Adventsloskalender Ehingen: Erneut unbürokratische Hilfe für Bürger in Not

Initiatoren und Sponsoren präsentieren den Ehinger Adventsloskalender 2026. Verkaufsstart des helfenden Kalenders mit einer Auflage von 3000 Exemplaren ist am Montag, 2. November.
Pressebüro Emmenlauer- Ehinger Adventsloskalender 2026 startet, Erlös geht an den Ehinger Sozialfonds.
- Verkaufsstart am Montag, 2. November, Auflage 3000, Preis fünf Euro.
- Verkaufsstellen: Donau-Iller-Bank, Sparkasse, VR-Bank, Autohaus sowie Märkte im November.
- Sozialfonds hilft unbürokratisch bei Notlagen – steigende Anträge und hohe Lebenshaltungskosten.
- Gewinnspiel: täglich 1.–24. Dezember Ziehungen, Veröffentlichung in Zeitung, online und Instagram.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Den ersten der insgesamt 3000 Exemplare des Ehinger Adventsloskalenders 2026 überreichte Chris Mertl, Leiter der Aktion 100.000 der SÜDWEST PRESSE und Ulmer helft, im Rahmen einer Feierstunde am Montag im Ehinger DRK-Heim an Alexander Baumann. Der Ehinger Oberbürgermeister, in den 16 Jahren seiner Amtszeit stets Schirmherr des Gemeinschaftsprojekts, lobte die Unterstützung der mehrheitlich langjährigen Sponsoren. „Dieses Engagement spricht für den funktionierenden sozialen Zusammenhalt in Ehingen. Das ist gelebte Solidarität und Nächstenliebe. Wohl auch mit dem Wissen, dass das Geld auch an die richtige Stelle kommt“, sagte der OB.
Aktion bleibt unverzichtbar
In seiner Funktion als Vorsitzender des DRK-Ortsvereins betonte er die Notwendigkeit des Ehinger Sozialfonds „Bürger für Bürger“, der unbürokratisch da helfe, wo das staatliche Sozialsystem nicht oder zu langsam greife. Die Unverzichtbarkeit der bereits 2007 vom örtlichen DRK-Ortsverein, der Caritas und der Lokalredaktion Ehinger der SÜDWEST PRESSE ins Leben gerufenen Aktion belegte der Schatzmeisterin Elisabeth Waibel mit alarmierenden Zahlen. Demnach habe man 2025 mit der bisherigen Höchstzahl von 175 Hilfeleistungen und einem Beihilfebetrag in Höhe von 72.000 Euro abgeschlossen. In diesem Jahr liege die Fördersumme zwar noch etwas unter den Vorjahresauszahlungen, etwas mehr als 100 Anträge seien bislang bezuschusst worden.

Noch-OB Alexander Baumann (von links) mit Elisabeth Waibel vom Ehinger Sozialfonds und Chris Mertl, Leiter der Aktion 100.000 und Ulmer helft, mit der Nummer 1 des Ehinger Adventsloskalenders 2026.
Pressebüro EmmenlauerDies bedeute allerdings nicht, dass die Not der Menschen kleiner geworden sei, im Gegenteil, die Not nehme jedes Jahr weiter zu. „Wir rechnen in den nächsten zwei Monaten mit zahlreichen weiteren Antragstellern. Zum Jahresende wird es gerade für Alleinerziehende und Rentner eng, wenn vielleicht Nachzahlungen ins Haus stehen. Oder wenn Heizöl oder anderes Brennmaterial gekauft werden muss“, skizzierte Elisabeth Waibel die vielfach prekäre Lage. Zumal der Fördertopf der Caritas für Energiekosten schon komplett ausgeschöpft sei, wie die Ehinger Sozialberaterin der Caritas, Petra Fiderer, anmerkte.
Die Mühlen der Bürokatie
Zu den Antragstellern zählten inzwischen auch Familien, in denen die Eltern zwar in Arbeit seien, dennoch oft mit geringem Einkommen, die immer wieder an den horrend gestiegenen Lebenshaltungskosten und Mieten scheitern, informierte Elisabeth Waibel. „Dann kommen auch Personen zu uns, die auf Zahlungen von den Ämtern warten, die Mühlen der Bürokratie aber sehr langsam mahlen“, kritisierte sie. Die lange Liste der finanziellen Unterstützungen reichten von Beihilfen zu Medikamenten, „das können 20 Euro sein, die jemand nicht aufbringen kann“, bis zur Zuzahlung beim Ausgleich von Mietrückständen, um die Wohnung nicht zu verlieren, Nebenkostennachzahlungen bis hin zur Waschmaschine, weil das alte Gerät den Geist aufgegeben habe.
Auch ihr Dank galt an erster Stelle den Sponsoren, die den Ehinger Adventsloskalender erneut unkompliziert mit insgesamt 156 Sachpreisen und Gutscheinen im Gesamtwert von mehr als 5700 Euro erst möglich machen. Der Ehinger SÜDWEST PRESSE-Redaktionsleiter Martin Tröster bedankte sich bei dem Ehinger Oberbürgermeister für dessen langjährige Unterstützung der Aktion, verbunden mit der Bitte, dies auch seinem Nachfolger in der Jobbeschreibung ans Herz zu legen. Das sei schon geschehen, klärte dieser auf. Auf Trösters Anmerkung, dass Baumann künftig nicht mehr die Nummer 1 des Adventsloskalenders erhalten könnte, meinte der Noch-OB breit schmunzelnd: „Ich habe mit dieser Nummer eh noch nie was gewonnen.“ Und versicherte, dass der Erwerb von mehreren Exemplaren weiterhin guter Brauch im Hause Baumann bleibe. Und plauderte aus dem Nähkästchen: Als Familie, weit verstreut wohnhaft, habe man eigens eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet, in der er ab 1. Dezember jeden Morgen die aktuellen Losnummern einstelle.
Von Montag an im Verkauf
Den Ehinger Adventsloskalender gibt es von Montag, 2. November, bei der Donau-Iller-Bank (Pfisterstraße), bei der Sparkasse (Marktstraße), bei der VR-Bank Alb-Blau-Donau (Bahnhofstraße) und im Autohaus Vögtle & Waibel (Alter Postweg). Der Verkaufspreis liegt unverändert bei fünf Euro. Zudem wird der Adventsloskalender am Allerseelenmarkt, 3. November, von 8.30 bis 16 Uhr am Stand vor der Marienapotheke verkauft, zudem auf dem Ehinger Wochenmarkt an den Samstagen 7., 14. und 21. November, jeweils von 8.30 bis 13 Uhr beim Marktbrunnen. Jeder Kalender ist ein großes Los und hat eine Nummer, mit der sein Besitzer am Gewinnspiel teilnimmt. Unter notarieller Aufsicht werden zu jedem Tag vom 1. bis 24. Dezember die Gewinnnummern gezogen und veröffentlicht: täglich in der gedruckten Ausgabe der SÜDWEST PRESSE Ehingen, im Internet unter aktion100000.de/aktuelles, unter adventsloskalender.drk-ehingen.de sowie über Social Media via Instagram @aktion100000.