Gaildorfer Hospizdienst
: „Es ist keine Sterbestation“

Bei der Auftaktveranstaltung zur Weiterbildungsreihe des Gaildorfer Hospizdienstes stellt sich die Palliativstation des Ostalbklinikums vor.
Von
Janine Höfler
Gaildorf
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Eine Mitarbeiterin auf der Palliativstation der Geislinger Helfenstein-Klinik: Beim 3. Palliativsymposium am 5. und 6. Mai stehen dieses Mal neurodegenerative Erkrankungen wie Demenz und Parkinson im Mittelpunkt.

Palliativstationen lindern die Schmerzen und Symptome von Menschen, die unheilbar krank sind.

Markus Sontheimer
  • 20 Personen besuchten die Veranstaltung der Kirchlichen Sozialstation Gaildorf.
  • Lisa-Marie Friederich stellte die Palliativstation Ostalbklinikum vor.
  • Die Palliativstation zielt darauf ab, Lebensqualität zu verbessern, nicht nur zu sterben.
  • Angehörige können im Zimmer übernachten; Tiere sind erlaubt.
  • Weiterbildung für Ehrenamtliche beginnt am 25. Oktober in Ottendorf.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Etwa 20 Interessenten besuchen die Vortragsveranstaltung im Gaildorfer Gemeindehaus am vergangenen Donnerstag. Sie bildet den Auftakt zur Weiterbildungsreihe neuer Ehrenamtlicher des ambulanten Hospizdienstes der Kirchlichen Sozialstation Gaildorf. Das Thema des Abends ist ein Bericht über die Palliativstation des Stauferklinikums in Mutlangen.

Zu Gast ist Lisa-Marie Friederich, Stationsleitung der Palliativstation Ostalbklinikum. Sie betont: Die Palliativstation ist keine Sterbestation. Zwar leiden die Menschen, die dort unterkommen, an einer lebenslimitierenden Erkrankung. Sie sind aber auch dort, damit es ihnen wieder besser geht. Symptome wie Schmerzen, Atemnot, Übelkeit, Folgen von Chemotherapie oder Bestrahlung erschweren das Leben, sind aber behandelbar. Angst vor dem Sterben, Erschöpfung, Entlastung pflegender Angehöriger können ebenfalls Gründe sein, eine Palliativstation aufzusuchen.

Lebensqualität zurückgewinnen

Was der Mensch braucht und möchte, sei auf Palliativstationen maßgebend. Angehörige können mit im Patientenzimmer übernachten. Auch Hunde und Katzen haben schon ihre Herrchen und Frauchen im Krankenhaus besucht. Außergewöhnlich für einen Krankenhausbetrieb ist ein Kühlschrank voller Eis in einer Küche, der für die Patienten wie Angehörigen offensteht.

Bei Friederichs Vortrag werde deutlich, wie sehr sich das Team bestehend aus Ärzten, Pflegekräften und Hauswirtschaft engagiert, damit der erkrankte Mensch Lebensqualität zurückgewinnt, schreibt Andrea Beck, Leiterin der Kirchlichen Sozialstation in ihrem Bericht.

Auch Martina Hähnel, der Leiterin des ambulanten Hospizdienstes Gaildorf, richtet das Wort an die Gäste. Auf die Frage aus dem Publikum, wie umfangreich ein Ehrenamt im Hospizdienst sei, antwortet sie, dass das der ehrenamtliche Mitarbeiter selbst entscheide. Wünscht ein Klient den Besuch des Hospizdienstes, treffe zunächst Frau Hähnel die Person. Anschließend sucht sie einen Ehrenamtlichen aus, der für den Einsatz geeignet ist.

Weiterbildungskurse beim Hospizdienst Gaildorf

Auch eine kurzfristige Teilnahme am Weiterbildungskurs Hospiz ist noch möglich. Er beginnt am kommenden Freitag, 25. Oktober, um 17 Uhr in Ottendorf. Wer Interesse hat, meldet sich bei Martina-Haehnel@sozialstation-gaildorf.de oder telefonisch bei Andrea Beck unter 07971 8987. Die Weiterbildung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist verpflichtend.