Nachfolger von Sinisa Markovic
: Michael Hartl wird neuer Chefarzt für Kardiologie im Klinikum Ehingen

Der Intensivmediziner und Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie gehört seit Januar 2022 zum Team der Kardiologie in Ehingen. Nun habe man ihn überzeugen können, in die erste Reihe zu treten, heißt es in einer Mitteilung des Krankenhauses.
Von
Amrei Oellermann
Ehingen
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Zum 1. Oktober 2025 übernimmt Dr. med. Michael Hartl die Leitung der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie im Alb-Donau-Klinikum Ehingen.

Zum 1. Oktober 2025 übernimmt Dr. med. Michael Hartl die Leitung der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie im Alb-Donau-Klinikum Ehingen.

ADK GmbH für Gesundheit und Soziales
  • Dr. Michael Hartl wird ab 1. Oktober 2025 Chefarzt für Innere Medizin und Kardiologie in Ehingen.
  • Der erfahrene Kardiologe ist seit 2022 in Ehingen und baute die Sektion Rhythmologie auf.
  • Schwerpunkte: Herzrhythmusstörungen, Herzkatheter, Device-Chirurgie und invasive Elektrophysiologie.
  • Klinik sichert 24/7-Bereitschaft im Herzkatheterlabor für die regionale Versorgung.
  • PD Dr. Ingo Staudacher verstärkt ab Oktober als leitender Oberarzt die Abteilung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Drei Monate nach dem Weggang von Prof. Dr. med. Sinisa Markovic steht sein Nachfolger fest: Zum 1. Oktober übernimmt Dr. med. Michael Hartl die Leitung der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie im Alb-Donau-Klinikum Ehingen. Das geht aus einer Pressemitteilung der ADK GmbH für Gesundheit und Soziales hervor, die Trägerin des Hauses ist. Hartl kann demnach auf mehr als 33 Jahre klinische Erfahrung in der Inneren Medizin, Intensivmedizin und Kardiologie zurückgreifen. Über die Jahre habe er sich in allen drei invasiven Bereichen der Kardiologie spezialisiert, schreibt ADK-Pressesprecherin Daniela Rieker weiter: Neben Herzkatheteruntersuchungen sind dies die Implantation von Herzschritt­machern und Defibrillatoren und die invasive Elektrophysiologie.

Diagnose und Behandlung von Herzrhythmusstörungen

Der neue Chefarzt ist in Ehingen kein Unbekannter: Hartl kam im Januar 2022 ans Alb-Donau-Klinikum, um die Sektion Rhythmologie aufzubauen und zu leiten. Diese beschäftigt sich mit der Diagnose und Behandlung von Herzrhythmusstörungen. „Ein Schwerpunkt der Sektion war der Aufbau der kardialen Device-Chirurgie im Herzkatheterlabor mit Implantationen von Herzschritt­machern und Defibrillatoren“, schreibt das Klinikum in seiner Mitteilung. Seither seien „bei einem hohen Anteil an Patienten“ eine kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) oder das sogenannte Conduction System Pacing (CSP) durchgeführt worden. Beide Verfahren tragen dazu bei, die Aktion beider Herzkammern zu synchronisieren und damit das Herz zu stärken.

Hohe Fallzahlen sind für das Alb-Donau-Klinikum wie für alle anderen Kliniken in Deutschland perspektivisch essenziell: Nur wer nachweisen kann, dass er in einem Fachgebiet zahlreiche Patienten behandelt, wird die entsprechenden Leistungsgruppen im Zuge der bundesweiten Klinikreform zugewiesen bekommen und diese Leistungen auch künftig anbieten dürfen.

Ein zweiter Schwerpunkt der von Hartl geleiteten Sektion war laut ADK GmbH der Aufbau der invasiven Elektrophysiologie zur Behandlung von verschiedenen Formen der Herzrhythmusstörungen. Hier kommen verschiedene Techniken sogenannter Katheterablationen zum Einsatz. Zum Teil werden die Eingriffe, bei denen über einen dünnen Katheter gezielt Herzgewebe verödet wird, um fehlerhafte elektrische Impulse zu unterbrechen, sogar 3D-navigiert durchgeführt.

Neuer leitender Oberarzt zum 1. Oktober

Er freue sich sehr, „dass es uns gelungen ist, Dr. Hartl davon zu überzeugen, mit seiner umfassenden Erfahrung und Expertise in die erste Reihe zu treten und neuer Chefarzt der Kardiologie zu werden“, wird ADK-Geschäftsführer Markus Mord in der Pressemitteilung zitiert. Er habe bereits in den vergangenen dreieinhalb Jahren maßgeblich zur Ausbildung mehrerer Oberärzte in der Elektrophysiologie und der Implantation von Schrittmachern und Defibrillatoren beigetragen und die wohnortnahe Versorgung komplexer kardiologischer Fälle unterstützt.

Dass Hartl als Chefarzt gewonnen werden konnte, ist für die Klinik ein Glücksfall: „Experten in der Elektrophysiologie sind absolute Spezialisten und deshalb sehr gefragt“, betont Mord. Umso erfreulicher sei es, dass Hartl darüber hinaus ein erfahrener invasiver Kardiologe ist und auch in der Devicechirurgie – der Implantation von elektronischen Geräten am Herzen – seit vielen Jahren zuhause ist.

Hartl selbst darf in der Pressemitteilung direkt eine weitere Personalie verkünden: „Zum 1. Oktober bekommen wir mit PD Dr. med. Ingo Staudacher einen weiteren hochqualifizierten leitenden Oberarzt als Verstärkung der Abteilung hinzu.“

Die Kardiologie in Ehingen sei seit einigen Jahren massiv im Aufbau und könne heute eine 24/7 Bereitschaft des Herz­katheterlabors zu hundert Prozent gewährleisten: „Für die Bevölkerung ist dies ein wichtiges Signal, weil sie dadurch bei einem möglichen Herzinfarkt in Ehingen behandelt werden kann.“