Einst und heute im Limpurger Land (Folge 20)
: Die Vegetation erobert den Gleisbereich zurück

Am Bahnübergang in der Gaildorfer Friedrichstraße muss seit Oktober 2005 kein Zug mehr ins Kochertal abgewartet werden.
Von
Klaus Rieder
Gaildorf
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Friedrichsttaße Gaildorf Bannübergang Nebenbahn - Serie einst und heute 2026

Als dieses Foto im Jahr 1985 am Bahnübergang in der Friedrichstraße entstand, gab es auf der Kochertalbahn von Gaildorf West nach Untergröningen noch einen regen Zugverkehr.

Archiv Klaus Rieder
  • Vegetation überwuchert den Gleisbereich am Bahnübergang Friedrichstraße.
  • Die Kochertalbahn von Gaildorf West nach Untergröningen wurde am 1. Oktober 1903 eröffnet.
  • Der Personenverkehr wurde am 18. Mai 2001 auf Busse umgestellt – später endete der Güterverkehr.
  • Seit Oktober 2005 ist der Bahnübergang außer Betrieb, die Blinklichtanlage blieb erhalten.
  • Straße und Umfeld veränderten sich: Verbreiterung, neuer Belag, Geländer und neue Laternen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bahnübergang Friechrichstraße - Serie einst und heute

Seit Oktober 2005 ruht der Bahnübergang auch am Bahnübergang Friedrichstraße.

Klaus Rieder

Am 1. Oktober 1903 wurde die Kochertalbahn von Gaildorf West nach Untergröningen eröffnet. Erst zu dieser Zeit erhielt der Bahnhof den Zusatz „West“, um Verwechslungen mit dem an der Nebenbahn liegenden Bahnhof Gaildorf Stadt auszuschließen. Die 18,61 Kilometer lange Strecke der Württembergischen Eisenbahngesellschaft (WEG) schlängelte sich vom Westbahnhof kommend am Kirgel entlang um die Stadt herum. Neben dem Kirgelweg war die Friedrichstraße die zweite bedeutende Querung des Straßennetzes.

Eine Straßenbrücke schied an dieser Stelle vermutlich wegen der erforderlichen Durchfahrtshöhe für die Züge und noch wahrscheinlicher wegen der hohen Bau- und Unterhaltskosten aus. So macht die Friedrichstraße hier einen Schlenker zu den Gleisen, um dann in Richtung Hardt wieder anzusteigen.
Das alte Foto stammt etwa aus dem Jahr 1985. Damals machte das Gleisbett einen gepflegten Eindruck. Dies änderte sich mit der schrittweisen Einstellung des Schienenverkehrs.
Die Umstellung des Personenverkehrs auf den Bus erfolgte am 18. Mai 2001 änderte. Ohne den Schülerverkehr war die Strecke – entgegen anderslautender Behauptungen von Kommunalpolitikern entlang der Trasse – nicht überlebensfähig, da für Strecken ohne Personenverkehr keine Zuschüsse flossen.

Straße statt Schiene

Am 17. Oktober 2005 wurde schließlich auch der Güterverkehr eingestellt, der vor allem der Zu- und Abfuhr von Holz und Holzprodukten gedient hatte. Der Transport erfolgt seither über die Straße.
Nach der Betriebseinstellung – der Abschnitt Gaildorf West–Schönberg ist bis heute nicht stillgelegt – eroberte sich die Vegetation den Gleisbereich zurück. Während der Abschnitt vom Bahnübergang Friedrichstraße bis zum Stadtbahnhof stark zugewachsen ist, wird ein Teilstück in Richtung Westbahnhof privat gepflegt.

Die Blinklichtanlage ist sogar noch komplett erhalten; lediglich eine „Richtungstafeln in Kurven, linksweisend“ – so die offizielle Bezeichnung – fehlt inzwischen, was aber das Schneiden der Hecke erleichtern .

Im Vergleich zum Foto aus dem Jahr 1985 fallen außerdem weitere Veränderungen auf: Das Wohnhaus hat einen Anbau und eine Solaranlage erhalten, und in der dahinterliegenden Streuobstwiese entstand ein Neubau. Die beiden Birken rechts neben dem Gebäude sind verschwunden, und die Hallen der Firma Merz sind durch den höheren Bewuchs nicht mehr zu erkennen.

Darüber hinaus wurde die Straße am Bahnübergang etwas verbreitert, mit einem neuen Belag versehen und mit einem Geländer als Absturzsicherung ausgestattet. Im Rahmen der Umstellung auf LED-Leuchtmittel wurden auch noch die Straßenlaternen ausgetauscht.