Einst und heute im Limpurger Land (37):: Benzin statt Kohlen- und Fluss-Sand

Die Tankstelle von Johan Schneider in der Gaildorfer Bahnhofstraße im Jahr 1962.
Privat- Auf früherem Gaißer-Gelände entstand Anfang der 1960er-Jahre eine Tankstelle in Gaildorf.
- Die Station gehörte 1962 zur DEA – später folgten Texaco, erneut DEA und ab 2004 Shell.
- Umbauten veränderten die Anlage stark: neues Dach, verlegter Eingang, Gebäude mehrfach umgebaut.
- 1962 lag die Diesel-Zapfsäule separat am Haus, der Liter Benzin kostete etwa 0,58 D-Mark.
- Historisches Foto zeigt einen VW-Käfer am Tank und einen Peugeot 403 aus den Jahren 1955 bis 1966.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach zahlreichen Umbauten und Neuerungen hat die Tankstelle kaum mehr eine Ähnlichkeit zu den Gebäuden von 1962 – nicht nur den Wechsel der Benzinmarke.
Klaus RiederAuf dem Gelände und in den Räumen der ehemaligen Kohlen- und Fluss-Sandhandlung Christoph Gaißer entstand Anfang der 1960er-Jahre die Tankstelle von Johann Schneider. Das Bild oben stammt aus dem Jahr 1962.
Damals gehörte die Station zur Deutschen Erdöl AG (DEA), die aus der 1899 gegründeten Deutschen Tiefbohr-Actiengesellschaft hervorgegangen war. Nach dem Krieg baute die DEA ein eigenes Vertriebsnetz auf: Ab 1956 beteiligte sie sich zunächst an der Tankstellenkette BV-Aral, löste ihr eigenes Netz jedoch 1960 wieder heraus, um es eigenständig zu betreiben.
Im Jahr 1966 wurde die DEA vom US-Ölkonzern Texaco übernommen. Nach der Übernahme der Deutschen Texaco durch den RWE-Konzern im Jahr 1988 erhielten die Tankstellen wieder den traditionsreichen Namen DEA. Im Jahr 2002 übernahm schließlich der britisch-niederländische Konzern Shell das Tankstellennetz und flaggte die Stationen ab 2004 auf die Marke Shell um.
Mit den Jahren änderte sich auch die Einrichtung der Tankstelle grundlegend: 1962 stand die Diesel-Zapfsäule noch separat am Haus. Der damalige Eingangsbereich wurde verlegt, ein großes Dach über den Zapfsäulen kam dazu und das Gebäude selbst mehrfach umgebaut. Geändert hat sich im Laufe der Zeit auch der Benzinpreis: 1962 kostete ein Liter Benzin etwa 0,58 D-Mark, was umgerechnet ungefähr 29 Cent entspricht. Günstig, könnte man meinen – allerdings entsprechen die damaligen 0,58 D-Mark einer heutigen Kaufkraft von etwas mehr als drei Euro. Ganz so günstig war das Benzin damals also doch nicht.
Auf dem historischen Foto ist vor dem Opel Rekord ein VW-Käfer zu sehen, bei dem ein Tankwart gerade Treibstoff in den vorne liegenden Tank nachfüllt. Bei dem Auto rechts handelt es sich um einen Peugeot 403, der von 1955 bis 1966 gebaut wurde. Den 403 gab es mit einem 1,5-Liter-Ottomotor mit 58 PS und später auch mit einem 1,3-Liter-Motor sowie einem 1,9-Liter-Dieselmotor mit jeweils 48 PS.