Tragischer Unfall in Altheim: Babyschale stand hinter Auto: Vater überrollt Neugeborenes

Ein schrecklicher Unfall hat sich am Samstagnachmittag in Altheim bei Allmendingen ereignet (Symbolbild).
Stefan Puchner/dpa- Tragischer Unfall in Altheim: Vater überrollt Neugeborenes auf Parkplatz.
- Babyschale stand hinter dem Auto; Vater glaubte, das Kind sei bereits im Fahrzeug.
- BMW erfasste die Schale, das Neugeborene fiel heraus und wurde überrollt.
- Notarzt konnte nur den Tod des Säuglings feststellen.
- Staatsanwaltschaft ordnet Gutachten zum Unfallhergang an.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine Verkettung unglücklicher Umstände hat am Samstagnachmittag in Altheim ein Neugeborenes das Leben gekostet – es wurde vom eigenen Vater mit dem Auto überrollt. Wie das Polizeipräsidium Ulm am Montagmorgen mitteilt, kam es gegen 14.20 Uhr auf einem Parkplatz in der Straße „Saure Wiesen“ zu dem tragischen Unfall. Informationen der SÜDWEST PRESSE zufolge war im Sportheim eine Feier geplant, zu der Vater und Kind angereist waren. Sie leben nicht in dem Ort, und auch nicht im Alb-Donau-Kreis.
Notarzt kann nur den Tod feststellen
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen, so schreibt es die Polizei, habe sich der Säugling offenbar in seiner Babyschale hinter dem BMW befunden. Als der Vater mit dem Wagen zurücksetzte, sei er wohl davon ausgegangen, dass das Kind bereits ins Auto eingeladen wurde. Der BMW habe die Babyschale erfasst, wobei das Neugeborene offenbar aus der Babyschale fiel. Daraufhin wurde es vom Auto überrollt.
Ein sofort alarmierter Notarzt konnte nur mehr den Tod des Kindes feststellen. Notfallseelsorger wurden von der Polizei verständigt, sich um die Hinterbliebenen zu kümmern. Die Staatsanwaltschaft Ulm hat zum genauen Unfallhergang ein Gutachten angeordnet. Ermittelt wird wegen Fahrlässiger Tötung, wie Michael Bischofberger, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft bestätigt.
Altheims Bürgermeister Andreas Schaupp war zur Zeit des Unglücks in der Nähe des Sportheims, unterwegs an der Grüngutsammelstelle und anschließend auf dem Weg zum Einkaufen nach Ehingen. „Da sind mir Rettungskräfte entgegengekommen.“ Schaupp war selbst am Ort des Geschehens, um den Einsatz als Bürgermeister zu begleiten - sei es, um Räume oder Getränke zu organisieren. Schaupp ist selbst ausgebildeter Rettungssanitäter und war am Tag vor dem tödlichen Geschehen in Altheim zum Vize-Vorsitzenden des DRK-Kreisverbands Ulm gewählt worden. Er weiß umso mehr: „Auch für Rettungskräfte ist das kein alltäglicher Einsatz.“
Der Tod des Babys ist auch zwei Tage danach noch ein großes Thema im Ort. „Das beschäftigt die Altheimer“, sagt Schaupp. Weil viele um die Zeit nahe des Sportheims unterwegs waren, würden sich einige fragen, ob man den Tod des Kindes nicht hätte irgendwie verhindern können, falls man etwas hinsichtlich der Lage der Babyschale oder die Position des Babys bemerkt hätte.
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