Einst und heute im Limpurger Land (Folge 1)
: Altes muss weichen, Neues entsteht

Wie haben sich die Stadt Gaildorf und das Limpurger Land in den vergangenen 30, 40 und 50 Jahren verändert? Die Sommerserie „Einst und heute“ zeigt den Wandel. Von Klaus Rieder
Von
Klaus Rieder
Gaildorf
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Markplatzkreuzung 1980 einst und heute

Die Markplatzkreuzung in Gaildorf etwa im Jahr 1985. Das dominierend Gebäude ist das Post-Krone-Areal, das nach dem verheerenden Stadtbrand von 1868 neu errichtet worden war und über Generationen das Stadtbild und pärgte. Am Gebäude weist der Schroftzug auf den Lebensmittelmarkt Markert hin. Im Gebäude links ins im Erdgeschoss die Sparkasse unterbracht. Die Straße ist noch in zwei Fahrspuren mit gesonderter Linksabbiegerspur unterteilt.

Klaus Rieder
  • Sommerserie „Einst und heute“ zeigt den Wandel in Gaildorf und im Limpurger Land.
  • Fotos vergleichen frühere Ansichten mit heute – Start ist die Marktplatzkreuzung.
  • Das „Post-Krone“-Gebäude prägte lange das Stadtbild und wurde 1995 abgerissen.
  • Serie läuft täglich bis zum Ende der Sommerferien und wandert durch mehrere Orte.
  • Leser können alte Fotos mit Angaben zu Ort und Zeit per E-Mail einsenden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Markplatzkeuzung

Die Gaildorfer  Markplatzkreuzung heute.

Klaus Rieder

Das Limpurger Land verändert sich ständig: Neue Straßen und Gebäude entstehen, während andernorts Altes weichen muss. Wo gestern noch Freifläche war, steht heute ein Neubau; wo ein vertrautes Haus stand, entsteht Platz für Neues. Während uns große Veränderungen anfangs noch auffallen, gehören sie bald so selbstverständlich zum Alltag, als wäre es nie anders gewesen. Bei kleineren Veränderungen im Erscheinungsbild des Limpurger Landes vollzieht sich dieser Gewöhnungsprozess oft sogar noch schneller.

Erst der direkte Vergleich zeigt, wie sehr sich unsere Heimat verändert hat, dass das Vertraute keineswegs selbstverständlich ist und manche „Ecken“ im Limpurger Land einmal ganz anders ausgesehen haben. Das gilt nicht nur für die tiefere, „historische“ Vergangenheit: Auch in den letzten 25 bis 35 Jahren hat sich das Gesicht des Limpurger Landes an vielen Stellen entscheidend gewandelt und teilweise sogar völlig verändert.

Genau diesen Wandel beleuchtet eine neue Sommerserie der Rundschau. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit wirft die Serie „Einst und heute“ ein Schlaglichter auf kleine und große Veränderungen. Für die jüngere Generation bietet die Reihe spannende, oft überraschende Einblicke – auch dank einer Reihe von Bildern aus dem Jahr 1965.

Gleicher Blickwinkel gesucht

In den Jahren 1995 und 2008 präsentierte die Rundschau bereits eine solche Serie unter dem Titel „Einst und heute“. Nach der positiven Resonanz auf die Fortsetzung im vergangenen Jahr setzt die Rundschau die Serie auch in diesem Jahr fort. Bis zum Ende der Sommerferien präsentieren die Rundschau nun täglich das Gestern und Heute im direkten Vergleich. Die Fotografen haben dafür versucht, sich genau auf die Spuren ihrer „historischen Kollegen“ zu begeben und den gleichen Blickwinkel einzufangen.

Keine leichte Aufgabe, denn neue Gebäude oder das Fehlen einstiger Orientierungspunkte erschwerten die Motivsuche mitunter. Auch üppiger Bewuchs machte es nicht leichter – dichte Bäume und Sträucher versperrten die Sicht, sodass der Standort für das Vergleichsbild manchmal um einige Schritte verlegt werden musste.

Schwierig wurde es bei den Luftaufnahmen aus früheren Zeiten. Die aktuellen Fotos lieferte eine Drohne, die aus verschiedenen Einschränkungen – wie zum Beispiel der erlaubten Flughöhe – nicht die dieselbe Perspektive liefern kann.

Die Reise durch die Zeit beginnt in Gaildorf. In den kommenden Wochen führt der Weg im Wechsel nach Sulzbach-Laufen, Untergröningen, Oberrot, Fichtenberg, Gschwend, Kirchenkirnberg und Murrhardt, ehe zum Ferienende noch einmal Gaildorfer Motive die Rundschau- Sommerserie abschließen.

Marktplatz als Auftakt

Den Anfang macht eine Aufnahme des markanten „Post-Krone“-Gebäudes am Marktplatz. Nach dem verheerenden Stadtbrand von 1868 neu errichtet, prägte das Gebäude über Generationen das Stadtbild und wurde immer wieder umgebaut und erweitert. 1995 endete diese Ära: Das geschichtsträchtige Haus, über Jahrzehnte die erste Haus am Platz, wurde abgerissen, um Raum für einen Neubau zu schaffen.

Fotos erwünscht

Sollte jemand in seinem persönlichen Archiv noch eine interessante Aufnahme von einst besitzen und sie unserer Redaktion zur Verfügung stellen wollen, kann das Foto mit einem Hinweis, wo und wann es aufgenommen wurde, per E-Mail an redaktion.sho@swp.de schicken (Stichwort: „Einst und heute“).