Faszination Wildtiere: Wolf und Luchs sind scheue Passanten
Anmutig und kraftvoll, aber auch furchteinflößend – zu Wolf und Luchs haben viele Menschen eine kontroverse Meinung. Wie stehen heuer die Chancen, beim Streifzug durch den Wald in die Augen eines der beiden wahrlich atemberaubenden Raubtiere zu blicken?
Der Luchs: Auf leisen Pfoten unterwegs durch dichte Wälder
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts streift der Luchs nicht mehr durch die Region, da er vom Menschen ausgerottet wurde. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, die mit dem Luchs-Monitoring betraut ist, konnte in den vergangenen 20 Jahren unter anderem im Oberen Donautal, im Schwarzwald und in Bodenseenähe das Vorkommen von Kudern, also männlichen Luchsen, nachweisen. Um die Population zu vergrößern, startete im März ein großes Luchs-Auswilderungs-Projekt des Landes. In einer Pressemitteilung heißt es dazu: „Dass die Auswilderung von Luchsen zu keinen Problemen für die Nutztierhalter oder zu Konflikten mit Waldbesuchern führt, belegten die Erfahrungen mit den seit über zehn Jahren in Baden-Württemberg lebenden Luchsen.“ Und weiter: „Luchse sind faszinierend, leben heimlich und Begegnungen mit ihnen sind sehr selten.“
Der Wolf: Als Einzelgänger legt er weite Strecken zurück
Leben Wölfe und Luchse bald schon in Hohenlohe?
Wohl eher nicht. Martin Hans, Wildtierbeauftragter des Hohenlohekreises, macht klar, dass zum Beispiel den Raubkatzen in der Region große, aneinanderhängende Waldflächen fehlen. „Wobei der Mainhardter Wald und der Odenwald sich vielleicht sogar eignen würden.“ Mit Sicherheit könne man das aber nicht sagen, so der Experte. Ins gleiche Horn bläst auch Julia Winterfeldt: „Dass sich diese Arten bei uns niederlassen, halte ich für eher unwahrscheinlich. Es sollte also niemand Angst haben, auch wenn das als Urinstinkt in uns Menschen natürlich verankert ist.“
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