Ausbildung zum Maurer
: Gebäude in die Höhe wachsen lassen

Stein auf Stein: Ylber Zogaj macht eine Ausbildung zum Maurer bei der Firma Haas Bauunternehmen aus Sulzbach-Laufen. Im Azubi-Magazin Next Step gibt er Einblicke in seinen Arbeitsalltag.
Von
Eileen Schirle
Sulzbach-Laufen
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Ylber Zogaj macht eine Ausbildung zum Maurer bei der Firma Haas Bauunternehmen aus Sulzbach-Laufen

Ylber und das Team von Haas Bauunternehmen bauen hauptsächlich Wohnhäuser. Sie setzen Stein auf Stein und lassen so Eigenheime neu entstehen.

Eileen Schirle
  • Ausbildung zum Maurer: Ylber Zogaj im zweiten Lehrjahr bei Haas in Sulzbach-Laufen.
  • Er baut Wohnhäuser von Fundament bis Dach – Präzision nach Bauplan ist zentral.
  • Arbeit mit Ziegeln, Beton, Mörtel und Kleber – Kontrolle mit Schüren und Wasserwaage.
  • Hohe körperliche Belastung und Sicherheitsfokus – Teamarbeit und Fitness sind wichtig.
  • Berufsschule in Schwäbisch Hall und überbetriebliche Ausbildung in Aalen, Meister denkbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Auf diese Steine können Sie bauen“ – das ist nicht nur der Werbespruch der Bausparkasse Schwäbisch Hall, sondern könnte auch das Arbeitsmotto von Ylber Zogaj sein. Denn Steine aufeinanderzusetzen gehört zu seinen alltäglichen Aufgaben. Als Maurer errichtet er ganze Wohnhäuser – ein körperlich sehr anstrengender Job, den der 18-Jährige jedoch gerne ausübt. „Man sieht und spürt einfach, was man geleistet hat“, sagt er.

Der Auszubildende befindet sich aktuell im zweiten Lehrjahr und hat sich schon immer sehr für das Handwerk interessiert. Auch sein Vater arbeitet als Maurer und durch ihn konnte er bereits zu Schulzeiten erste Berufseinblicke durch Praktika und Ferienjobs gewinnen. Auch der Ausbildungsbetrieb war schnell gefunden: Ylber wohnt in Sulzbach-Laufen und er kannte das Bauunternehmen Haas bereits – die Entscheidung, die Ausbildung beim örtlichen Handwerksbetrieb zu absolvieren, lag demnach auf der Hand.

Baupläne lesen und genau arbeiten

Als Maurer stellt Ylber Fundamente, Außen- und Innenwände und Geschossdecken in Rohbauten und Gebäuden her. Dabei arbeitet er logischerweise von unten nach oben – beginnend mit dem Keller oder der Bodenplatte, die vom Maurerbetrieb gegossen wird, über die Stockwerke bis hinauf ins Dach. Welche Maße das Haus hat, wo Fenster und Türen platziert werden und wie hoch die Mauern werden sollen, ist im Bauplan vermerkt. „An diese Vorgaben müssen wir uns genau halten. Das heißt, wir müssen auch präzise sein. Und vor allem muss man als Maurer solche Baupläne auch lesen können“, sagt der 18-Jährige.

Ylber Zogaj macht eine Ausbildung zum Maurer bei der Firma Haas Bauunternehmen aus Sulzbach-Laufen

Damit die Steine genau passen, muss Ylber sie zuvor zurecht sägen.

Eileen Schirle

Für die Mauern rührt Ylber Beton, Mörtel und Kleber an. Anschließend setzt er Stein auf Stein. Meistens handelt es sich dabei um Ziegelsteine in der bekannten hellorangen Optik. Sie sind ein absoluter Klassiker aus gebranntem Ton oder Lehm und bieten sehr gute Wärmedämmeigenschaften und ein gesundes Raumklima. Ylber bringt die Steine an Ort und Stelle und schneidet sie bei Bedarf zu. Anschließend werden sie mit Mörtel oder Kleber miteinander verbunden. Mit Schüren und Wasserwagen kontrolliert der angehende Maurer dabei, ob alles gerade ist. Zusätzlich werden die Mauern und vor allem die Decke mit Stützen gesichert. „Man sieht hier recht schnell Fortschritte“, merkt Ylber an. „Bei einer Standard-Bauweise schaffen wir ungefähr einen halben Stock pro Tag.“

Körperlich richtig gefordert

Ganz wichtig bei seiner Arbeit: Sicherheit. Die Steine und die Werkzeuge sind schwer, die Zugänge zu den neu erbauten Stockwerken nicht immer einfach zu erreichen. „Wir müssen auf uns und vor allem auch aufeinander aufpassen“, sagt der Auszubildende. Und ebenso wichtig: körperliche Fitness. Die Arbeit auf dem Bau ist anstrengend – gerade jetzt im Sommer bei Temperaturen über 30 Grad. Hinzu kommen die sehr schweren Materialien und das viele Bücken. „Aber genau das liebe ich an diesem Job, auch wenn das vielleicht komisch klingen mag. Ich finde es toll, richtig anzupacken und an der frischen Luft zu sein“, verdeutlicht Ylber, der in seiner Freizeit gerne ins Gym geht, und ergänzt: „Meiner Meinung nach ist Maurer der anstrengendste Job, den es gibt.“

Wenn Ylber nicht auf Baustellen in der Region unterwegs ist, besucht er die Berufsschule in Schwäbisch Hall. Der Unterricht findet blockweise statt. Hier lernt er alles rund um das Maurerhandwerk: Welche Steinarten gibt es? Woraus besteht Beton? Und wie fertigt man einen Bauplan an? Daneben stehen Wirtschaft, Deutsch und Gemeinschaftskunde auf dem Stundenplan. Einen hohen Stellenwert nimmt zudem die praktische Arbeit ein – Ylber und seine Azubi-Kollegen verbringen viel Zeit in der Werkstatt, fertigen Konstruktionen an, beschichten und bekleiden einzelne Bauteile oder entnehmen Betonproben und untersuchen diese. Die überbetriebliche Ausbildung findet in Aalen statt.

Für Ylber gilt es nun, seine Ausbildung erfolgreich zu beenden. Danach möchte er gerne als Geselle weiterarbeiten oder – sollten seine Noten stimmen – den Meister machen. Er macht seinen Job gerne, weiß aber, dass die Ausbildung nicht jedem liegt. „Man muss Kraft und Ausdauer mitbringen. Und man muss mitdenken und im Team arbeiten können. Anpacken wollen und aufmerksam sein sind sicherlich die wichtigsten Eigenschaften“, schließt der Azubi.

Alle Infos zum Magazin Next Step

Zweimal jährlich – einmal im März und nochmal im Juli – veröffentlicht die SÜDWEST PRESSE Hohenlohe das Magazin Next Step, das sich an junge Menschen richtet, die auf der Suche nach ihrem beruflichen Werdegang sind. Darin enthalten sind Berufsporträts von Azubis und Studierenden aus der Region, Geschichten von Machern und viel Wissen zu Bewerbung und Co. Jede Ausgabe ziert zudem eine oder mehrere prominente Persönlichkeiten die Titelseite und steht im großen Next Step-Interview Rede und Antwort.

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