Einst und heute im Limpurger Land (Folge 39 und Ende)
: Die Weißen Mäuse sagen, wo esjetzt lang geht
Am 28. Mai 1965 war die Bundesstraße 19 zwischen Gaildorf und Ottendorf gesperrt, und die Bahnhofstraße nur noch für Anlieger freigegeben. Die Verkehrspolizisten in ihren auffälligen weißen Jacken – denen sie ihren Spitznamen „Weiße Mäuse“ verdankten – regelten den Verkehr.
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Der Marktplatz in Gaildorf am 28. Mai 1965: Da die Bundesstraße 19 in Richtung Ottendorf gesperrt ist, wurde auch die Bahnhofstraße für den allgemeinen Durchgangsverkehr gesperrt. Die entsprechende Absperrung samt Umleitungsschild ist hinter dem Auto auf der linken Seite zu sehen. Gut erkennbar sind auch die Umbauarbeiten der Schaufenster- und Eingangsfront am „Gasthof – Metzgerei Kronmüller“. Besonders auffällig ist die Weitläufigkeit des Platzes, den die heutigen Verkehrsinseln noch nicht prägen – man fragt sich fast, ob da nicht sogar ein Kreisverkehr hineingepasst hätte, was in späteren Jahren diskutiert wurde
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Fotoserie zeigt den 28. Mai 1965 in Gaildorf – Verkehrslenkung durch „Weiße Mäuse“.
Die B19 zwischen Gaildorf und Ottendorf war gesperrt, Bahnhofstraße nur für Anlieger.
Umleitung nach Eutendorf: Polizisten wiesen Auto- und Lasterfahrern geduldig den Weg.
Marktplatz ohne heutige Verkehrsinseln wirkte weitläufig, Umbau am „Gasthof – Metzgerei Kronmüller“.
Uhr am Fachgeschäft Uhren-Bauer zeigte 16:26 Uhr, Aufnahmen entstanden um diesen Zeitpunkt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
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Der Gaildorfer Marktplatz heute.
Klaus Rieder
Zum Abschluss unserer Sommerserie 2026 „Einst und heute im Limpurger Land“ gibt es dieses Mal nicht nur die gewohnten Vergleichsbilder, sondern eine ganze Fotoserie aus jenem Maitag des Jahres 1965. Auf einer der Aufnahmen ist am Fachgeschäft Uhren-Bauer in der Karlstraße eine Uhr zu sehen, die 16:26 Uhr anzeigt. Die Bilder entstanden rund um diesen Zeitpunkt und dokumentieren, wie die Verkehrspolizisten den Auto- und Lasterfahrern geduldig den Weg über die Umleitungsstrecke nach Eutendorf wiesen. Hier eine Bilderserie, die an diesem Nachmittag entstand.
Wo der Ford Taunus in Richtung Eutendorf abbiegt, stand noch w neige Jahre zuvor der Stadtbrunnen. Der Fahrer des T1-Busses scheint dagegen ortsunkundig und muss sich vom Verkehrspolizisten den Weg nach Schwäbisch Hall beschreiben lassen.
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„Autotelefon“ Anno damals in einem Käfer-Streifenwagen. Man beachte das einfach gehaltene Lenkrad. Der VW hatte offensichtlich auch noch keinen Blinker, dafür aber einen Winkel in der B-Säule. Im hinteren Fenster spiegelt sich ein Verkehrspolizist, der den Einsatz des Zeitungsfotografen misstrauisch beäugt.
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Ein Ford Taunus 17M in der Karlstraße. Bis auf das Markert-Eckgebäude wurden alle Gebäude auf der linken Seite zur abgerissen. Die Straße sollte verbreitert und die Ortsdurchfahrt verbreitert werden.
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Aus der Bahnhofstraße kommend hatten die Insassen dieses VW mit Faltdach – man beachte auch das Lenkrad im Vergleich zum Streifenwagen – ein freundliches Gespräch mit dem Polizisten.
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Diese Lasterfahrer will in die Bahnhofstraße. Der Polizist, der seinen Fuß auf den Aufstiegstritt gesetzt hat, dürfte ihm das ausgeredet haben. Links der Gasthof und Metzgerei Kornmüller, bei dem die Frontfassade umgebaut wird.
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Etwas unübersichtlich gestaltet sich die Situation: Während der VW-Käfer links noch wie erlaubt in die Kanzleistraße einbiegt, stellts sich die Frage, wo der Mercedes 220/230 hin möchte. Geradeaus in die Karlstraße war nicht erlaubt. Für den weißen VW Käfer mit dem Rolldach geht es auch nicht weiter. Warten müssen der VW Karmann Ghia mit Freiburger Kennzeichen und weiterer VW Käfer mit interessanter Stoßstange. In dem Eckhaus befindet sich ein Elektro-Fachgeschäft. Das Gebäude links hat noch zwei Eingänge.
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Während die beiden Polizisten im Gespräch mit Autofahrern sind, verfolgen rings um den Marktplatz Passanten das Treiben. Zu den Fahrzeugen: Links ein VW 1500/1600 Variant und ein Mercedes-Benz Kurzhauber-Lkw in Richtung Kanzleistraße. Aus dieser kommt ein Auto Union 1000 S mit Faltdach. Das Fahrmanöver des aus der Karlstraße kommenden und die Fraschsstraße abbiegend en VW 1500/1600 Variant ist allerdings merkwürdig.
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Der Fahrer des MAN Diesel Ponton-Kurzhauber lässt sich den Weg erklären. Das Gebäude rechts wurde auch als Salzlager der Firma Markert bezeichnet. Einige Jahre später erfolgte der Abriss. Etwa im Bereich der Verkehrsschilder links befand sich der wenige Jahre zuvor abgerissene Gaildorfer Stadtbrunnen.