Mit 90 Sachen gegen einen Baum: Nach schwerem Unfall bei Lauterach: Polizei sucht Zeugen

Am Donnerstag krachte es zwischen Lauterach und Mundingen (Symbolbild).
Stefan Puchner/dpa- 60-Jähriger prallte auf der L231 bei Lauterach/Mundingen gegen einen Baum.
- Unfallursache unklar: In Rechtskurve von Fahrbahn ab, 300 m durch Grünstreifen.
- Vier Leitpfosten gerammt; Hyundai setzte automatischen E-Call-Notruf ab.
- Feuerwehr/Rettungsdienst vor Ort; Rettungshubschrauber flog den Schwerverletzten in Klinik.
- Polizei sucht Zeugen und mögliche Gefährdete: Hinweise an (07392) 9630 320.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Er war mutmaßlich alleine auf der L231 zwischen Lauterach und Mundingen unterwegs, als er gegen einen Baum prallte. Nun sucht die Polizei Zeugen – denn die Umstände des Unfalls sind durchaus rätselhaft. Wie das Polizeipräsidium Ulm berichtet, war ein 60-jähriger Mann aus bislang unbekannter Ursache in einer Rechtskurve in Fahrtrichtung Mundingen nach links von der Fahrbahn abgekommen. Er fuhr durch den Grünstreifen, bevor seine Fahrt an einem Baum ein jähes Ende fand.
Ein anderer Autofahrer, der die Unfallstelle passierte, wählte den Notruf. Wenige Minuten später war die Feuerwehr Lauterach als erstes Glied der Rettungskette vor Ort. Aus den Schilderungen von Kommandant Berthold Merk wird deutlich, wie heftig der Aufprall gewesen sein muss: Der Unfallwagen, ein Hyundai, schleuderte demnach rund 300 Meter über das Bankett links der Gegenfahrbahn und rammte mehrere Leitpfosten, bevor er mit nach wie vor hoher Geschwindigkeit gegen den Baum prallte – die Tachonadel des Wagens blieb bei 90 Stundenkilometern stehen.
Der Laubbaum mit einem Stammdurchmesser von etwa 20 Zentimetern stürzte infolge des Einschlags um, der Hyundai drehte sich horizontal um 180 Grad und kippte auf die Beifahrerseite. Sein Fahrer überschlug sich im Wagen und blieb kopfüber regungslos liegen.
Andere Fahrer gefährdet?
Nur eine Minute nach der Feuerwehr Lauterach traf der Rettungsdienst ein. Angesichts der enormen Kräfte, die gewirkt hatten, entschied Merk in Absprache mit dem medizinischen Personal, eine sogenannte Crashrettung durchzuführen. Das Credo dabei lautet: Der Patient muss so schnell wie möglich aus dem Fahrzeug befreit werden. Die Feuerwehr entfernte dazu die Frontscheibe des Wagens. Parallel zersägten Kameraden den umgestürzten Baum, der die Straße versperrte. „Der eigentliche Feuerwehreinsatz war in fünf Minuten erledigt“, sagt Merk. Alles sei Hand in Hand gelaufen.
Der 60-Jährige wurde an der Unfallstelle erstversorgt und stabilisiert; ein Rettungshubschrauber brachte den Schwerverletzten schließlich in eine Klinik.
Die Polizei versucht nun, die Umstände zu ermitteln, die zum Unfall führten. Die Beamten suchen dazu Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, aber auch Personen, die gegebenenfalls durch den Fahrer gefährdet wurden. Sie werden gebeten, sich unter der Rufnummer (07392) 9630 320 beim Verkehrsdienst Laupheim zu melden. Für die Dauer der Unfallaufnahme war die Landesstraße bis 19.20 Uhr voll gesperrt. Die Feuerwehren Lauterach und Munderkingen waren mit fünf Fahrzeugen und mehr als 20 Kräften im Einsatz.
