Rückblick für Gaildorf
: Hin und wieder wird halt gepoltert

Heinrich Reh, dienstältester Gemeinderat und Bürgermeister-Stellvertreter, blickt auf das vergangene Jahr zurück.
Von
Richard Färber
Gaildorf
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Einweihungsparty Freibad Kieselberg in Gaildorf

Darauf hat Gaildorf lange gewartet: Zur Wiedereröffnung des Freibad steigt unter anderem eine Schaumparty.

Richard Färber
  • Heinrich Reh, dienstältester Gemeinderat und Bürgermeister-Stellvertreter, blickt auf das Jahr zurück.
  • Wiedereröffnung des Freibads mit Schaumparty; sechs neue Gemeinderäte gewählt.
  • Sanierungen und Projekte: Mineralfreibad, Quartier im Ziegelrain, Tempo 30, Festhalle Ottendorf.
  • Enttäuschungen: Kein Fortschritt bei Umgehungsstraße und Wasserbatterie.
  • Reh dankt Verwaltung, Bauhof und Feuerwehr; wünscht Bürgermeister Kraft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Letzte Sitzung, letzte Worte: Traditionell greift Heinrich Reh noch einmal zum Mikrofon, ehe es für dieses Jahr endgültig abgestellt wird. Normalität sei wohl nicht mehr angesagt, stellt der Bürgermeister-Stellvertreter, älteste und dienstälteste Gemeinderat mit Blick auf die multiplen Krisen der letzten Jahre fest. In Gaildorf lasse es sich aber noch einigermaßen normal leben und dafür sollte man auch dankbar sein.

Veränderungen hat es gleichwohl gegeben, etwa durch die Kommunalwahl, die dem Gemeinderat sechs neue Köpfe mit neuen Ideen und Ansichten, aber auch die Erkenntnis gebracht hat, dass es keine Erbhöfe geben kann, „auch nicht bei Ortschaftsräten oder Bezirksbeiräten“.

Einiges sei auch fertiggeworden: Reh hebt die Wiedereröffnung des Mineralfreibad hervor, das neue Quartier im Ziegelrain, den Umzug des Verbandsbauamtes in das frisch sanierte ehemalige Notariat, die Einführung von Tempo 30 in See-, Kerner-, Garten- und Fraschstraße sowie in Münster: „Wo darf man eigentlich noch 50 fahren?“

2024 war auch ein Jahr des Beginnens: Die Festhalle in Ottendorf wird saniert und das Gewerbegebiet Münstermühle erschlossen. Planer beschäftigen sich mit Freiflächen-Photovoltaik, der Wasserversorgung, den Starkregen-Risiken, und auch der Breitbandausbau ist im Werden.

Zu erwähnen sind aber auch die Enttäuschungen: Das endgültige Aus der Wasserbatterie etwa, aber auch der stagnierende Brückenneubau in Münster. Von der seit langem gewünschten Umgehungsstraße, bedauert Reh, gebe es wieder nichts Neues zu berichten.

Das Durcheinander aber, das anderswo dominiert, sieht der FWV-Sprecher in Gaildorf nicht. Zwar sei man sich im Gemeinderat nicht immer einig und hin und wieder werde auch mal gepoltert, das Bild dadurch aber nicht allzu sehr beschädigt. im Wesentlichen werde sachlich zum Wohl der Stadt gearbeitet: „Doch harmoniesüchtig sind wir nicht, das ist auch nicht unser Auftrag.“

Reh dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Verwaltung, Bauhof, Kläranlage und Verbandsbauamt und auch den Haupt- und Ehrenamtlichen der Feuerwehr für das Geleistete, vor allem aber der Ersten Beigeordneten Tanja Ritter für ihren zusätzlichen Einsatz. Dem Bürgermeister wünscht er Kraft für die Ausübung seines Amtes und für die dauerhafte Überwindung seiner Krankheit.