Einst und heute im Limpurger Land (Folge 38): Das Kinoprogramm und gesperrt für alles ab fünf Tonnen

Die Gaildorfer Volksbank an der Kreuzung Kanzleistraße/Fraschstraße am 28. Mai 1965. Ob die Sperrung für Diskussionsstoff sorgte? Die Frau an den Schaukästen informierte sich über das aktuelle Kinoprogramm.
Archiv- Blick auf Gaildorf 1965: Aufnahme an der Kreuzung Kanzleistraße/Fraschstraße.
- Ein Schild „B 14 gesperrt“ war zu sehen – korrekt wäre laut Text jedoch B 19.
- Die B 19 war zwischen Gaildorf und Ottendorf gesperrt, Umleitung über Eutendorf.
- Schwerlaster über 5 Tonnen durften bis Bahnhofstraße nicht durchfahren.
- Ein Schaukasten zeigte Volksbank-Werbung, ein Drittel war fürs Kino reserviert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Bank heute. Das ursprüngliche Gebäude ist noch zu erkennen.
Klaus RiederKaum noch wiederzuerkennen ist diese Gaildorfer Örtlichkeit, die am Freitag, 28. Mai 1965, auf Film gebannt wurde, wenngleich der Schriftzug „Volksbank“ schon einen Hinweis gibt – wie auch das Schild „B 14 gesperrt“. Dies führt allerdings in die Irre. Statt B 14 müsste da B 19 stehen.
Die Aufnahme entstand an der Kreuzung Fraschstraße/Kanzleistraße. Dort auch auch heute noch die 1866 geründete Volksbank Gaildorf noch ihren Sitz – wenn gleich heute als Teil der VR Bank Heilbronn Schwäbisch Hall.
An diesem Tag war wohl die Bundesstraße 19 zwischen Gaildorf und Ottendorf gesperrt , weshalb der Verkehr wurde über Eutendorf umgeleitet. Entsprechend durfte auch niemand über die Fraschstraße, die Kerner- und die Seestraße in Richtung Schwäbisch Hall fahren. Es war aber die B 19. „B 14 gesperrt“ macht daher keinen Sinn.
Ein weiteres Detail fällt ins Auge: das Verkehrszeichen „Durchfahrt verboten“ für Fahrzeuge über 5 Tonnen, ergänzt durch das Zusatzschild „bis Bahnhofstraße“ im roten Rand. Die Durchfahrt schwerer Laster durch die Seestadt war damit grundsätzlich untersagt; ausgenommen war lediglich der Anliegerverkehr, beispielsweise zu den Betrieben Knoll, Merz oder Süschala.
Beachtenswert ist zudem der Schaukasten. Während dort Plakate für die Produkte und Dienstleistungen der Volksbank warben, war ein Drittel der Fläche für das Kino reserviert, das dort Bilder und Plakate der aktuellen Filme aushängte. Später verschwand der Schaukasten im Zuge der Vergrößerung der Bank, die in den Folgejahren den Namen Limpurger Bank trug. Zu Beginn der 2000er-Jahre folgte schließlich die Fusion mit der VR Bank Schwäbisch Hall.