Einst und heute im Limpurger Land (24): Unten durch statt oben drüber

Der Bahnübergang Rathausstraße Fichtenberg. Er war bis zum 31. Juli 2010 in Betreb und wurde dann endgültig geschlossen.
Richard Färber- Fichtenberg schloss 2010 den Bahnübergang Rathausstraße für eine neue Verkehrsführung.
- Ziel war die Beseitigung aller schienengleichen Bahnübergänge an der L 1066.
- Das Land finanzierte das Projekt mit 11 Millionen Mark im Doppelhaushalt.
- Spatenstich für die Umgehungsstraße erfolgte 2006, Abschluss der Arbeiten war 2013.
- Die Strecke bietet seitdem eine Unterführung und erleichtert den Verkehr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der ehemaligen Bahnübergang Rathausstraße in Fichtenberg heute.
Klaus RiederHätte Fichtenbergs Bürgermeister Roland Miola ein paar gut gekühlte Flaschen zur Hand gehabt, wären am 27. September 2001 im Rathaus Fichtenberg die Sektkorken geknallt – als symbolischer Startschuss für den Bau der Umgehungsstraße. Das dafür nötige Kleingeld wird das Land zuschießen. Der CDU-Abgeordnete Helmut Rüeck überbrachte dem erfreuten Schultes die „frohe Botschaft für den Kreis, das Limpurger Land und Fichtenberg“: Elf Millionen Mark stellte das Land für die Umgehung Fichtenbergs im Doppelhaushalt ein. Das Geld sollte 2003 zur Verfügung stehen. Rüeck wertete die Zusage nach intensiven Gesprächen mit Verkehrsminister Müller auch als „einen ganz persönlichen Erfolg“. Schließlich unterstützt Stuttgart nur fünf (Umgehungs-)Straßenbauprojekte in Nordwürttemberg, eines davon in Fichtenberg.
Eigentlich war es keine Umgehungsstraße. Ziel des Vorhabens war die „Beseitigung der schienengleichen Bahnübergänge an der L 1066“. Spatenstich war Ende 2006. Der Bahnübergang in der Rathausstraße Fichtenberg wurde am 31. Juli 2010 endgültig geschlossen. Dann begannen die Arbeiten an einer Vorrichtung für die künftige Unterführung. 2013 waren alle Bahnübergänge beseitigt und die Fichtenberger Umgehungsstraße fertig.