Wie die Polizei berichtet, meldete sich am Freitag gegen 19 Uhr ein Anwohner bei der Rettungsleitstelle Ostalb, dass er vom Gelände der Kläranlage in Lorch eine starke Explosion gehört habe. Außerdem sei eine Stichflamme zu sehen gewesen. Die Feuerwehr konnte vor Ort feststellen, dass ein dreistöckiger Fäulnisturm durch eine Explosion stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Diese hatte eine Seitenwand des Turms komplett heraus gerissen.

Trümmer von Klärwerk nach Detonation 50 Meter weit geschleudert

Die Trümmer der Wand wurden teilweise 50 Meter weit geschleudert. Zum Glück befand sich während des Geschehens keine Person auf dem Gelände der Kläranlage, so dass keine Verletzten zu beklagen sind. Die Feuerwehr musste lediglich einen leichten Schwelbrand löschen. Der Fäulnisturm ist aufgrund der entstandenen Schäden akut einsturzgefährdet. Über den Fäulnisturm werden der Polizei zufolge üblicherweise Gase abgeleitet, die in der Kläranlage entstehen.

Ursache der Explosion noch unklar

Die Ursache für die Explosion der Faulgase ist noch unbekannt. Zur Klärung wird in den nächsten Tagen ein Sachverständiger den Schaden begutachten. Bislang wird dessen Höhe auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt. Über die Explosion in der Kläranlage berichtet hatte zuvor unter anderem die Winnender Zeitung.

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