Überschwemmung in Crailsheim: Plötzliches Unwetter: Auto bleibt im Hochwasser unter Brücke stecken – Feuerwehr hat 119 Einsätze
Treppen werden zu Wasserfällen, Unterführungen zu Seen: Am Montagmittag hat es in Crailsheim gottserbärmlich geregnet. Die Stadt hat es im Bereich des Polizeipräsidiums Aalen an diesem Tag am schlimmsten erwischt, wie Sprecher Bernd Märkle auf Nachfrage von swp.de mitteilte.
Die Feuerwehr war Stunden lang im Großeinsatz, unter anderem um mehrere Keller auszupumpen.
Das ist die Bilanz nach dem Unwetter in Crailsheim
Die vorläufige Bilanz am Abend laut der Stadt Crailsheim:
Innerhalb einer halben Stunde fielen dabei über 45 Liter Regen, was für die Kanalisation schlicht nicht mehr auffangbar war.
Die Feuerwehr der Stadt Crailsheim arbeitete zwischen 14.15 und 20 Uhr insgesamt 119 Einsatzstellen im Stadtgebiet ab.
Insgesamt waren 72 Einsatzkräfte der Feuerwehr Crailsheim unter der Führung von Stadtbrandmeister Armin Klingenbeck im Einsatz. Dies entspricht wochentags während der Urlaubszeit ca. 60 Prozent des verfügbaren Personals. Die verbleibenden, nicht eingesetzten 40 Prozent bildeten die notwendige Personalreserve für kritische mittelgroße Einsatzlagen
Besonders kritisch war die Lage in Altenmünster. Dort hat ein Fahrer versucht, unter der Eisenbahnbrücke durchzufahren. Doch er hat offenbar die Tiefe des Wassers unterschätzt. Der Wagen ist stecken geblieben.
Lebensgefahr beim Aussteigen in überfluteter Unterführung
In der Tiefe ist der Motor von selbst ausgegangen. Der Mann habe selbst den Notruf gerufen. Die Beamten wiesen ihn an, so lange wie möglich im Auto zu bleiben, so Märkle. Denn im Wasser hätte ihn ein Sog erfassen können, der den Mann in einen Kanal hätte ziehen können. Vor wenigen Jahren sind so ein Mann und ein Feuerwehrmann, der ihm helfen wollte in Schwäbisch Gmünd gestorben. Der Mann in Altenmünster konnte von der Feuerwehr gerettet werden. Sein Wagen wurde von einem Abschleppdienst befreit.
Auch am Redaktionsgebäude des Hohenloher Tagblatts sind die Wege zu Flüssen geworden:
Auch an der Jagst galt: Land unter. Die Autos gingen auf der Bahnhofs- und Wilhelmstraße baden.






