Einst und heute im Limpurger Land (16): Plan auf Plan über mehr als 30Jahre

Der Bereich der Münster Mühle im Oktober 1992, dort sind zu dieser Zeit auch noch ein Sechs-Familen-Haus.
Klaus Rieder- Geplante Projekte auf dem Areal der Münster Mühle in Gaildorf scheiterten über 30 Jahre.
- 1992: Ideen für ein Umschlagszentrum, später Supermarkt, Baumarkt und mehr – nicht umgesetzt.
- Hochwasserlage erforderte Flutbecken, nur ein Teil (Polter) wurde realisiert.
- Spätere Pläne u. a. für einen Naturstromspeicher zerschlugen sich ebenfalls.
- Aktuell entsteht auf dem Gelände ein Wertstoffhof.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Bereich der Münster Mühle am Stadtrad von Gaildorf heute.
Klaus RiederEine Mühle gab es diesem Bereich wohl schon seit ewigen Zeiten. Die Münster Mühle stand für Energieerzeugung und das Mahlen von Getreide. Über viele Jahre befanden sich dort auch größere Stallungen und ein Sechs-Familienhaus. 1992 trug sich die Firma Bott mit dem Gedanken, in diesem Bereich ein Umschlagszentrum zu bauen. Daraus wurde nichts, es entstand aber eine Idee. Ein großer Supermarkt und ein Baumarkt sollten dort angesiedelt werden. Dazu noch ein Drogeriemarkt, ein Reifenservice, vielleicht auch eine Apotheke, eine Tankstelle, ein Schnellimbiss . . .
Dazu mussten aber das Wohngebäude und die Stallungen abgerissen und der Mühlbetrieb vor dem Hintergrund des baldigen Abrisses den Betrieb einstellen. Da das Gelände im Hochwasserbereich liegt, musste noch ein Flutbecken her. Der Polter auf der anderen Kocherseite wurde dann aber der einzige Teilbereich, der umgesetzt wurde. Als der potenzielle Betreiber des Baumarktes absagte, stand die Stadt Gaildorf mit leeren Händen da. Der Versuch, mit einer europaweiten Ausschreibung, Interessenten zu finden, scheiterte – kostete aber eine hohe fünfstellige Summe. Der Polter sollte dann für den Naturstromspeicher als Unterbecken genutzt werden. Doch auch dieses Projekt hat sich wohl zerschlagen.