Gaildorfer Weihnachtsmarkt: Die schönsten Bilder und Geschichten vom Wochenende
- Der Gaildorfer Schlossweihnachtsmarkt fand am Wochenende mit über 90 Ausstellern statt.
- Wunschzettel an den Weihnachtsmann konnten am Sonderbriefkasten abgegeben werden.
- Künstlerin Anna Leidenfrost präsentierte handgemachte Linol- und Holzschnitte, darunter das Gaildorfer Schloss.
- Stadtmalerin Naomi Akimoto bot im Alten Schloss personalisierte Handfächer an.
- Regen am Sonntag trübte die Stimmung leicht, warme Speisen wie Kürbissuppe halfen gegen die Kälte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zum ersten Mal in seiner Amtszeit als Gaildorfer Bürgermeister eröffnet Stephen Brauer am Samstagnachmittag den Schlossweihnachtsmarkt. „Ja, ist denn heut’ schon Weihnachten?“, mit diesem Zitat von Franz Beckenbauer beginnt Brauer seine kurze Rede auf der Showbühne im Vogteihof. Denn bereits einen Tag vor dem ersten Advent herrscht rund um das Alte Schloss weihnachtliche Stimmung. Maßgeblich dafür verantwortlich sind die mehr als 90 Aussteller, denen Brauer für ihr vielfältiges Angebot dankt. Auch dem Bauhof spricht der Schultes ein Dankeschön aus. Die Beleuchtung hülle das Schloss in eine besinnliche Atmosphäre.
Lange Wunschzettel
Vor dem Wurmbrandsaal steht der „Sonderbriefkasten“ des Briefmarkensammlervereins Gaildorf. Dort können Wunschzettel an den Weihnachtsmann verschickt werden. Smilla aus Schwäbisch Hall diktiert ihrer Mutter ihren Wunsch: eine Barbie-Puppe. Daneben malt die Vierjährige noch eine Kette mit Trauben, die sie sich ebenfalls wünscht. Dann wird der Zettel gefaltet und in den gelben Kasten eingeworfen – in der Hoffnung, dass er es noch rechtzeitig an den Nordpol schafft. Auch sonst wird es der Familie nicht langweilig: Es gibt Zuckerwatte und Waffeln, einen Schokoladenweihnachtsmann, und sogar einen Esel durfte Smilla bereits streicheln.
Handgemachte Kunst
Die Künstlerin Anna Leidenfrost aus Ruppertshofen im Ostalbkreis bietet im Kunsthandwerkerdorf im Wurmbrandsaal handbedruckte Bilder und Karten aus Linol- und Holzschnitten an. Rund 20 Motive schmücken ihren Stand – von Tieren und Blumen über Winterlandschaften bis hin zu einer Ballerina. Besonderer Hingucker: das Gaildorfer Schloss, das Leidenfrost eigens für den Markt in der Schenkenstadt hergestellt hat. Für einen Schnitt benötigt sie bis zu zwei Tage, einige Werke sind mehrmals übereinander bedruckt. Die junge Künstlerin freut sich über das rege Interesse der Weihnachtsmarktbesucher. Ihre Werke verkauft sie auch ganzjährig online.
Fächer im Winter
Nur noch bis Ende Dezember ist Stadtmalerin Naomi Akimoto in der Schenkenstadt. Deshalb wappnet sie die Gaildorfer schon jetzt für den nächsten Sommer. In ihrem Atelier im Alten Schloss können Handfächer bemalt werden – frei Hand oder nach Vorlagen. „Es kommt gut an“, freut sich die Japanerin. Alleine am Samstag entstehen knapp 40 bunte Fächer. „Man braucht etwas Geduld, aber es werden tolle Werke.“ Von ihrem Atelier aus hat Akimoto einen guten Blick in den Schlossinnenhof. In Düsseldorf, wo sie seit rund 30 Jahren lebt, „kann ich nicht entspannt über den Weihnachtsmarkt laufen, aus Angst vor Dieben. Das ist hier ganz anders.“
Mangelware Tassen
„Die Stimmung ist gut“, sagt Steffen Dietrich vom TSV Eutendorf am Sonntag – trotz des leichten Nieselregens. Der Verein ist wie jedes Jahr mit einer Würstchenbude auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. „Die Thüringer sind der Verkaufsschlager“, verrät Dietrich. Auch Matthias Kleiner und Simon Töwe vom Gaildorfer MC Bastards sind zufrieden. Am Samstag gehen insgesamt vier Kisten Bier und 80 Liter Glühwein über die Theke. Laut Kleiner hätten es sogar noch mehr sein können: „Uns sind zwischenzeitlich aber die Tassen ausgegangen.“ Auch der Strom sei mehrmals ausgefallen. Trotzdem: „Abends war die Hölle los, die Leute waren super drauf.“
Regen statt Schnee
Am Samstag noch angenehm warm, nieselt es am Sonntag immer wieder. Die Weihnachtsmarktbesucher suchen Schutz unter ihren Regenschirmen und den Vorzelten der Verkaufsstände. Auch der Tunnel zwischen Schlossinnenhof und Schlossgraben wird als Unterschlupf genutzt. Gegen das nasskalte Wetter helfen warme Gerichte wie Kürbis- und Erbsensuppe oder Chili con Carne, die die zehnte Klasse der Schlossrealschule verkauft. Die Schülerinnen und Schüler haben die Gerichte in Kooperation mit den Winzenweiler Stuben selbst gekocht. Die Einnahmen fließen in die Abschlussfahrt im kommenden Jahr nach Berlin. ⇥kra










