Auf die Gegenspur geraten
: Mercedes-Fahrer fällt in Sekundenschlaf

Am Sonntag geriet ein übermüdeter Autofahrer bei Ehingen auf die linke Spur – wo ihm prompt ein anderer Fahrer entgegenkam. Wie dieser reagierte.
Von
swp
Ehingen
Jetzt in der App anhören
Blaulicht Symbolbild

Gut aufgepasst: Übermüdet steuerte ein Mercedes-Fahrer seinen Wagen auf die linke Spur. Dort kam ihm ein Audi Kombi entgegen – mit einem geistesgegenwärtigen Fahrer am Steuer.

Rolf Vennenbernd/dpa
  • Sonntagabend bei Ehingen: Beinahe-Frontalcrash auf der B311 verhindert
  • 21-Jähriger nickte ein, geriet in Rechtskurve auf die Gegenspur
  • 35-Jähriger Audi-Fahrer wich auf den Seitenstreifen aus und verhinderte den Crash
  • Polizei stufte den Vorfall als Straßenverkehrsgefährdung ein; Führerschein blieb
  • Polizei rät: ausgeschlafen fahren, Pausen machen, Bewegung auf Parkplätzen

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Weil ein junger Fahrer kurzzeitig am Steuer eingenickt ist, wäre es am Sonntagabend bei Ehingen beinahe zu einem Frontalzusammenstoß gekommen. Wie die Polizei mitteilt, war ein 21-Jähriger gegen 20.45 Uhr auf der B311 auf der Höhe Ehingen-Nasgenstadt unterwegs, in Richtung Ehingen. Im Bereich einer Rechtskurve geriet er dann mit seinem Mercedes nach links. Dort kam ihm ein 35-Jähriger mit seinem Audi Kombi entgegen – der zum Glück geistesgegenwärtig reagierte und nach rechts auf den Seitenstreifen auswich. Damit habe er, so die Polizei, gerade noch verhindern können, dass die beiden Fahrzeuge frontal zusammenstießen. Rund 30 Meter fuhr der 35-Jährige noch auf dem Seitenstreifen weiter, bis er seinen Wagen wieder auf die geteerte Straße zurücklenken konnte.

Der 21-jährige Fahrer gab bei den Polizisten an, er sei wohl kurz eingenickt und deshalb nach links auf die Gegenspur geraten. Die Polizei Ehingen stufte den Vorgang als Straßenverkehrsgefährdung ein und hielt Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft. Der 21-Jährige durfte seinen Führerschein behalten.

Polizei: Bitte nur ausgeschlafen ans Steuer

Die Polizei weist darauf hin, dass die Straßenverkehrsordnung von Fahrerinnen und Fahrern fordert, jederzeit körperlich fit zu sein. Wer übermüdet am Steuer sitzt, kann in den Sekundenschlaf fallen. Dadurch drohten Unfälle mit schweren Folgen, weshalb die Verursacher mit entsprechend hohen Strafen rechnen müssten. Vor einer Fahrt, so rät es die Polizei, solle man ausreichend schlafen und unterwegs regelmäßig Pause machen. Parkplätze ließen sich für kurze Bewegungseinheiten nutzen, die den Kreislauf in Schwung hielten.