Pilotprojekt am Alb-Donau-Klinikum: Intelligentes T-Shirt nimmt Rücken von Pflegekräften in den Fokus

13 Pflegekräfte testen acht Wochen lang ein intelligentes Haltungsshirt, das Bewegungen der Wirbelsäule erfasst und über eine App sichtbar macht.
ADK GmbH für Gesundheit und Soziales- Pilotprojekt am Alb-Donau-Klinikum: 13 Pflegekräfte testen acht Wochen ein Haltungsshirt.
- Sensorstreifen mit 18 3D-Punkten erfasst Wirbelsäulenbewegungen in Echtzeit und warnt per Vibration.
- App zeigt Haltungsdaten, leitet individuelles Training ab und bietet ein Punktesystem mit Münzen.
- Interesse war hoch – mehr als doppelt so viele Anmeldungen, Auswahl per Los in Ehingen und Blaubeuren.
- Ziel ist Vorbeugung von Rückenbeschwerden und weniger Fehlzeiten, finanziert von der AOK.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wie lässt sich im Pflegealltag etwas für den eigenen Rücken tun – nicht nur theoretisch, sondern ganz konkret? Dieser Frage geht ein Pilotprojekt des Alb-Donau-Klinikums an den Klinikstandorten Ehingen und Blaubeuren nach. Wie die kreiseigene ADK GmbH für Gesundheit und Soziales als Trägerin in einer Pressemitteilung berichtet, testen 13 Pflegekräfte für acht Wochen das intelligente Haltungsshirt eines Braunschweiger Unternehmens, das über Sensoren Bewegungen der Wirbelsäule in Echtzeit erfasst und in einer App sichtbar macht.
Das Interesse an den 13 Testplätzen sei groß gewesen, schreibt ADK-Pressesprecherin Daniela Rieker: „Mehr als doppelt so viele Pflegekräfte wollten an dem Projekt teilnehmen.“ Am Ende entschied das Los. Sieben Teilnehmer kommen demnach aus Ehingen, sechs aus Blaubeuren.
Sie tragen nun einen flexiblen, rund 30 Gramm schweren Sensorstreifen am Rücken, der über 18 3D-Messpunkte präzise erfasst, was im Alltag sonst kaum wahrgenommen wird: Wie aufrecht ist die eigene Haltung? Wie verändert sie sich beim Sitzen, Stehen, Gehen oder Bücken?
Vibrationsalarm bei ungünstiger Haltung
Die detaillierte Auswertung mache Bewegungsmuster über den gesamten Tag nachvollziehbar, erklärt Rieker. „Ziel ist es, die eigene Haltung bewusster wahrzunehmen und möglichst viele Haltungspunkte zu sammeln.“ Bei einer ungünstigen Haltung könne das System mit einem sanften Vibrationsalarm einen kurzen Impuls geben.
„Die Rückmeldung bleibt dabei nicht bei der Analyse stehen“, so die Pressesprecherin weiter. Aus den erhobenen Daten werde ein individuelles Training für jeden Teilnehmer abgeleitet – mit an den jeweiligen Bedarf angepassten Übungen, die die Rückenmuskulatur stärken.
Für zusätzliche Motivation sorge ein spielerisches Punktesystem. „Täglich können Münzen für das Tragen des Shirts, Bewegung, eine aufrechte Haltung, kleine Übungen und das individuelle Training gesammelt werden.“ Das Pilotprojekt soll Rückenbeschwerden vorbeugen und langfristig dazu beitragen, krankheitsbedingte Fehlzeiten aufgrund von Rückenproblemen zu reduzieren. Die achtwöchige Pilotphase wird von der AOK finanziert.
