Gaildorfer Weihnachtsmarkt
: Die schönsten Bilder und Geschichten vom Wochenende

Zwei Tage lang stand die Schenkenstadt ganz im Zeichen von Weihnachten. Händler stellten ihre Handarbeiten aus, Vereine versorgten die Besucher an ihren Buden mit Glühwein und Bratwurst.
Von
Jonas Krauthansl
Gaildorf
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  • Der Gaildorfer Schlossweihnachtsmarkt fand am Wochenende mit über 90 Ausstellern statt.
  • Wunschzettel an den Weihnachtsmann konnten am Sonderbriefkasten abgegeben werden.
  • Künstlerin Anna Leidenfrost präsentierte handgemachte Linol- und Holzschnitte, darunter das Gaildorfer Schloss.
  • Stadtmalerin Naomi Akimoto bot im Alten Schloss personalisierte Handfächer an.
  • Regen am Sonntag trübte die Stimmung leicht, warme Speisen wie Kürbissuppe halfen gegen die Kälte.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

  • Weihnachtsmarkt Gaildorf

    Bei Dunkelheit wird das Alte Schluss in rotes und blaues Licht gehüllt.

    Mathias Welz
  • Weihnachtsmarkt Gaildorf

    Aus den Tassen mit Motiv des Alten Schlosses schmecken Glühwein und Punsch noch besser. In geselliger Runde und mit dem flüssigen Wärmespender lässt es sich auf dem Gaildorfer Weihnachtsmarkt aushalten.

    Mathias Welz
  • Weihnachtsmarkt Gaildorf

    Sterne in sämtlichen Formen und Farben verkauft Dorothee Straub aus Obersontheim an ihrem Stand im Kunsthandwerkerdorf im Wurmbrandsaal.

    Mathias Welz
  • Weihnachtsmarkt Gaildorf

    Das Puppentheater im evangelischen Gemeindehaus und das Kinderkarussell neben der Stadtkirche sind die Attraktion für die kleinsten Weihnachtsmarktgänger.

    Mathias Welz
  • Weihnachtsmarkt Gaildorf

    Das Puppentheater im evangelischen Gemeindehaus und das Kinderkarussell neben der Stadtkirche sind die Attraktion für die kleinsten Weihnachtsmarktgänger.

    Mathias Welz
  • Weihnachtsmarkt Gaildorf

    Mit Einbruch der Dämmerung wird es am Samstagabend ganz schön zapfig. Dafür heizt die Band Big Fat Greyhounds auf der Showbühne im Vogteihof mächtig ein.

    Mathias Welz
  • Weihnachtsmarkt Gaildorf

    Johanna aus Ottendorf bewundert die Krippe von Gerhard Schultz. Neben der Krippenausstellung gibt es im Alten Stall auch wieder die Weihnachtstombola.

    Mathias Welz
  • Weihnachtsmarkt Gaildorf

    Gaildorfs Bürgermeister Stephen Brauer im Gespräch mit Stadtbüttel Werner Bohn, der am Weihnachtsmarkt-Wochenende Schlossführungen anbietet.

    Mathias Welz
  • Weihnachtsmarkt Gaildorf

    Was versteckt sich wohl im Geschenksack des Weihnachtsmanns? Richtig, Schokoladenweihnachtsmänner. Die kommen bei den jungen Weihnachtsmarktbesuchern gut an.

    Mathias Welz
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Zum ersten Mal in seiner Amtszeit als Gaildorfer Bürgermeister eröffnet Stephen Brauer am Samstagnachmittag den Schlossweihnachtsmarkt. „Ja, ist denn heut’ schon Weihnachten?“, mit diesem Zitat von Franz Beckenbauer beginnt Brauer seine kurze Rede auf der Showbühne im Vogteihof. Denn bereits einen Tag vor dem ersten Advent herrscht rund um das Alte Schloss weihnachtliche Stimmung. Maßgeblich dafür verantwortlich sind die mehr als 90 Aussteller, denen Brauer für ihr vielfältiges Angebot dankt. Auch dem Bauhof spricht der Schultes ein Dankeschön aus. Die Beleuchtung hülle das Schloss in eine besinnliche Atmosphäre.

Lange Wunschzettel

Vor dem Wurmbrandsaal steht der „Sonderbriefkasten“ des Briefmarkensammlervereins Gaildorf. Dort können Wunschzettel an den Weihnachtsmann verschickt werden. Smilla aus Schwäbisch Hall diktiert ihrer Mutter ihren Wunsch: eine Barbie-Puppe. Daneben malt die Vierjährige noch eine Kette mit Trauben, die sie sich ebenfalls wünscht. Dann wird der Zettel gefaltet und in den gelben Kasten eingeworfen – in der Hoffnung, dass er es noch rechtzeitig an den Nordpol schafft. Auch sonst wird es der Familie nicht langweilig: Es gibt Zuckerwatte und Waffeln, einen Schokoladenweihnachtsmann, und sogar einen Esel durfte Smilla bereits streicheln.

Handgemachte Kunst

Die Künstlerin Anna Leidenfrost aus Ruppertshofen im Ostalbkreis bietet im Kunsthandwerkerdorf im Wurmbrandsaal handbedruckte Bilder und Karten aus Linol- und Holzschnitten an. Rund 20 Motive schmücken ihren Stand – von Tieren und Blumen über Winterlandschaften bis hin zu einer Ballerina. Besonderer Hingucker: das Gaildorfer Schloss, das Leidenfrost eigens für den Markt in der Schenkenstadt hergestellt hat. Für einen Schnitt benötigt sie bis zu zwei Tage, einige Werke sind mehrmals übereinander bedruckt. Die junge Künstlerin freut sich über das rege Interesse der Weihnachtsmarktbesucher. Ihre Werke verkauft sie auch ganzjährig online.

Fächer im Winter

Nur noch bis Ende Dezember ist Stadtmalerin Naomi Akimoto in der Schenkenstadt. Deshalb wappnet sie die Gaildorfer schon jetzt für den nächsten Sommer. In ihrem Atelier im Alten Schloss können Handfächer bemalt werden – frei Hand oder nach Vorlagen. „Es kommt gut an“, freut sich die Japanerin. Alleine am Samstag entstehen knapp 40 bunte Fächer. „Man braucht etwas Geduld, aber es werden tolle Werke.“ Von ihrem Atelier aus hat Akimoto einen guten Blick in den Schlossinnenhof. In Düsseldorf, wo sie seit rund 30 Jahren lebt, „kann ich nicht entspannt über den Weihnachtsmarkt laufen, aus Angst vor Dieben. Das ist hier ganz anders.“

Mangelware Tassen

„Die Stimmung ist gut“, sagt Steffen Dietrich vom TSV Eutendorf am Sonntag – trotz des leichten Nieselregens. Der Verein ist wie jedes Jahr mit einer Würstchenbude auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. „Die Thüringer sind der Verkaufsschlager“, verrät Dietrich. Auch Matthias Kleiner und Simon Töwe vom Gaildorfer MC Bastards sind zufrieden. Am Samstag gehen insgesamt vier Kisten Bier und 80 Liter Glühwein über die Theke. Laut Kleiner hätten es sogar noch mehr sein können: „Uns sind zwischenzeitlich aber die Tassen ausgegangen.“ Auch der Strom sei mehrmals ausgefallen. Trotzdem: „Abends war die Hölle los, die Leute waren super drauf.“

Regen statt Schnee

Am Samstag noch angenehm warm, nieselt es am Sonntag immer wieder. Die Weihnachtsmarktbesucher suchen Schutz unter ihren Regenschirmen und den Vorzelten der Verkaufsstände. Auch der Tunnel zwischen Schlossinnenhof und Schlossgraben wird als Unterschlupf genutzt. Gegen das nasskalte Wetter helfen warme Gerichte wie Kürbis- und Erbsensuppe oder Chili con Carne, die die zehnte Klasse der Schlossrealschule verkauft. Die Schülerinnen und Schüler haben die Gerichte in Kooperation mit den Winzenweiler Stuben selbst gekocht. Die Einnahmen fließen in die Abschlussfahrt im kommenden Jahr nach Berlin. ⇥kra