „In Frankreich geht der Unterricht jeden Tag von 8 bis 17 Uhr“, weiß SvLG-Französischlehrer Markus Röder. Eine Schulstunde dauert dort außerdem 35 Minuten. Und ein Pausenvesper dürften auch nur die wenigsten Franzosen kennen.

Schenk-von-Limpurg-Gymnasium Gaildorf Schüleraustausch Frankreich 2025

Die Kursstufe 1 hat am Freitagmittag ein Abschiedsbuffet für die französischen Austauschschüler und deren Gastfamilien organisiert.

Jonas Krauthansl

Am SvLG ist es bereits der 40. Frankreichaustausch, der, wie die vorherigen Auflagen, auf dem 1963 unterzeichneten Élysée-Vertrag basiert. „Es ist wichtig, dass wir die deutsch-französische Freundschaft pflegen und sie leben“, betont Röder. Der Austausch ist sehr wertvoll, er macht die Sprache greifbar, findet der Lehrer. „Für viele Schüler es ein Motivationsschub. Und sie merken, auch wenn die Grammatik nicht ganz stimmt, kann man sich unterhalten.“ Leider würden immer weniger Franzosen in der Schule Deutsch lernen, zudem sei das Sprachniveau unter dem der deutschen Schüler, die Französisch lernen.

Freundschaft geht nur durch Kennenlernen

„Wir hatten eine ganz tolle Woche“, berichtet eine Gastmutter. Ihre Tochter habe sich gut mit ihrer Austauschschülerin verstanden, eine richtige Freundschaft sei entstanden. „Beide haben davon profitiert und sich in der Sprache verbessert.“ Jutta Seyllan-Bornschein freut sich über solche Rückmeldungen: „Genau das wünscht man sich als Lehrer. Freundschaft geht nur durch Kennenlernen des anderen Landes.“

Laut Röder haben die Jugendlichen während des Austauschs gemerkt, dass die Sprache zwar unterschiedlich ist, beide Länder aber ziemlich gleich ticken. Das gilt übrigens auch für den Abschied. Da werden nochmal Familienfotos geschossen, es wird gelacht, hin und wieder fließt auch mal eine Träne. Kein Wunder, denn hier sind nicht nur Freundschaften entstanden, sondern sogar ein Pärchen hat zueinander gefunden.