Vandalismus in Munderkingen
: Unbekannter zerkratzt Autos – und das ist nicht der einzige Fall in letzter Zeit

Vor wenigen Wochen wurden an geparkten Fahrzeugen Reifen zerstochen. Die Polizei hofft auf Zeugenhinweise. Seit dem Frühjahr setzt die Stadt einen Sicherheitsdienst ein.
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swp
Munderkingen
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Polizei

Die Polizei sucht Zeugen nach einem Vandalismusfall in Munderkingen (Symbolbild).

Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • In Munderkingen wurden zwei Autos mutwillig zerkratzt, Schaden: rund 8000 Euro.
  • Polizei sucht Zeugen, Tatzeit: Freitagabend bis Samstagmittag, Tatort: Stettiner Straße.
  • Weitere Fälle: Reifenstechereien im Mai und Juli an geparkten Fahrzeugen.
  • Seit Frühjahr überwacht ein privater Sicherheitsdienst neuralgische Punkte der Stadt.
  • Ein erstes Fazit zur „City-Streife“ soll im Herbst dem Gemeinderat vorgestellt werden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Für zwei Fahrzeugbesitzer aus Munderkingen begann das Wochenende mit einer unschönen Überraschung: Am Samstag mussten sie feststellen, dass ihre Autos mutwillig mit einem spitzen Gegenstand zerkratzt worden waren. Wie die Polizei in einer Pressemitteilung schreibt, waren die Mercedes A-Klasse und der Opel Zafira zwischen Freitag, 22.30 Uhr, und Samstag, 12 Uhr, ordnungsgemäß am Straßenrand in der Stettiner Straße abgestellt gewesen.

Das Polizeirevier Ehingen hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten schätzen den Sachschaden auf rund 8000 Euro. Sie hoffen auf Zeugenhinweise an die Rufnummer (07931) 588 0.

Der Fall vom Wochenende ist nicht die einzige Sachbeschädigung an Fahrzeugen, die sich in Munderkingen in der jüngeren Vergangenheit ereignet hat. Das bestätigt ein Sprecher des Polizeipräsidiums auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE: Demnach wurden zwischen dem 9. und 10. Juli ein Vorder- und ein Hinterreifen eines am Musikerheim im Angerweg geparkten Audis zerstochen – und in der Nacht vom 10. auf den 11. Mai ein Vorder- und ein Hinterreifen eines Mercedes Sprinters, der in der Lautengasse am Fahrbahnrand stand.

„City-Streife“ seit dem Frühjahr im Einsatz

Das Thema Vandalismus beschäftigt die Stadt Munderkingen seit Jahren. Im Dezember 2020 hatte der Gemeinderat nach mehreren besonders schwerwiegenden Fällen – darunter ein Brandanschlag auf die Weitzmannschule – beschlossen, einen Streetworker einzusetzen. Nach nur zwei Jahren lief die Stelle aus. „Die Erfolge waren mäßig bis ungenügend“, erklärte Bürgermeister Thomas Schelkle im vergangenen Herbst im Gemeinderat. Um dem Vandalismus in der Stadt Herr zu werden, schlug er dem Gremium einen alternativen Weg vor: den Einsatz eines privaten Sicherheitsdiensts.

Die „City-Streife“ sei seit dem Frühjahr im Einsatz, berichtet Verwaltungsleiter Axel Leute auf Anfrage. Sie behalte seither neuralgische Punkte im Stadtgebiet im Blick – an wechselnden Tagen und zu verschiedensten Uhrzeiten, damit sich niemand auf ein Muster einstellen könne. „Die Erfahrung zeigt, dass im Rahmen der Streifengänge durchaus Personen angetroffen werden“, sagt Leute. Wo die Stadt das Hausrecht habe, etwa in der Tiefgarage am Untertorplatz, würden lärmende Jugendliche und junge Erwachsene regelmäßig ermahnt und weggeschickt. Im Herbst soll dem Gemeinderat ein erstes Fazit der Einsätze vorgelegt werden.