Übung „Blauer Falke“
: Ehinger THW bereitet sich mit Bundeswehr auf Extremwettereinsätze vor

Das Szenario: Starke Schneefälle haben einen Gasthof in den Allgäuer Voralpen von der Außenwelt abgeschnitten – und eine ganze Schulklasse ist dort nun ohne Strom und Heizung.
Von
Amrei Oellermann
Ehingen/Hörmoos
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THW und Bundeswehr haben gemeinsam die Versorgung entlegener Gebäude bei extremen Schneefällen geübt.

THW und Bundeswehr haben gemeinsam die Versorgung entlegener Gebäude bei extremen Schneefällen geübt.

THW/Thomas Kaleja
  • THW und Bundeswehr übten Versorgung von Gebäuden bei Extremwetter.
  • Szenario: Schneefälle schnitten Gasthof in den Allgäuer Voralpen ab.
  • THW stellte Stromversorgung wieder her, Bundeswehr brachte Material per Hubschrauber.
  • Übung "Blauer Falke" stärkte zivile und militärische Zusammenarbeit.
  • Fortschritte bei Logistik und Verladung von Material.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes. Es leistet auch dann Hilfe, wenn nichts mehr geht – so wie jüngst bei einer großangelegten Übung der Ortsverbände Lindenberg, Lindau, Füssen und Ehingen mit dem in Laupheim stationierte Hubschraubergeschwader 64 der Bundeswehr.

Die Übung mit dem klangvollen Namen „Blauer Falke“ hatte es in sich: „Sie simulierte eine Situation, in der starke Schneefälle die Allgäuer Voralpen in eine Winterlandschaft verwandelt hatten, wodurch mehrere Hütten von der Außenwelt abgeschnitten waren“, erklärt Ina Grab, Beauftrage für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim THW-Ortsverband Ehingen. Nachdem Eisbildung an den Stromleitungen die Versorgung in der ganzen Region unterbrochen hatte, saß im Alpengasthof Hörmoos auf 1400 Metern Höhe eine ganze Schulklasse ohne Strom, Heizung und Kochmöglichkeit fest. „Da die Straßen unpassierbar waren und die Gefahr von Lawinen bestand, konnten die Rettungskräfte die Hütte nicht zu Fuß erreichen“, beschreibt Grab die Lage weiter.

Starkes Netzwerk für den Ernstfall

Kein Problem für das THW. Die Einsatzkräfte stellten die Stromversorgung der Hütte mithilfe ihrer leistungsstarken Notstromaggregate wieder her. Zum Einsatzort gelangten Mensch und Material mit Hubschraubern der Bundeswehr, darunter die große, mittelschwere Transportmaschine CH-53.

„Die Übung ‚Blauer Falke‘ ist für uns alle eine wertvolle Möglichkeit, in der Katastrophenhilfe ein starkes Netzwerk aufzubauen. In Krisenzeiten ist es entscheidend, sich untereinander zu kennen und ein eingespieltes Team zu sein“, wird der Lindenberger THW-Ortsbeauftragte Thomas Kaleja in der Mitteilung zitiert. Sein Ortsverband hatte die Übung organisiert.

Der Presseoffizier der Bundeswehr, Oberleutnant Johannes Locherer, betont: „Im Vergleich zur ersten Übung haben wir erhebliche Fortschritte bei der Verladung von Material des THWs erzielt. Diese Optimierungen sind entscheidend, um die Zusammenarbeit bei zivil-militärischen Einsätzen in Krisensituationen zu verbessern und der Bevölkerung dann bestmöglich helfen zu können.“