Waldfreibad in Allmendingen
: Wie 40 Freiwillige eine Schließung am Hitze-Wochenende verhinderten

Diese Hiobsbotschaft kam zur absoluten Unzeit: Unmittelbar vor dem bis dato heißesten Wochenende des Jahres drohte ein technischer Defekt das Waldfreibad in Allmendingen lahmzulegen. Ein spontaner Großeinsatz war die Folge.
Von
swp
Allmendingen
Jetzt in der App anhören
40 Freiwillige packten gemeinsam mit dem Bauhof an, damit das Waldfreibad am Samstag wie geplant öffnen konnte.

40 Freiwillige packten gemeinsam mit dem Bauhof an, damit das Waldfreibad am Samstag wie geplant öffnen konnte.

Förderverein Waldfreibad Allmendingen
  • Technischer Defekt bedrohte Waldfreibad in Allmendingen vor heißem Wochenende.
  • 40 Freiwillige reparierten Sandfilterkessel in weniger als 24 Stunden.
  • 10 Tonnen Sand wurden per Hand bewegt; 68 Mannstunden geleistet.
  • Aktion zeigt starken Zusammenhalt der Gemeinde.
  • Badebetrieb konnte rechtzeitig fortgesetzt werden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Was gibt es an einem heißen Tag Schöneres, als am oder im Wasser zu entspannen? In Allmendingen stand das Badevergnügen am Wochenende bedrohlich auf der Kippe, wie aus einer Mitteilung des Fördervereins Allmendinger Waldfreibad hervorgeht: „Ein technischer Defekt hätte beinahe zur vorübergehenden Schließung des Allmendinger Waldfreibads geführt“, schreibt die stellvertretende Vorsitzende Tamara Ostertag unserer Redaktion. Um nahtlos die gute Nachricht zu verkünden: „Doch ein beeindruckender Kraftakt der Allmendinger drehte die Situation in weniger als 24 Stunden.“

Ostertag zufolge war am Freitag ein gebrochener Boden im Sandfilterkessel entdeckt. Dieser spielt eine wichtige Rolle für einen hygienischen Schwimmbadbetrieb: Im Sandfilterkessel wird das Wasser durch Quarzsand gepresst, wodurch Schmutzpartikel, Trübstoffe und andere Verunreinigungen herausgefiltert werden: „Der Schaden hätte beinahe zu einer vorübergehenden Schließung geführt.“

Hilferuf verbreitet sich über WhatsApp und soziale Medien

Der Allmendinger Bauhof reagierte aber prompt: Noch am selben Abend wurde der Sand entfernt, der Kessel geleert und der Boden repariert. Für die Wiederbefüllung am darauffolgenden Morgen war Muskelkraft gefragt: Rund zehn Tonnen Sand mussten in den Filterkessel geschaufelt werden. Ein Hilferuf an den Förderverein Allmendinger Waldfreibad sei am Freitagabend von 20.30 Uhr an via WhatsApp, Instagram und persönliche Netzwerke verbreitet worden, berichtet Ostertag. Mit Erfolg: „Bereits am Samstagmorgen um 9 Uhr standen 40 Freiwillige bereit, um zu helfen.“

Binnen weniger Stunden bewegten sie die notwendigen zehn Tonnen Filtersand mit Schaufeln, Eimern und Muskelkraft an ihren Bestimmungsort. In Summe hätten die Helferinnen und Helfer beeindruckende 68 Mannstunden geleistet, schreibt der Förderverein, der darin ein starkes Zeichen des Zusammenhalts in Allmendingen sieht. Auch Bademeister Reinhold Amann war demnach beeindruckt: „So viele Helfer in so kurzer Zeit – das war unglaublich“, wird er in der Mitteilung zitiert.

Auf diese Weise konnte der Defekt noch vor Samstagmittag behoben und die Filteranlage wieder in Betrieb genommen werden. „Dieser Einsatz hat wieder einmal gezeigt, wie sehr das Waldfreibad den Menschen in Allmendingen am Herzen liegt“, findet Tamara Ostertag. „Wer hätte gedacht, dass sich nur 12 Stunden nach unserem Aufruf so viele Helfer im Freibad versammeln.“

Dank des gemeinschaftlichen Kraftakts läuft die Filteranlage wieder und der Badebetrieb konnte ungestört weitergehen. „Das Waldfreibad ist damit nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein Symbol für gelebten Zusammenhalt“, meint die stellvertretende Vorsitzende. Das Bad, das in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiert, ist ein fester Bestandteil des öffentlichen Lebens in Allmendingen. Viele technische Anlagen stammen noch aus den Anfangsjahren.