Tödlicher Unfall bei Geslau
: Drei Tote, zwei Schwerverletzte: Krankenwagen kracht in VW T-Roc

Im Landkreis Ansbach ist es am Mittwoch (30. August) zu einem schweren Unfall gekommen. Ein Krankenwagen geriet in den Gegenverkehr.
Von
Luca Schmidt
Geslau
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Das Wrack des Krankenwagens nach dem Unfall.

dpa/vifogra/Zahn

Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Mittwochmittag (30. August) bei Geslau zwischen einem Krankenwagen und einem Pkw ereignet. Zwei Verkehrsteilnehmer erlitten schwere Verletzungen, drei Personen starben noch am Nachmittag.

Gegen 13.20 Uhr war die Besatzung des Krankenwagens mit einer 89-jährigen Patientin auf der Staatsstraße 2250 in Richtung Colmberg unterwegs. Kurz nach der Kreuzung nach Binzwangen geriet der Krankenwagen aus bislang unbekannter Ursache in den Gegenverkehr und kollidierte mit einem entgegenkommenden VW T-Roc.

Mehrere vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer verständigten den Polizeinotruf, leisteten Erste-Hilfe und leiteten erste Reanimationsmaßnahmen ein.

Durch die Wucht des Aufpralls zogen sich die beiden Sanitäter des Krankenwagens schwere Verletzungen zu. Der 22-jährige Fahrer sowie die 19-jährige Beifahrerin wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Für die 89-jährige Patientin sowie die beiden Fahrzeuginsassen des VW (69 und 79) kam jede Hilfe zu spät. Die zwei Insassen des T-Roc wurden durch den Unfall schwerst verletzt und noch vor Ort „durch Ersthelfer und den Rettungsdienst reanimiert“, heißt es in der Pressemitteilung des BRK. Einer der beiden verstarb jedoch noch an der Unfallstelle, der andere wenig später im Krankenhaus.

Beamte der Polizeiinspektion Rothenburg ob der Tauber nahmen den Unfall vor Ort auf. Hierbei wurden die Polizisten auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ansbach von einem Unfallsachverständigen unterstützt.

BRK: „Schrecklicher Unfall bewegt uns sehr“

Der Krankentransportwagen gehört zum Bayerischen Roten Kreuz (BRK), schreibt InFranken. Wie das BRK mitteilte, war die Patientin vorschriftsmäßig auf einer Trage angeschnallt. Laut BRK befanden sich die beiden Sanitäter am Mittwochabend nicht in Lebensgefahr. „Inmitten dieser Tragödie gilt unser Mitgefühl den Betroffenen und ihren Familien. Dieser schreckliche Unfall bewegt uns sehr“, teilte ein BRK-Sprecher mit. „Wir sind auch in Sorge um den Zustand unserer Rettungskräfte, die infolge des Unfalls schwere Verletzungen erlitten haben.“