Einst und heute im Limpurger Land (Folge 26): Das neue Kinderbecken wird sehr gelobt – schreibt die Stadt

Das KInderbecken im Gaildorfer Freibad kam bei den jungen Badegästen sehr gut an. An der Rutsche in das untere Becken bildeten sich immer wieder Schlangen.
Klaus Rieder- Gaildorfer Freibad schließt am Sonntag, die Saison 2026 geht zu Ende.
- Sanierungen seit 2018 verlängerten die Schließzeit, Gesamtkosten rund 7 Millionen Euro.
- Wiedereröffnung nach vier Jahren im Mai 2024 – am Ende knapp über 60.000 Besucher.
- 2025 erhöhte die Stadt Eintrittspreise um rund 40 Prozent, es kamen 40.000 Badegäste.
- Kinderbecken wurde erneuert und laut Stadt im Herbst 2024 besonders gelobt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

So präsentiert sich der Kinderbereich nach der Sanierung.
Hanna KleinFrüher als üblich beendete das Gaildorfer Freibad am 9. September 2018 die Saison – trotz mehr als 65.000 Badegästen. Grund dafür war die anstehende Sanierung der Badewassertechnik. Mit einer Rekordinvestition von 1,5 Millionen Euro wollte die Stadtverwaltung das Bad „zukunftsfähig“ machen; in den Folgejahren sollten auch der Eingangs- und Umkleidebereich renoviert werden. „Nach dem Ende der Sanierung wird die Saison 2019 bestimmt noch erfolgreicher werden als die bisherige“, hieß es damals in einer Presseerklärung der Stadtverwaltung. Am 11. Mai 2019 öffnete das Freibad tatsächlich wieder.
In der von der Corona-Pandemie geprägten Saison 2020 zählte das Gaildorfer Freibad rund 21.000 Besucher. Ab Herbst waren weitere Arbeiten im Beckenbereich sowie am Rohrleitungssystem geplant. Diese erwiesen sich jedoch als so umfangreich, dass das Mineralfreibad auf dem Kieselberg im Jahr 2021 geschlossen blieb und erst zur Badesaison 2022 wieder öffnen sollte – dann allerdings als praktisch nagelneues Freibad, so das Versprechen von Planern und Stadt. Die Gesamtkosten summierten sich einschließlich der bereits erfolgten Erneuerung der Badewassertechnik auf rund 7 Millionen Euro.
Doch der Plan ging nicht auf. Schon 2021 war klar, dass das Bad 2022 wohl geschlossen bleiben würde. Nächstes Ziel: die Öffnung im Jahr 2023. Witterungs- und personalbedingt zeigte sich jedoch schnell, dass ein Start zum regulären Saisonbeginn im Mai unwahrscheinlich war. Lange hielt die Stadtverwaltung an einem – wenn auch verkürzten – Badebetrieb für 2023 fest, wenngleich der Großteil der Bevölkerung daran bereits zweifelte. Im Juli 2023 stand schließlich fest, dass das Bad auch in jenem Jahr geschlossen bleibt. Nach einer Überprüfung der noch ausstehenden Restarbeiten resümierte Verbandsbaumeister Manfred Sonner: „Wir haben uns ein sportliches Ziel gesetzt und dieses leicht verfehlt.“
Zehn Monate später, im Mai 2024, folgte der Endspurt auf dem Kieselberg: Nach vierjähriger Schließung öffnete das Freibad wieder – bei frischen 12,5 Grad und Nieselregen. Am Ende besuchten knapp über 60.000 Menschen das Bad auf dem Kieselberg. Zur Saison 2025 erhöhte die Stadt die Eintrittspreise daraufhin um rund 40 Prozent. Ob es daran lag? Jedenfalls wurden 2025 nur noch 40.000 Badegäste gezählt.
Und das Kinderplanschbecken? Auch dieses musste saniert werden, da eine Überlaufrinne fehlte und somit keine normgerechte Durchströmung sowie Chlorverteilung sichergestellt war. Eine Ähnlichkeit mit dem früheren Becken war nach der Sanierung nicht mehr vorhanden. Dem Spaß soll es bei den Kindern aber keinen Abbruch getan haben. Im Gegenteil: Das neue Kinderbecken sei besonders gelobt worden – schrieb die Stadt im Herbst 2024.
Wer es in diesem Jahr noch testen möchte, muss sich beeilen: Am kommenden Sonntag schließt das Gaildorfer Freibad, und die Saison 2026 geht zu Ende.