Einst und heute im Limpurger Land (Folge 19): Das markante Giebeldach in Oberrot ist verschwunden

Das von 2008 (oben) zeigt das 1988 ursprünglich als Hotel konzipierte Oberroter Senioren- und Pflegeheim, dessen hohes Giebeldach aus der umgebenden Bebauung weit sichtbar herausragt.
Archiv Peter Lindau/Klaus Rieder- Neubau für das Oberroter Senioren- und Pflegeheim ersetzte das Haus mit hohem Giebeldach.
- Hintergrund: Einzelzimmer wurden durch die Landesheimbauverordnung verpflichtend.
- 2019 gab es starken Widerstand im Gemeinderat und von Anliegern sowie Naturschützern.
- Kritik betraf Größe, Höhe, Nähe zur Nachbarbebauung und Eingriffe in die Natur.
- Bauherr und Planer passten die Pläne an – nach Umzug wurde der Altbau abgerissen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Jahr 2008 (Bild oben) plante die Gemeinde Oberrot das neue Baugebiet Fichtäcker mit den heutigen Straßen „Am Reipersberg“ und „Klingwiesenstraße“. Damals ragte das ursprünglich als Hotel konzipierte Oberroter Senioren- und Pflegeheim mit seinem hohen Giebeldach weit mit seinem hohen Giebeldach die umgebende Bebauung deutlich. Eine Änderung der Landesheimbauverordnung schrieb für Altenheime jedoch Einzelzimmer vor, was in dem 1988 errichteten Alten- und Pflegeheim mit der vorhandenen Bausubstanz nicht umgesetzt werden konnte. Ein Neubau war unumgänglich, und 2019 begann ein zähes Ringen im Gemeinderat.
Sowohl Anlieger oder auch Naturschützer äußerten erhebliche Vorbehalte gegen das Projekt. Zu groß, zu hoch, zu wuchtig, zu nah an der Nachbarbebauung, zu tiefe Eingriffe in die Natur und generell der falsche Standort lauteten die Argumente. Der Bauherr bestand jedoch darauf, im Bereich der Bestandsobjekte zu bauen, zumal als Alternative wohl nur die Schließung geblieben wäre und sich auch keine grundsätzlich andere Nutzung abzeichnete. Bürgermeister Daniel Bullinger konterte die Kritik seinerzeit mit der Sicherung wohnortnaher Pflege- und Betreuungsplätze sowie von Arbeitsplätzen in der Gemeinde.
Bauherr und Planer nahmen schließlich die Herausforderung an, überarbeiteten die Pläne und verschoben das Gebäude um wenige Meter. Der Neubau konnten beginnen, und im Frühjahr 2023 war er fertiggestellt. Als dann der Neubau bezogen und der Altbau vollständig geräumt war, rückten erneut die Bagger an – der Altbau mit seinem markanten Giebeldach musste weichen.
1988 ursprünglich als Hotel konzipierte Oberroter Senioren- und Pflegeheim, dessen hohes Giebeldach aus der umgebenden Bebauung weit sichtbar herausragt.
2.11.2019
Es war ein zähes Ringen im Jahr 2019. Einige Mitglieder des Gemeinderats, Anlieger oder auch Naturschützer äußerten Vorbehalte gegen das Projekt. Zu groß, zu hoch, zu wuchtig, zu nahe an der angrenzenden Bebauung, zu tief die Eingriffe in die Natur, überhaupt falscher Standort, lauteten die Argumente.
Der Bauherr aber bestand darauf, im Bereich der Bestandsobjekte bauen zu wollen. Alternative wäre wohl die Schließung gewesen.
Auch die Möglichkeit einer grundsätzlich anderen Nutzung zeichnete sich nicht ab. Bürgermeister Daniel Bullinger konterte seinerzeit mit dem Erhalt von wohnortnahen Pflege- und Betreuungsplätzen, aber auch von Arbeitsplätzen in der Gemeinde. Bauherr und Planer nahmen die Herausforderung an, überarbeiteten die Pläne, verschoben das Gebäude um wenige Meter.
Alten- und Pflegeheims „Rottaler“, Seit über 30 Jahren wird das Haus als Pflegeheim betrieben. Inzwischen schreibt die Landesheimbauverordnung Einzelzimmer vor. Es gibt Übergangsfristen. Aber auf Dauer kommt kein Betreiber von Pflegeeinrichtungen darum herum. Im Alten- und Pflegeheim „Rottaler“ kann die Vorgabe mit der vorhandenen Bausubstanz nicht umgesetzt werden. Deshalb muss ein Neubau her.
Sobald der Altbau geräumt und der Neubau bezogen ist, werden erneut die Bagger anrücken. Der Altbau mit seinem markanten Giebeldach muss weichen.