Ortsumfahrung Rißtissen
: Der Bau geht voran, doch eine Straße wird gesperrt

Fast 20 Jahre lang dauerten die Planungen, doch jetzt geht es offenbar schnell voran mit der Rißtissener Ortsumfahrung: Ab dem 24. August muss dafür eine Landstraße gesperrt werden.
Von
Martin Tröster
Ehingen
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ARCHIV - 02.10.2020, Nordrhein-Westfalen, Mülheim: Arbeiter tragen auf einer Autobahn eine neue Asphaltdecke auf. (zu dpa: «Bitumen-Preis verdoppelt: Iran-Krieg verteuert Straßenbau») Foto: Roland Weihrauch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Ortsumfahrung für Rißtissen geht nach vielen Jahren der Planung im Bau nun schnell voran.

dpa
  • Bau der Ortsumfahrung Rißtissen schreitet voran – erster Abschnitt im Herbst geplant.
  • Ab 24. August: Sperrung der L 259 zwischen Rißtissen und Abzweig nach Öpfingen.
  • Umleitung über B 311 via Gamerschwang, Öpfingen, Oberdischingen; Rückrichtung identisch.
  • Radverkehr zwischen Griesingen und Rißtissen bleibt frei, teilt das RP Tübingen mit.
  • Ziel laut RP: Verkehr im Ort soll nach Fertigstellung um rund 70 Prozent sinken.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wenn alles gut geht, sollen bereits im Herbst deutlich weniger Autos durch den Ehinger Teilort Rißtissen fahren als bislang. Dann soll der erste Teil der Umgehungsstraße freigegeben sein – er führt von der L 259 zwischen Griesingen und Rißtissen bis zum neuen Kreisverkehr an der K 7362.

Die neu ausgebaute Kreisstraße ist bereits Ende Juli für den Verkehr freigegeben worden. Jetzt soll diese neue Trasse an die Landesstraße 259 angebunden werden, die zwischen Griesingen und Rißtissen verläuft. Die Anbindung an die neue Trasse soll auf Höhe des Golfplatzes bei Rißtissen erfolgen. Die Arbeiten haben diese Woche begonnen.

Sperrung ab dem 24. August zwischen Rißtissen und Griesingen

Wie das Regierungspräsidium Tübingen jetzt mitteilt, wird die Landstraße ab dem kommenden Montag, 24. August, zwischen Rißtissen und Griesingen gesperrt, genauer: zwischen Rißtissen und der Abzweigung nach Öpfingen. Der Radverkehr zwischen Griesingen und Rißtissen ist nicht von der Sperrung betroffen, teilt das Regierungspräsidium mit.

Die Umleitung schlägt für diese Bauzeit einen relativ großen Bogen. Sie verläuft auf der B 311 über Gamerschwang, Öpfingen und Oberdischingen. Ab Oberdischingen verläuft die Umleitungsstrecke über die K 7412 (Ersinger Straße) in Richtung Ersingen und anschließend über die K 7373 (Rißtisser Straße) nach Rißtissen, teilt das Regierungspräsidium mit. Der Verkehr in Richtung Ehingen wird über die gleiche Strecke in die Gegenrichtung geleitet.

Kleinräumig werde der Verkehr von Griesingen in Richtung Rißtissen über die K 7359 nach Öpfingen und dort auf die zuvor beschriebene Umleitungsstrecke über die B 311 geleitet.

Planungen haben 18 Jahre gedauert

Damit kommt schnell voran, was in der Planung viele, viele Jahre gedauert hat: Bereits im Jahr 2008 sind erste Planungen angestellt worden. 18 Jahre also. Die Bauarbeiten sind im April gestartet, sechs Wochen nach dem offiziellen Spatenstich.

Aus Daten des RP geht hervor, dass die Verkehrsbelastung im Ort um rund 70 Prozent sinken kann, wenn die Umfahrung fertig gestellt ist – von knapp 8000 auf weniger als 2000 Fahrzeuge am Tag. Die Kosten von 18 Millionen Euro trägt der Bund.