Freibad in Gaildorf: Eingeschränkte Öffnungszeiten bleiben bestehen

Blick auf das Kombibecken im Gaildorfer Freibad auf dem Kieselberg.
Mathias Welz- Das Gaildorfer Freibad bleibt vorerst von 11 bis 19 Uhr geöffnet, statt wie üblich von 9 bis 20 Uhr.
- Grund ist ein Mangel an Fachkräften für Badewassertechnik, der den Betrieb einschränkt.
- Frühschwimmer und Berufstätige sind besonders betroffen, Ermäßigungen für Jahreskarten werden geprüft.
- Abendtarif gilt ab 2. Juli bereits ab 17 Uhr, statt wie bisher ab 18 Uhr.
- Aktive Suche nach zusätzlichem Personal läuft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Fachkräfte in ausreichender Zahl zu finden, ist schwer. Selbst wenn diese gefunden und eingestellt sind, kann es zu unvorhergesehenen Einschränkungen kommen“, schreibt die Gaildorfer Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Um einen ordnungsgemäßen Betrieb zu sichern, benötige das Bad eine gesetzlich vorgeschriebene Anzahl an Fachkräften für Badewassertechnik. „Diese Fachkräfte sind gegenwärtig schwer zu finden, sodass wir glücklich sind, überhaupt über solche Fachkräfte zu verfügen. Leider kommt es nun aufgrund von unvorhergesehenen Einschränkungen beim Freibadpersonals dazu, dass ein ordnungsgemäßer Betrieb nur dann aufrechterhalten werden kann, wenn die Öffnungszeiten bis auf Weiteres von 11 bis 19 Uhr gelten“, heißt es aus dem Rathaus.
Deshalb hat die Stadtverwaltung beschlossen, an diesen Öffnungszeiten weiterhin und unbefristet festzuhalten. „Denn nur so können die gesetzlich vorgeschriebenen Regularien eingehalten und die Sicherheit aller Badenden gewährleistet werden.“ Die eingeschränkten Öffnungszeiten gelten seit Beginn der Pfingstferien. Regulär hat das Bad täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet, also drei Stunden länger. Von den verkürzten Öffnungszeiten sind also vor allem die Frühschwimmer und Berufstätige betroffen.
„Mir ist es wichtig, dass das Bad öffnen kann. Daher müssen wir in den sauren Apfel beißen und die Öffnungszeiten einschränken. Denn ohne qualifiziertes Personal lässt sich ein solches Bad nicht betreiben. Gerüchte, dass die eingeschränkten Öffnungszeiten am Defizit des städtischen Haushaltes lägen, sind falsch und unbegründet. Die reduzierten Öffnungszeiten resultieren allein aus dem gegenwärtigen, akuten Fachkräftemangel“, sagt die Erste Beigeordnete Tanja Ritter.
Verbandsbaumeister Manfred Sonner, verantwortlich für die technischen Betriebe der Stadt Gaildorf, ergänzt: „Wir müssen das Bad so betreiben, wie es die Normen vorschreiben, da kann ich keine Ausnahme zulassen. Wir nehmen die Situation aber nicht so hin, sondern suchen aktiv nach personeller Unterstützung durch eine weitere Fachkraft für Badewassertechnik.“
„Ich bin mit der Situation überhaupt nicht glücklich, ich verstehe den Unmut derjenigen, die eine Jahreskarte haben oder nicht zu den jeweils gewohnten Zeiten das Bad nutzen können“, räumt Tanja Ritter ein. „Gleichzeitig haben wir eine Fürsorgepflicht gegenüber unserem Personal. Lieber öffnen wir das Bad eingeschränkt, als gar nicht“, resümiert die Erste Beigeordnete.
Ritter stellt in Aussicht, dass bei dauerhaft eingeschränkten Öffnungszeiten die Jahreskartenbesitzer eine Ermäßigung erhalten. Die Abendtarifkarte für 3,50 Euro gilt ab Mittwoch, 2. Juli, bereits ab 17 Uhr.

