Einst und heute im Limpurger Land (33): Rutschbahn und Rinder in der Limpurghalle

Die in deen 1950er-Jahren gebaute Gaildorfer Festhalle.
Archiv- Die Gaildorfer Festhalle wurde in den 1950er-Jahren als Ersatz für die zerstörte Fraschhalle gebaut.
- Sie diente für Versammlungen, Sportunterricht und sogar Rindversteigerungen.
- Legendär waren die Faschingsfeiern bis Ende der 1970er-Jahre mit Rutschbahn und Bar unter der Bühne.
- 1989 begann die Sanierung; ein Mosaik wurde kopiert und im Gebäude neu installiert.
- Heute prägt der neue Eingangsbereich mit dem Kernersaal die Limpurghalle.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Limpurghalle heute.
Klaus RiederDie Gaildorfer Festhalle am Sportplatz auf den Bleichwiesen wurde in den 1950er Jahren als Ersatz für die im Krieg zerstörte Fraschhalle in der Fraschstraße gebaut. Die Halle wurde für Versammlungen und auch für den Sportunterricht der Gaildorfer Vereine und Schulen genutzt. Mitunter wurden auch Kühe bei Versteigerungen der Rinderunion Baden-Württemberg durch den mit Sägemehl ausgestreuten Ring auf dem Parkettboden geführt, wenn die nebenstehende Körhalle dafür nicht genutzt werden konnte. Ältere Gaildorfer erinnern sich wohl noch an die schon fast legendären Faschingsveranstaltungen bis Ende der 1970er-Jahren, die über mehrere Wochenenden hinweg stattfanden. Eine Rutschbahn führte von der Galerie direkt auf die Tanzfläche und unter der Bühne gab es eine Bar. Diese zu betreten war den Schüler beim Sportunterricht wegen der vermeintlich freizügigen Bilder aber strengstens untersagt. Was – wie zu erwarten – die Sache für die Schüler um so interessanter machte.
Mit der Sanierung der Festhalle wurde 1989 begonnen. Der Versuch, das Mosaik an der Außenwand abzunehmen, scheiterte damals. Dafür wurde eine Kopie im Schenk-Albrecht-Saal des nunmehr als Limpurghalle bezeichneten Gebäudes angebracht. Heute dominiert aus diesem Blickwinkel der neue Eingangsbereich mit dem Kernersaal.