Großaufgebot an Rettungskräften
: Motorblock und Vorderachse abgerissen: Vier Verletzte nach Unfall auf der B311

In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es auf der B311 zwischen Donaurieden und Oberdischingen zu einem schweren Verkehrsunfall. Am Montag hat die Polizei einen ersten Verdacht hinsichtlich der Unfallursache.
Von
Laura Mensch,
Amrei Oellermann
Erbach
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Polizei sichert Unfallstelle

Bei einem Unfall zwischen Donaurieden und Oberdischingen sind am Sonntag vier Menschen verletzt worden.

Stefan Puchner/dpa
  • Auffahrunfall auf der B311 bei Donaurieden in der Nacht auf Sonntag – vier Leichtverletzte.
  • Unfall ereignete sich um 1:16 Uhr nahe der Anschlussstelle Donaurieden im Stadtgebiet Erbach.
  • Großaufgebot: Vier Rettungswägen, zwei Notärzte und Feuerwehr im Einsatz.
  • Verletzte wurden nach Erstversorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht.
  • Unfallursache derzeit noch unklar – Ermittlungen laufen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vier Rettungswagen aus Ulm, Ehingen, Blaubeuren und Biberach, zwei Notärzte sowie 20 Einsatzkräfte und vier Fahrzeuge der Feuerwehr Erbach waren am frühen Sonntagmorgen auf der B311 zwischen Donaurieden und Oberdischingen im Einsatz. Wie die Polizei mitteilt, war auf Höhe der Anschlussstelle Donaurieden um 1.15 Uhr ein 21-Jähriger mit seinem BMW in den Gegenverkehr geraten und mit dem Mercedes eines 24-Jährigen kollidiert. Durch den Zusammenstoß wurde der BMW gegen die Schutzplanke geschleudert.

Aus der Pressemitteilung der Polizei wird deutlich, wie heftig der Aufprall gewesen sein muss: „Es wurde der gesamte Motorblock, die Vorderreifen und die Vorderachse vom Fahrzeug abgerissen“, schreiben die Beamten. Das Trümmerfeld zwischen den Autos erstreckte sich über rund einhundert Meter. Wie durch ein Wunder wurden die Insassen nicht eingeklemmt. „Da war viel Glück im Spiel“, meint Niklas Lengl, der für die Feuerwehr Erbach als Einsatzleiter vom Dienst vor Ort war. Seine Kameraden hätten den Rettungsdienst zwar bei der patientenschonenden Rettung unterstützt, aber dazu kein schweres Gerät gebraucht. „Wir konnten beide Personen durch die Türe erreichen.“ Rettungswagen brachten den schwer verletzten 21-Jährigen und seine ebenfalls schwer verletzte 21-jährige Beifahrerin in Kliniken.

Rund 24.000 Euro Gesamtschaden

Glück im Unglück hatten auch der Fahrer des Mercedes und seine 23-jährige Beifahrerin: Sie wurden nach Angaben der Polizei nur leicht verletzt, mussten aber dennoch ins Krankenhaus. Ein Abschleppdienst barg die nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf etwa 24.000 Euro.

Am Montag gibt es erste Erkenntnisse zur Unfallursache: Demnach könnte ein technischer Defekt am BMW unfallursächlich gewesen sein, heißt es aus dem Polizeipräsidium Ulm. Kurz vor dem Crash hatte sich der in Richtung Ehingen fahrende BMW plötzlich nach links gedreht und war deshalb mit der Beifahrerseite in den Gegenverkehr geraten. Das Auto wurde beschlagnahmt. Der Verkehrsdienst Laupheim hat die Ermittlungen aufgenommen. Die B311 war bis kurz nach 8 Uhr im Bereich der Unfallstelle voll gesperrt – einerseits zur Rettung der Verletzten, andererseits zur Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge.