Streit auf Ansbacher Weihnachtsmarkt: Bewaffnet und besoffen: „Indianer“ bedroht Budenbetreiber mit Messer

Ein Mann in Indianerkostüm hat sich auf dem Weihnachtsmarkt in Ansbach danebenbenommen. Hier zu sehen: Schauspieler Meinolf Pape 2013 auf der Open-Air-Bühne in Elspe (Nordrhein-Westfalen) bei den Karl-May-Festspielen.
Symbol/Jörg Taron/dpaEin Streit zwischen einem Budenbetreiber und einem Besucher des Ansbacher Weihnachtsmarkts ist am Freitag, 1. Dezember, gegen 15.45 Uhr derart eskaliert, dass am Ende die Polizei anrücken musste.
Zum Streit kam es folgendermaßen: Zunächst gönnte sich der 54-jährige Marktbesucher, der ein traditionelles Indianer-Gewand trug, eine Wurstsemmel. Zu seinem Outfit gehörten unter anderem: ein nicht gespannter Bogen, 17 Pfeile mit Metallspitze, eine Machete, ein Dolch und ein Messer.
Das an sich wäre für die Weihnachtsmarktbesucher offensichtlich noch nicht so schlimm gewesen, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung. Doch als der „Indianer“ mit dem 58-jährigen Budenbetreiber aus dem östlichen Landkreis Ansbach in Streit geriet, diesen beleidigte und mit dem Messer bedrohte, wurde dann doch die Polizei hinzugerufen. Die restlichen Weihnachtsmarktbesucher hatten zu dem Zeitpunkt schon Platz gemacht.
Warum es zu der Auseinandersetzung kam, steht nicht fest. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt die Polizei Ansbach, begonnen habe der Streit wohl mit Pöbeleien.
Besoffener „Indianer“ mit 2,4 Promille
Als die Streife hinzukam, hatte der 54-Jährige das Messer immer noch in der Hand, zeigte sich aber kooperativ und steckte es weg. Im Zuge der Ermittlungen wurde bei dem Mann ein Alkoholwert von circa 2,4 Promille festgestellt. Seitens der Polizei wurden Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung, Verstößen gegen das Waffengesetz und Beleidigung eingeleitet. Die mitgeführten Waffen wurden sichergestellt.
