Einst und heute im Limpurger Land (Folge 36)
: Ein Badsee für den Luftkur- und Erholungsort Gschwend

Zum Badesee wurde der Mühlenweiher erst im 20. Jahrhundert. Damals wie heute muss der See regelmäßig gereinigt werden. Dazu wird das Wasser teilweise abgelassen.
Von
Klaus Rieder
Gschwend
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Badsee Gschwend - einst und heute 2026

Auch bei dem nicht datierten Foto, das wohl in den 1970er-Jahren entstanden sein dürfte, ist der Wasserspiegel abgesenkt, vermutlich für Reinigungszwecke.

Archiv
  • Der Gschwender Badsee entstand 1805 als Speichersee für die Gschwender Mühle.
  • 1934 brach der Staudamm, die Gemeinde erwarb danach den See mithilfe eines Zuschusses.
  • Später wurde der Mühlenweiher zum Badesee – Gschwend entwickelte sich zum Luftkurort.
  • Nach dem Krieg investierte man: Kiosk, Umkleiden und ein Betonsteg ersetzten Provisorien.
  • Der See wird regelmäßig gereinigt – dafür wird der Wasserspiegel zeitweise abgesenkt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Badsee Gschwend - einst un d heute 2026

Der Gschwender Badsee heute. Baulich hat sich am Seeufer kaum etwas verändert.

Klaus Rueder

Der heutige Badsee wurde im Zuge des Baus der Gschwender Mühle im Jahr 1805 als Speichersee angelegt. Der Mühlenweiher gehörte dem Müller, der das Wasser je nach Bedarf entnahm. In den frühen 1930er-Jahren hatte Gschwends Bürgermeister Karl Schmidt mehrfach versucht, den See zu erwerben, doch der Müllermeister Hermann Knödler lehnte stets ab. Am 2. August 1934 brach der Staudamm: Eine Flutwelle aus rund 12.000 Kubikmetern Wasser und Schlamm riss alles mit, was sich ihr in den Weg stellte.

Das Geld für den Wiederaufbau des Damms konnte der Gschwender Müller nicht aufbringen, wodurch es der Gemeinde gelang, den See zu erwerben. Hilfreich dabei war ein Zuschuss, den das Oberamt (später Kreis) Gaildorf ab Januar 1934 an Gemeinden für den Bau von Löschteichen gewährt hatte. Zum Badesee wurde der Mühlenweiher erst im 20. Jahrhundert, als Gschwend zum Luftkur- und Erholungsort aufstieg. Der Verschönerungsverein pachtete den See für die Sommermonate als Badegewässer.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dort in bescheidenem Maße investiert: Ein Kiosk wurde errichtet, Umkleidekabinen gebaut und der provisorische Holzsteg durch eine Betonkonstruktion ersetzt. Bereits 1949 wurden Schwimmwettkämpfe ausgetragen.

Die Entwicklung setzte sich in den Jahrzehnten fort. In der Nähe des Sees entstand das Neubaugebiet „Badsee“ und 2024 konnte der Mehrgenerationenpark eröffnet werden.

Damals wie heute muss der See regelmäßig gereinigt – zuletzt im März 2026. Der Angelverein senkte für die Säuberung den Wasserspiegel ab. Auch auf dem undatierten Foto (links), das wohl aus den 1980er-Jahren stammt, ist der Wasserspiegel den Badsees deutlich abgesenkt. Die Absperrpoller zwischen Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich sind auf beiden Fotos zu erkennen, ebenso wie der Steg aus Beton in der Bildmitte. Verschwunden sind allerdings einige Startpodeste auf dem Steg sowie die Umkleidekabinen.