Vollmond in Hohenlohe
: Warum es „Blue Moon“ heißt, obwohl der nicht blau strahlt

Gerd Kamer aus Gerabronn war am Anfang der Woche mit der Kamera unterwegs, um ein Foto vom Vollmond zu machen. Mitgebracht hat er dieses aus Rückershagen.
Von
Jens Sitarek
Gerabronn
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Supermond mit Baumgruppe in der Nähe von Rückershagen, fotografiert mit Langzeitbelichtung.

Gerd Kamer

„Der angekündigte Supermond inspirierte mich zum Fotografieren der Baumgruppe in der Nähe von Rückershagen unter Langzeitbelichtung“, schreibt Leser Gerd Kamer aus Gera­bronn. Dabei gelang ihm dieses eindrucksvolle Foto, das wir niemandem vorenthalten möchten. Der Vollmond war in der Nacht von Montag auf Dienstag besonders groß und hell auch am Himmel über Hohenlohe zu sehen.

Dazu kommt es laut der US-Raumfahrtbehörde Nasa dann, wenn der Mond in seiner Umlaufbahn der Erde besonders nahe kommt und gleichzeitig Vollmond ist. Den Status des Supermondes (ab einer Entfernung von 360.000 Kilometern) verfehlte dieser Vollmond allerdings um eher zu vernachlässigende 196 Kilometer. Da er nicht der zweite innerhalb eines Monats, sondern der dritte von vier Vollmonden innerhalb einer astronomischen Jahreszeit ist, wird er auch als „Blue Moon“, also „Blauer Mond“ bezeichnet.

Dieses seltene Ereignis kommt im Schnitt lediglich alle zweieinhalb Jahre vor. Und warum heißt es „Blauer Mond“, obwohl er nicht blau strahlt? Die Bezeichnung ist wohl auf die englische Redewendung „Once in a blue moon“ zurückzuführen, was so viel bedeutet wie „alle Jubeljahre einmal“. Den nächsten Supervollmond gibt es übrigens am 18. September.