Azubi im Porträt: Damit allen ein Licht aufgeht

Für Max Schwarz war früh klar, dass er eine Ausbildung im Handwerk machen möchte.
Alisa Grün- Ausbildung: Maximilian Schwarz lernt Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik in Hessental.
- Er ist im zweiten Lehrjahr bei Elektro Erkert und kam über Instagram zum Betrieb.
- Aufgaben reichen von Neuinstallationen bis Kundendienst – Fehler suchen und beheben.
- Besonders mag er Unterverteilungen, Respekt hat er vor der kommenden Lichtberechnung.
- Voraussetzungen laut Max: Technik- und Matheverständnis, Fitness, Teamfähigkeit und Kundenkontakt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kein Anschluss fürs WLAN im Haus, die Lüftung im Bad ginge nicht und obendrein wär’s auch noch zappenduster – ein Leben ohne Strom ist schlichtweg unvorstellbar. Damit das aber alles funktioniert, sauber installiert, gewartet oder wo nötig auch repariert wird, braucht es die richtigen Experten: Elektroniker für Energieund Gebäudetechnik also. Dazu lässt sich Maximilian Schwarz ausbilden. Er ist derzeit im zweiten Lehrjahr bei Elektro Erkert in Schwäbisch Hall-Hessental.
„Mir war schnell klar, dass ich nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung im Handwerk machen möchte“, berichtet der 18-Jährige. Zwar habe er auch schon während der Schulzeit als Aushilfe etwas Büroluft schnuppern können, aber „ich muss einfach etwas mit meinen Händen machen können.“ Denn das ist es auch, was er in seiner Freizeit gerne macht: sich beim THW engagieren, Golf spielen oder aber mit seinem Vater am Oldtimer, einem Mercedes 500 SE Baujahr 1983, schrauben.
„Ich hatte deshalb überlegt, ob ich Kfz-Mechatroniker lernen möchte oder eben die Elektroniker- Ausbildung mache“, erzählt Max. Ein Praktikum in einem Elektro-Betrieb festigte seine Entscheidung. Und auf seinen jetzigen Ausbildungsbetrieb Elektro Erkert wurde er über Instagram aufmerksam. „Der Insta- Auftritt hat mir gleich zugesagt.“ Seit knapp zwei Jahren lernt der Bühlertanner nun alles, was er für seinen Beruf über die Elektroinstallation in Neu- und Altbauten sowie Industrieanlagen wissen muss.
Anpacken gehört zum Berufsbild dazu
Zu Beginn seiner Ausbildung wurde er einem Kollegen zugeteilt. „Gleich am ersten Tag habe ich von ihm gezeigt bekommen, wie ich Steckdosen austausche“, erinnert sich Max. Nach und nach kamen weitere Aufgaben hinzu. Je nach Einsatzgebiet unterscheiden sich die natürlich: Bei Neubauten gilt es, die gesamte Elektrik zu installieren. Also von Lichtschaltern und Steckdosen bis hin zum Smart-Home- System oder der Daten-Netzwerktechnik, damit später WLAN und Co. laufen. Dafür muss der Azubi auch mal richtig anpacken: Die Steckdosenöffnungen müssen gebohrt, die benötigten Kabel geschleppt oder auch über Kopf gearbeitet werden. Bei Altbauten sind es häufig Modernisierungen oder Instandhaltungen – auch Kabel müssen mit der Zeit mal ausgetauscht oder neu verlegt werden.
Dazu kommt der sogenannte Kundendienst: „Das sind ganz normale Aufträge von Privatkunden, wenn zum Beispiel ein Lichtschalter oder Lüfter im Bad nicht mehr funktioniert. Dann kommen wir vorbei, gehen erstmal auf Ursachensuche – was herausfordernd sein kann – und lösen das Problem dann“, erklärt Max. Das ist auch der Part, der sein Berufsbild so vielseitig macht. „Klar haben wir oft größere Baustellen, an denen wir dann mal einige Wochen beschäftigt sind – aber oft erfahre ich auch erst morgens, was am jeweiligen Tag zu tun ist.“
Besonders Spaß macht ihm inzwischen die Unterverteilung – also alle Kabel in einem Schaltkasten nach einem genau vorgegebenen Plan zu installieren. „Das war aber gleichzeitig auch die größte Herausforderung bislang, weil ich es zu Beginn noch nicht richtig verstanden habe.“ Deshalb musste er die Unterverteilung üben, bis es irgendwann „Klick“ gemacht hat. „Und jetzt mache ich es richtig gerne.“ Wovor er noch etwas Respekt hat, ist die Lichtberechnung. Ein Ausbildungsinhalt, der ihm noch bevorsteht. „Dabei lernt man auszurechnen, wo im Raum idealerweise Lampen oder Spots angebracht werden sollten, damit es überall hell ist. Ich habe mir die Formeln dafür schon angeschaut – könnte schwierig werden“, sagt Max schmunzelnd und fügt an: „Aber auch das wird machbar sein.“

Körperlich fit zu sein, ist in dem Berufsfeld sehr wichtig. Denn so eine Kabeltrommel bringt ordentlich Gewicht mit.
Alisa GrünDas theoretische Wissen dafür lernt er in der Berufsschule in Schwäbisch Hall. Dort ist er nun im zweiten Lehrjahr ein bis zwei Tage pro Woche. Sein Stundenplan enthält neben Deutsch, Gemeinschaftskunde und Politik die Berufstheorie. „Die beinhaltet bei uns Elektroniker-Azubis eine Kombi aus Mathe, Physik und Elektrotechnik.“ Dazu kommt das „Labor“, wo die Auszubildenden unter anderem den Umgang mit Messgeräten lernen.
Wer sich also für den Beruf interessiert, sollte laut Max schon ein gewisses technisches und mathematisches Verständnis mitbringen. Außerdem körperlich fit sein, im Team arbeiten können und den Kundenkontakt nicht scheuen. „Und es sollte auch okay sein, dass die Arbeitszeiten mal variieren – je nach Baustelle dauert es am einen Tag mal länger, am anderen ist man dafür früher fertig.“
Für die Zukunft hofft Max, nach seiner Ausbildung auch noch den Meister machen zu können. So habe er die Option, sich vielleicht irgendwann mal selbstständig zu machen. Generell hat er auch keine Angst, dass sein Job mal nicht mehr gebraucht werden könnte, weil ihn etwa eine Künstliche Intelligenz (KI) ersetzt. Denn: „Wie soll eine KI schon Kabel verlegen? Da braucht es auf jeden Fall uns Elektroniker!“
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